Der CFD-Handel ist wieder im Aufschwung

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.10.2020


Lange Zeit war der CFD-Handel für zahlreiche Anleger und Trader eine sehr gute Möglichkeit, um innerhalb einer kurzen Zeit von den Kursentwicklungen verschiedener Basiswerte profitieren zu können. Doch dann kam das Jahr 2018. In diesem Jahr hat die ESMA entschieden, den CFD-Handel mit Auflagen zu versehen. Das schien erst einmal ein echtes Problem für die Differenzgeschäfte zu werden. Doch in Corona-Zeiten erhebt sich der CFD-Handel wieder wie der Phoenix aus der Asche.

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Die Einschränkungen durch die ESMA

Die Europäische Wertpapier-Aufsichtsbehörde ESMA hat sich im Jahr 2018 stark mit dem Handel mit Differenzkontrakten beschäftigt. Es wurden zahlreiche Auflagen entwickelt, die in erster Linie der Sicherheit der Anleger dienen sollten. Die Differenzgeschäfte werden über einen Broker durchgeführt. Es handelt sich hierbei um außerbörsliche Geschäfte. Die Auswahl bei den Basiswerten ist groß. Aus diesem Grund waren CFDs immer ein interessantes Pflaster für die Trader.

So können mit den Kontrakten beispielsweise Basiswerte aus den Bereichen der Devisen, Rohstoffe und auch der Aktien und Indizes gehandelt werden. Oft reichen schon geringe Investitionen aus. Dadurch werden CFDs auch sehr gerne von Einsteigern gehandelt, die erst einmal mit kleinen Beträgen beginnen möchten. Durch hohe Hebel konnte der Einsatz erhöht werden, ohne das eigene Kapital angreifen zu müssen

Die Hebel-Geschäfte waren es jedoch, die dafür gesorgt haben, dass die ESMA reagieren musste. So wurden durch die Broker Hebel in einem höheren dreistelligen Bereich angeboten. Wer als Trader darauf zurückgegriffen hat, der konnte nicht nur hohe Gewinne einfahren. Er ist auch ein ebenso hohes Risiko eingegangen. Die Gefahr, hier hohe Geldbeträge zu verlieren, war groß. Daher wurde der Hebel durch die ESMA stark eingeschränkt. In Europa ist nun nur noch der Handel mit einem Hebel von höchstens 30 möglich.

Der CFD-Handel ist wieder im Aufschwung

Nachschusspflicht gehört der Vergangenheit an

Die Limitierungen beim Hebel sind jedoch nicht einzige Einschränkung, die durch die ESMA vorgenommen wurde. Viele Trader sind durch die CFD Nachschusspflicht in ein tiefes Minus gerutscht. Der Weg in die Schuldenfalle war kurz. Daher wurde durch die ESMA die Nachschusspflicht abgeschafft. Bisher war es immer so, dass der Trader sein Konto wieder auffüllen musste, wenn es im Minus war. Die Gefahr, hier hohe Summen zu verlieren, war groß.

Durch das Abschaffen der Nachschusspflicht sollte dafür gesorgt werden, dass der totale finanzielle Fall verhindert werden kann. Für die Broker selbst waren die Änderungen der ESMA ein großes Problem. Das zeigte sich auch an der Börse. Aktien bekannter Broker verloren an Wert. Es wurde davon ausgegangen, dass die Begrenzungen für einen starken Rückgang beim Handel mit CFDs sorgen. Tatsächlich wurden im ersten Jahr nach dem Eintritt der Regelungen starke Rückgänge der Gewinne durch die Broker gemeldet.

Es war nicht davon auszugehen, dass sich dies noch einmal ändern würde. Dennoch haben die Broker kräftig die Werbetrommel gerührt und dafür gesorgt, dass die Investition in CFDs auch dann noch attraktiv für die Anleger ist, wenn sie keine hohen Hebel mehr einsetzen können.

