Grünes Licht aus Brüssel: Der digitale Euro soll kommen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 19.07.2021


Jetzt nimmt die Sache Fahrt auf: Am 14. Juli hat sich die EZB nun zumindest auf die Konturen des digitalen Euros festgelegt. Innerhalb von zwei Jahren sollen die grundlegenden Charakteristika der virtuellen Europa-Währung entwickelt werden, anschließend ist die Implementierung vorgesehen, die allerdings einige Jahre dauern wird. Ein Ersatz für den Euro als Hard Cash soll der Digi-Euro nicht werden – statt dessen sehen die Planer ihn als Ergänzung und zusätzliche Möglichkeit, rasch und kostengünstig ihre Transaktionen abzuwickeln.

Wie das ganze konzeptuell gestaltet wird und welche Technologie dem digitalen Euro zugrunde liegen soll, ist noch völlig offen. Nur eins ist sicher: In seiner digitalen Form soll die Einheitswährung dem Nutzer die Sicherheit des Zentralbankgeldes bieten. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts müssen Datenschutz und Interessen der Stakeholder, allen voran die Finanzindustrie, gegeneinander abgewogen werden. Gerade die Finanzdienstleister sehen sich jedoch durch ein digitales Ökosystem in vielen Bereichen ihres Geschäfts bedroht.

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Startschuss ohne allzu viele Details

Der Bericht über das Konzept eines digitalen Euro liegt nun schon seit dem Herbst 2020 vor. In der Zwischenzeit hat sich die EZB weiterhin mit dem Projekt beschäftigt, Expertenanalysen eingeholt und auch die Resonanz beim Bürger geprüft. Nun soll es nach dem Wunsch von EZB-Präsidentin Lagarde in die nächste Phase gehen – die konkrete Planung.

Allzu viel Dynamik wird dabei nicht zu befürchten sein. Vorgesehen ist eine zweijährige Untersuchungsphase, gefolgt von einem Testzeitraum über drei Jahre. Nach insgesamt fünf Jahren könnte der digitale Euro dann Realität werden. Mit diesen Plänen will die EZB ein Pendant zu bislang unregulierten Kryptowährungen schaffen, aber auch mit den Digitalisierungsplänen anderer großer Volkswirtschaften mithalten. Vor allem China ist bemüht um eine eigene, nationale Digitalwährung.

Auch mit dem Digi-Euro nutzen Verbraucher dann elektronische Brieftaschen, die Wallets, die aus der Welt von Bitcoin, Ether und Co bekannt sind. Im Wallet werden die Guthaben verwaltet, wie das technologisch untermauert wird, ist jedoch noch nicht klar. Zu den Möglichkeiten, die erwogen werden, gehören – wenig favorisiert – Blockchain-Lösungen, aber auch das in Italien verwendete System für Echtzeit-Transfers. Schon jetzt befürchten manche Experten, dass allzu viel Kleinklein aus dem ambitionierten Projekt nur ein PayPal-Klon wird.

Der digitale Euro soll kommen

Besicherung als Stärke des Digi-Euro

Ein großer Pluspunkt des digitalen Euro, der ihm gegenüber bisherigen Kryptowährungen Vorteile verschafft, soll die Besicherung sein – genau wie der bare Euro bürgt die Zentralbank für den Wert der Einheiten. Das jedoch wirft schon im Vorfeld Fragen auf – beispielsweise dazu, wie man eine allzu starke Favorisierung der neuen Digitalwährung verhindern will. Denn die Befürchtung, Verbraucher könnten vor allem in EU-Mitgliedsstaaten mit kriselnden Banken scharenweise den konventionellen Finanzdienstleistern davon laufen, ist berechtigt. Eine Obergrenze für die Digi-Coin ist schon im Gespräch. Vorgeschlagen wurden Limits von 3.000 Euro, liegt mehr auf dem Wallet, wird der Überschuss auf ein Referenzkonto umgeleitet – bei einer Bank natürlich. Der Hauptzweck des digitalen Euro soll also die Erleichterung und Beschleunigung vor allem kleinerer Transaktionen sein.

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Nicht unumstritten bei Banken, Bürgern und Experten

Der digitale Euro verdankt seinen zündenden Funken der Sorge um den Einfluss von Digitalwährungen, gestützt von übermächtigen Marktteilnehmern wie Facebook. Möglichen privatwirtschaftlichen Bezahlsystemen will die EZB eine europäische Alternative entgegenstellen. Allerdings bremsen Sicherheitsbedenken auf nationaler und europäischer Ebene das Projekt von Anfang an aus.

Um die Sicherheit machen sich auch die späteren Nutzer Gedanken – viele Bürger sehen die Gefahr der völligen Transparenz durch den digitalen Euro deutlich erhöht. Denn anonym kann und will die digitale Lösung der EZB nicht sein. Die Banken hingegen sehen durchaus den Handlungszwang, um die Souveränität der Eurozone zu schützen, und geben zu bedenken, dass Anonymität auch bei Barzahlung nur eingeschränkt gewährleistet sei. Die Experten der großen Banken sehen ein Risiko eher darin, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht werden, dass der Digi-Euro also zu einem kümmerlichen Nischenprodukt wird – mangels Funktionalität und Akzeptanz.

