Börsengang bei Zegna: Italienische Luxusmode an der New Yorker Börse

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 23.07.2021


Modebewussten Männern ist der italienische Herrenausstatter Ermenegildo Zegna ein Begriff – vor allem, wenn sie für ein gepflegtes Erscheinungsbild auch durchaus tiefer in die Tasche greifen. Das Label steht für edle Herrenmode und ist im Luxussegment angesiedelt. Das Mailänder Mode- und Textilunternehmen hat schon seit 1910 einen Namen,  zunächst für feine Tuche aus eigener Herstellung, seit den sechziger Jahren auch für eigene Modekollektionen, die international und auch über ein firmeneigenes Netz von Ladengeschäften an den Mann gebracht werden. Ein Herrenanzug von Ermenegildo Zegna kostet seinen Besitzer je nachdem, wo man ihn kauft, zwischen 2.500 und 5.000 US Dollar.

Neben der Herrenmode bietet Zegna inzwischen auch Accessoires, darunter Brillen, Schuhe oder Herrendüfte an, die zum Teil jedoch über externe Partner entwickelt und dann unter dem Label Zegna vertrieben werden. Auch ein separates Label Zegna Sport wurde ins Leben gerufen. Auf diese Weise gelang es dem Familienunternehmen, die Produktpalette stetig auszubauen und damit auch eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Zusätzliche Einnahmen beschert dem Unternehmen der Verkauf der Stoffe aus Eigenproduktion an andere Modehäuser.

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An die Börse im „Mantel“: Günstige Gelegenheit für Zegna

Das Corona-Jahr 2020 war auch für das Mailänder Luxuslabel nicht ohne Herausforderungen, doch nach dem Bekunden der Geschäftsleitung ist Zegna daraus besser aufgestellt hervorgegangen. Das Unternehmen wird derzeit mit 3,2 Mrd. US Dollar bewertet und fühlt sich stark genug für ein weiteres Jahrhundert der Unabhängigkeit, sieht jedoch Chancen in einem IPO. So will das Unternehmen durch einen Börsengang in New York Fremdkapital für künftige Strategien aufnehmen – 880 Mio. US Dollar bringt dieser Entschluss den Mailändern ein. Das gewählte Format ist kein konventioneller Börsengang, sondern ein SPAC-Mantel.

SPACs haben sich 2020 an der Wall Street etabliert und sind bei US-amerikanischen Privatanlegern inzwischen sehr populär. Sie gelangen inzwischen aber auch an europäische Börsen. Das Kürzel steht für „Special Purpose Acquisition Company“ – gemeint ist ein sogenannter Börsenmantel, eigentlich ein Fonds, der von seinen Emittenten in Zusammenarbeit mit Investoren in den Handel gebracht wird. Die Abläufe sind aufgrund dieser besonderen Konstruktion deutlich weniger aufwändig und kostspielig als die üblichen Vorbereitungen zur Ermittlung der Börsenreife.

 Zegna IPO

Kooperation mit Investindustrial

Das Endergebnis ist jedoch dasselbe, denn die Sponsoren, die beim SPAC einsteigen, kaufen innerhalb von zwei Jahren die „ummantelte“ Firma, füllen den Börsenmantel aus, der danach mit dem so in Umlauf gebrachten Unternehmen verschmilzt. Letztlich gelangen die Aktien des Unternehmens, in diesem Fall Zegna, anstatt des SPAC-Mantels in den Handel, dann jedoch mit neuer Notierung. Bei Zegna soll der Startschuss zum Jahresende fallen, gelistet wurde der SPAC bereits Anfang 2021 durch den Investor Investindustrial, einen Kapitalmarktprofi, wie es häufig der Fall ist bei Mantelkonstruktionen.

Investindustrial ist, wenn man so will, für Zegna ein Landsmann, denn das Unternehmen hat seine Ursprünge in Italien und tätigt seine Investitionen gern in Südeuropas. Auch für Investindustrial Acquisition lohnt sich der SPAC für Zegna, sie nimmt dadurch 403 Mio. US Dollar ein. 250 Mio. US Dollar stammen aus den Taschen der Investoren, 225 Mio. US Dollar kommen von Investindustrial selbst – im Gegenzug erhält das Unternehmen elf Prozent der Anteile von Zegna nach erfolgter Börsennotierung. Insgesamt 62 Prozent der Anteile werden im Besitz der Familie verbleiben.

Private Anleger haben nach dem IPO des SPAC ebenfalls unmittelbar Zugriff auf die Anteile, anders als bei konventionellen Börsengängen, bei denen Kleinanleger zunächst erst draußen bleiben müssen, bis Hedgefonds und institutionelle Marktteilnehmer ihre Anteile erworben haben.

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Luxus bleibt gefragt

Trotz der Herausforderungen, die die Verlagerung ins Home Office und damit der Verzicht auf Business Chic für die Hersteller mit sich bringt, bleiben hochwertige Herrenanzüge ein gutes Geschäft. Das Luxussegment profitiert unter anderem vom angesparten Kapital und Konsumstau der Begüterten, die längere Zeit nicht mit vollen Händen ausgeben konnten. Nicht nur bei Zegna, auch bei anderen buchstäblich atemberaubenden Angeboten, etwa Kreuzfahrten für eine Viertelmillion US Dollar pro Person, kann man über mangelnde Nachfrage nicht klagen.