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CFDs erreichten eine neue Zielgruppe

CFD-Handel profitiert von CoronaLange Zeit galten CFDs ausschließlich als Trading-Möglichkeiten, die den erfahrenen Tradern empfohlen wurden. Kunden, die beim Trading zwar bereit waren, ein gewisses Risiko einzugehen, konnten nicht abschätzen, wie hoch die zu erwartenden Verluste beim Handel mit CFDs sein würden. Sie haben daher gar nicht erst mit dem Trading in diesem Bereich begonnen.

Die Einschränkungen der ESMA haben dafür gesorgt, dass genau diese Kunden nun zu einer neuen Zielgruppe für die Broker wurden. Das Risiko wurde endlich überschaubar und die CFDs begannen, auch für Anleger interessant zu werden, die genau mit der fehlenden Überschaubarkeit bisher ein Problem hatten.

Waren Broker vor den Einschränkungen der ESMA besonders dadurch bekannt, dass sie mit einem umfangreichen Marketing und scheinbar haltlosen Versprechungen die Kunden anlockten, so änderte sich das Image immer mehr. Die Broker selbst erkannten, dass sie neue Wege gehen mussten.

Für die Trader rückten Sicherheit und Nachvollziehbarkeit immer mehr in den Fokus. Gleichzeitig begannen die Broker damit, das Service-Angebot deutlich auszubauen. Dies zeigte sich beispielsweise in der Erreichbarkeit des Supports, aber auch in den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Trader, die bisher noch gar keine Erfahrungen mit CFDs gesammelt haben, können nun bei vielen Anbietern Optionen für die Aus- und Weiterbildung in Anspruch nehmen.

CFD-Handel News

Corona erhöhte das Interesse an CFDs noch

Ein Blick auf die Entwicklungen der Erfolgszahlen verschiedener Broker zeigt, dass es gerade im Jahr 2020 noch einmal einen starken Anstieg bei den Kunden und auch bei den Gewinnen gab und gibt. Mit Beginn der Corona-Krise sahen sich viele Unternehmen großen Problemen gegenüber. Auch die Broker bemerkten, dass die Menschen weniger Risiko eingehen wollten.

Doch das änderte sich schnell. Möglicherweise hatten Trader deutlich mehr Zeit, um sich mit CFDs und dem Handel zu beschäftigen und begannen damit, aktiver zu werden. Es zeigten sich deutliche Verbesserungen bei den Kundenzahlen und auch bei den eröffneten und abgeschlossenen Trades.

Zusätzlich dazu ist zu bedenken, dass Corona für Unsicherheit an der Börse sorgt. Nicht nur kleine Unternehmen leiden unter den Maßnahmen, die in den einzelnen Ländern getroffen wurden. Auch größere Unternehmen haben starke Einbußen. In diesem Zusammenhang ist an der Börse ein wildes Auf und Ab zu finden. Unternehmen, die bisher immer als eine recht sichere Anlage galten, verlieren an Wert. Die Unsicherheit darüber, wie sich die gesamte Thematik weiter entwickelt, ist groß.

Ein umfangreiches Beispiel in diesem Bereich sind die Unternehmen aus der Luftfahrt. Dadurch, dass zahlreiche Airlines einige Wochen gar nicht fliegen konnten, sind die Verluste hoch. Während es im Rahmen des Sommers eine leichte Entspannung gab, ist der Herbst wieder eine unsichere Konstante. Die aktuellen Entwicklungen weisen darauf hin, dass die Unternehmen auch weiterhin keine sicheren Prognosen abgeben können. Wer bisher in Aktien investiert, der denkt nun möglicherweise darüber nach, in eine andere Richtung zu gehen. Hier bieten sich CFDs als Alternative an und genau diese Alternative wird durch die Trader auch immer mehr in Anspruch genommen.

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Innovative Ideen machen auf sich aufmerksam

CFD-Handel profitiert von CoronaZusätzlich dazu ist zu sagen, dass die Broker den Markt auch zurückerobern, indem sie innovative Ideen einsetzen. Auch wenn durch die Einschränkungen der ESMA gerade kleine Broker den Markt verlassen haben, ist die Konkurrenz weiterhin hoch. Aus diesem Grund ist es für die Broker wichtig, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Hier zeigt sich, wer innovative Ideen hat und mit diesen Ideen dafür sorgt, dass die Trader Interesse bekommen. Ein Aspekt ist beispielsweise der Blick auf die aktuellen Trends. Es gibt einige Themen, die für die Menschen von besonderem Interesse sind. Einige Beispiele sind hier der Markt der E-Autos oder auch das autonome Fahren. Über die Broker werden die CFDs zu diesen Themen zusammengefasst und sind so leichter zu finden. Das sorgt auch bei Einsteigern dafür, dass sie innerhalb einer kurzen Zeit in den gewünschten Bereichen investieren können.