Alternative Vorschläge bestehen unter anderem darin, einen digitalen Euro nur für Unternehmen und Banken zu entwickeln, doch die Finanzindustrie ist hier ausgesprochen gespalten – rund 50% der Führungskräfte sind dafür, aber über 40% entschieden dagegen. Zuspruch gibt es hingegen aus der Ecke der Fondsverwalter – denn nach der Digitalisierung zahlreicher Wertpapiere sieht man eine digitale Währung als logischen nächsten Schritt.

Dass eine digitale Form von Zentralbankgeld kommen muss, darüber sind sich viele Fachleute jedoch einig – schon deshalb, weil andere Nationen hier bereits deutliche Vorsprünge haben. Man fürchtet nicht nur um die monetäre Souveränität der EU, sondern generell ein Zurückbleiben gegenüber anderen wirtschaftlichen Großmächten. Vor allem für die effektive Umsetzung einer Industrie 4.0, ein Thema, das vor allem Deutschland angeht, ist eine durch die Zentralbank besicherte digitale Währung natürlich ein Eckpfeiler. Ob die schwerfällige Bürokratie in Brüssel jedoch mit den dynamischen Prozessen von FinTechs aus dem Kryptosektor mithalten kann, bleibt abzuwarten.

Der digitale Euro

Differenzkontrakte auf digitale Währungen handeln

Eins ist schon jetzt sicher – kommt der digitale Euro dann endlich, wann auch immer, wird er sich für Anleger vermutlich ebenso wenig lohnen wie sein bares Gegenstück. Das Vorhalten von Kapital auf dem Wallet oder Tagesgeldkonto dürfte auch in fünf Jahren noch keine nennenswerten Zinsen erzielen. Auch mit der Aussicht auf den Digi-Euro verlagern private Anleger ihre finanziellen Strategien längst in andere Gefilde. Die Mehrheit der Verbraucher kann sich mit der Investition in Aktien entweder (noch) nicht anfreunden, oder ein Portfolio übersteigt das eigene Budget.

Eine Alternative für alle, die keine größeren Beträge aufbringen und langfristig festlegen können, bietet das Daytrading, besonders mithilfe von Differenzkontrakten. CFDs erlauben dank der Online-Angebote lizenzierte Broker auch privaten Kleinanlegern, auf die Preisbildung von Basiswerten zu spekulieren, ohne diese dafür überhaupt kaufen zu müssen.

Ein CFD bildet die Wertentwicklung des „Underlyings“ 1:1 ab, dabei bestimmt der Halter, wann er ein- und wieder aussteigt. Für den Aktienhandel konzipiert, werden Differenzkontrakte mittlerweile auf Tausende von Basiswerten angeboten, alle Anlageklassen sind handelbar. Neben Forexpaaren, Aktien und Anleihen können Trader auf komplette Indizes spekulieren, haben mit CFDs auch Zugang zum Rohstoffhandel und zu einer Vielzahl von Kryptowährungen.

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Vorbereitung durch Bildungsressourcen

Angehende Trader sollten es dennoch langsam angehen lassen, denn CFDs sind unter Umständen sehr lohnend, bringen jedoch eigene Herausforderungen mit. Dazu gehört der Einsatz der Hebel, tatsächlich nichts als eine Kreditlinie des Brokers. Mit den Hebelfaktoren können Trader je nach Assetklasse des Basiswerts ihr Ordervolumen um maximal das Dreißigfache erhöhen. Schutz vor Verschuldung beim Broker bietet ein Mechanismus, der auch als „Schutz vor negativen Kontoständen“ bezeichnet wird. Der Broker schließt nämlich Positionen, die seinen Trader ins Minus bringen würden. Was hohe Verbindlichkeiten gegenüber dem Broker verhindert, kostet jedoch das für die Order aufgewendete Kapital. Einsteiger sollten sich also zunächst mit den wichtigen Themen Kapitalerhalt und Risikomanagement beschäftigen.

Damit der Einstieg in den Handel schließlich erfolgreich verläuft, unterstützen viele Forex- und CFD-Broker ihre Kunden mit hochwertigen Materialien. Die angebotenen Lerninhalte vermitteln Theorie und Praxis des Tradings. Verfügbar sind eBooks, Online-Kurse, Schulungsvideos, Webinare und tagesaktuelle Analysen, die multimedial Grundwissen über die Finanzwelt vermitteln. Praktische Übungen erlaubt ein CFD Demokonto, das mit Spielgeld kapitalisiert ist, jedoch echtes Handelsfeeling bietet – ohne Verlustrisiken. Wer sich die Zeit für die Beschäftigung mit der Materie nimmt, steigt gut vorbereitet ein in den Echtgeldhandel.

Der digitale Euro soll kommen

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