Sollte sich das nach dem graduellen „Aufribbeln“ des Börsenmantels auch für Zegna bewahrheiten, dann ist die Gelegenheit gut, jetzt zuzugreifen und von der späteren Wertentwicklung der börsennotierten Zegna zu profitieren. Die Aktie von Investindustrial hat bereits einen beachtlichen Kursschub erhalten. Allerdings ist die Investition in Aktien dennoch nicht für jeden privaten Anleger eine Option, die in Frage kommt.

 Zegna Börsengang

Daytrading vs. langfristige Anlagestrategien

Zegna ist gut aufgestellt, die Ladengeschäfte des Luxusmode-Herstellers wurden verschiedentlich bereits als „Gelddruckmaschinen“ bezeichnet, aber um vom Kauf von Aktien zu profitieren, müssen zwei Grundvoraussetzungen gegeben sein. Angehende Aktionäre müssen einen gewissen Grundbetrag in ihr Portfolio investieren können, um später nennenswerte Renditen zu erzielen – und dieses Kapital liegt in der Regel über einige Jahre oder Jahrzehnte fest. Vorzeitiges Abstoßen von Aktien ist oft mit Verlusten verbunden, so dass die Investition von Anfang an gut überlegt sein will.

Dennoch können private Anleger die Renditepotenziale der Aktien von Zegna oder Investindustrial nutzen, auch ohne sie dafür zu kaufen. Möglich mach dies „abgeleitete“ Finanzinstrument, sogenannte Derivate, und insbesondere CFDs. Die contracts for difference, für den Aktienhandel konzipiert, bilden die Wertentwicklung eines Basiswerts ab, auf den sie sich beziehen. Die populären Differenzkontrakte können für den Handel mit Aktien, Anleihen und kompletten Aktienindizes ebenso genutzt werden wie für die Spekulation auf die Kurse von Devisenpaaren oder Kryptowährungen. Selbst Rohstoffe, sonst für private Marktteilnehmer nicht zugänglich, lassen sich auf diese Weise handeln. Dabei liegt ein wesentlicher Vorteil von CFDs darin, dass mit ihnen auf steigende Kurse ebenso spekuliert werden kann wie auf fallende, und das gewinnbringend über vergleichsweise kurze Zeitspannen.

Zugang zum Trading erhalten Trader über einen Broker, der für die Tätigkeit als Forex- und CFD-Broker lizenziert ist. Der Broker stellt neben der Handelssoftware und den handelbaren Werten auch Echtzeitkurse zur Verfügung. Im besten Fall können Kunden auch zusätzliche Services nutzen – denn viele Broker unterstützen mit Bildungsressourcen und Demokonten bei den ersten Schritten im Handel.

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Schulungsangebote für den erfolgreichen Einstieg mit CFDs

Sofern der Broker eine solche „Trading-Akademie“ anbietet, sollten gerade Neulinge im CFD-Handel von diesen Ressourcen auch Gebrauch machen. Auf den ersten Blick sind CFDs gut verständliche Finanzinstrumente, doch ganz ohne Risiken sind spekulative Geldgeschäfte nie – die Broker selbst weisen ausdrücklich darauf hin. Bei Differenzkontrakten ergeben sich besondere Renditepotenziale vor allem aus der Anwendung der sogenannten Hebel, mit denen Trader das Eigenkapital erhöhen können. Die Hebel sind kurzzeitige Darlehen des Brokers, und ihr Umfang ist für private Kunden limitiert. So soll verhindert werden, dass sich unerfahrene Nutzer bei einem Broker ver- oder überschulden. Trotz der Sicherheitslimits sind jedoch noch immer Hebelfaktoren von maximal 1:30 möglich.

Dank der Hebel können Trader selbst mit überschaubarem Startkapital gute Renditen erzielen, sollten aber wissen, dass sie dabei ein Auge auf den „Schutz vor negativen Kontoständen“ haben müssen. Diese Maßnahme dient ebenfalls dem Schutz vor Verschuldung, bewirkt jedoch, dass ein CFD-Broker ganz automatische Positionen schließt, die das Handelskonto ins Minus drücken würden. Um erfolgreich zu traden, müssen Einsteiger also zunächst die Themen Risikomanagement und Kapitalerhalt bewältigen, und die Bildungsressourcen beim Broker sind dabei eine wesentliche Hilfe.

Mit Videos, E-Books und Kursen, aber auch mit Webinaren, Marktnachrichten, Blogs und Analysen wird grundlegendes Finanzwissen, die Handhabung der Software und die Besonderheiten der Instrumente anschaulich vermittelt. Dank der oft angebotenen kostenfreien Demokonten können Nutzer das Erlernte in die Tat umsetzen und vertiefen. In der Demo wird mit „Spielgeld“ gehandelt und somit gänzlich angstfrei. Auch das Social Trading, bei dem Nutzer erfolgreichen Vorbildern folgen und deren Strategien kopieren können, beschleunigt den Lerneffekt und die eigene Entwicklung.

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