Der CFD-Handel ist wieder im Aufschwung

Gute Bewertungen für die Broker von heute

Doch für Trader ist es nicht nur wichtig zu wissen, welche Handelsmöglichkeiten sie bei einem Broker haben. Auch das Vertrauen in die Plattform muss aufgebaut werden. Immer wieder gibt es Umfragen zu verschiedenen Aspekten, die bei einem Broker wichtig sind. Dazu gehören unter anderem das Handelsangebot, aber auch die Erreichbarkeit bei Problemen sowie die Auswahl der jeweiligen Handelsplattformen, die zur Verfügung stehen.

Die Bewertungen für bekannte Broker fallen gut aus. Grundsätzlich sind die Kunden zufrieden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass viele der Broker ihren Sitz in einem EU-Ausland haben. Die Regulierungen greifen bei diesen Anbietern. Auch dies ist eine zusätzliche Sicherheit, die für die Trader angeboten wird.

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Trading auf steigende und fallende Kurse ist beliebt

Interessant ist die Frage, warum der CFD-Handel für Trader wieder in den Vordergrund rückt. Dies hängt nicht nur damit zusammen, dass die Broker gestärkt aus der Krise nach den Einschränkungen durch die ESMA hervorgegangen sind. Gerade die Corona-Zeiten haben hier einen starken Einfluss.

Die Kurse der Unternehmen steigen und fallen in einer Geschwindigkeit, die es Anlegern besonders schwer macht, ein dauerhaftes und stabiles Portfolio zusammenzustellen. Der Aktienhandel bekommt daher für einige Anleger deutliche Risse. Sie machen sich auf die Suche nach einer Alternative und diese Alternative ist der Handel mit CFDs.

Hier haben die Trader die Option, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen zu können. Eine wichtige Grundlage stellt dabei natürlich die Beobachtung des Marktes dar. Wer im CFD-Handel erfolgreich sein möchte, der muss auch Zeit investieren und täglich auf dem Laufenden bleiben. Es kann hier manchmal um Minuten gehen, die eine Entscheidung für das Trading beeinflussen.

CFD-Handel profitiert von Corona

Erfahrungen sammeln und dann durchstarten

Gerade weil es beim Handel mit CFDs um sehr kurze Zeiten geht, bei denen schnell reagiert werden muss, sollte eine gewisse Erfahrung bei den Tradern vorhanden sein. Diese lässt sich durch eine Beobachtung des Marktes erreichen. Dazu ist es empfehlenswert, sich erst mit der Plattform beim Broker vertraut zu machen und auszutesten, wie eine optimale Strategie entwickelt werden kann.

Viele Broker stellen dafür ein CFD Demokonto zur Verfügung. Das bedeutet, der Trader kann in einem vollen Umfang auf die Handelsplattform sowie den Handel mit CFDs zugreifen und das ganz ohne Risiko. Dafür gibt es ein virtuelles Guthaben, das in Ruhe genutzt werden kann. Gerade für Einsteiger ist diese Möglichkeit eine Option, ohne große Verluste in den CFD-Handel zu starten.

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Fazit: CFDs sind wieder auf dem Vormarsch

Lange Zeit sah es so aus, als ob der CFD-Handel kaum noch eine Chance hätte, um bei den Anlegern zu punkten. Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass es hier eine große Wendung gegeben hat. Während die Broker Anfang des vergangenen Jahres noch große Probleme hatten, ihre Umsätze zu halten, haben diese – auch im Rahmen der Corona-Krise – wieder deutlich zugenommen. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass die Broker selbst ihre Angebote weiterentwickeln.

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