Unterschied Aktien und Aktien-CFD – Die Vor- und Nachteile beider Investitions Möglichkeiten erklärt!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 02.05.2020


DEGIRO Risikohinweis

Der Unterschied zwischen Aktien und Aktien-CFD

Wer ein wenig oder mehr Geld beiseite gelegt hat, wünscht sich meist, dass sich dieses Kapital vermehrt. Leider ist das traditionelle Sparen in Deutschland zur Farce geworden, seit die Zinsen niedriger als die Inflationsrate sind. Daher suchen kapitalkräftige Anleger nach Alternativen, durch die sie die Gesamtsumme vermehren können. Eine dieser Alternativen sind Aktien wie auch der Handel mit Aktien-CFDs. Jedoch wissen nicht alle Anleger genau, welcher Unterschied zwischen Aktien und den Aktien-CFDs besteht, von denen sie häufig als interessante Anlage hören. In diesem Artikel geht es darum, die wichtigsten Unterschiede zwischen Aktien und ihren CFDs aufzuzeigen, denn jede dieser Anlageformen bietet Gewinne oder Verluste auf ihre Art. Ein offensichtlicher Unterschied zwischen dem CFD-Handel und Aktien besteht darin, dass beim CFD mit dem Börsenpreis spekuliert wird und zwar in beide Richtungen. Dafür muss der Investor diese Aktien nicht besitzen und kann trotzdem auf steigende oder fallende Kurse setzen. Hierbei profitiert der Anleger beim CFD-Handel von der sogenannten Hebelwirkung, bei der er nur einen Bruchteil des Marktwertes investieren muss, um verstärkte Gewinne machen zu können. Allerdings besteht auch das Risiko, sogar mehr Kapital als den Einsatz zu verlieren, wenn die Spekulation fehlt schlägt.

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Aktien als Geldanlage

Der Handel mit Aktien ist keine Erfindung der 20. Jahrhunderts an der Wallstreet, sondern ist schon mehrere Jahrhunderte alt. Zudem gehört er zu den beliebtesten Anlageformen, wobei sie in Deutschland allerdings noch mit einem gewissen Misstrauen angesehen werden. Dagegen wird es im englischsprachigen Raum als gute Alternative zum festen Sparkonto gesehen und ist stark verbreitet. Allerdings wissen nur wenige, was eine Aktie genau ist. Eigentlich ist eine Aktie ein Bestandteil eines aufgeteilten Grundkapital eines Unternehmens, das als Aktiengesellschaft geführt wird.

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Ein Blick auf die Website von DEGIRO

Dieses Unternehmen hat das Grundkapital in eine bestimmte Anzahl von Anteilen aufgeschlüsselt. Die kleinste Einheit davon ist eine Aktie. Wer also eine Aktie kauft, hält damit einen Anteil am Grundkapital des Unternehmens. Je mehr Aktien eine Person oder Organisation besitzt, desto mehr Einfluss kann sie daher auch auf das Unternehmen selbst nehmen. Daher hat ein Aktionär eines Unternehmens sowohl Rechte als auch gewissen Pflichten einem Unternehmen gegenüber.

Es gibt verschiedene Formen von Aktien:

  • Namensaktien
  • Stammaktien
  • Vorzugsaktien
  • Inhaberaktien
  • Nennbetragsaktien
  • Stückaktien

Der Name Aktien ist also mehr ein Überbegriff für verschiedene Arten von Unternehmensbeteiligungen, die sich vor allem in den Rechten unterscheiden wie auch in der Art der Übertragung. Aktien werden von einem Unternehmen in der Regel ausgegeben, wenn dieses Unternehmen eine Kapitalspritze vom Finanzmarkt wünscht, um beispielsweise neue Investitionen vornehmen zu können. Diese Methode der Kapitalbeschaffung wird vor allem in den USA gern genutzt, wo auch kleinere Unternehmen an die Börse gehen. In Europa setzen die Unternehmen bei einer Fremdfinanzierung auf Banken oder auf die Ausgabe von Gläubigerpapieren, wobei nur Betriebe von mindestens mittlere Größe an die Börse gehen. Allerdings ist die Art der Kapitalbeschaffung zweitrangig, denn es geht in beiden Fällen um den Handel mit Aktien, wobei eine Gewinnmaximierung das eigentliche Ziel ist. Daher gelten Aktien als eine solide Geldanlage, da sie einen realen Gegenwert aufweisen, dessen Wert sich in Euro und Cent ausdrücken lässt.

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Die 6 Formen der Aktien

Bei den Vorzugsaktien und den Stammaktien geht es vorrangig um die Stimmrechte, die mit diesen Aktien verbunden sind. Wenn ein Käufer sich eine Stammaktie erwirbt, darf er damit an der jährlichen Hauptversammlung des Unternehmens teilnehmen. Das heißt, er kann aktiv Einfluss auf die Unternehmenspolitik nehmen, wobei der Einfluss bei den großen Unternehmen erst spürbar ist, wenn es sich um große Aktienpakete handelt. Kauft der Anleger dagegen eine Vorzugsaktie eines Unternehmens verzichtet er dadurch auf dieses Stimmrecht. Dafür bekommt er jedoch eine bessere Dividende als jene ausgezahlt, die eine Stammaktie besitzen. Ein Unternehmen kann sowohl Stamm- wie auch Vorzugsaktien gleichermaßen ausgeben wie es zum Beispiel das Unternehmen Volkswagen handhabt. Es gibt aber auch viele Firmen, die nur Stammaktien ausgeben.

Bei den Namensaktien wie auch den Inhaberaktien geht es dem Unternehmer um die Übertragbarkeit. Deshalb ist der Besitzer einer Inhaberaktie auch wirklich im Besitz dieser Aktie, sie liegt im also als Wertpapier vor. Allerdings sind diese ausgegebenen Wertpapiere anonym und tragen nicht den Namen ihres Besitzers. Bei einer Namensaktie ist die Aktie dagegen namentlich auf den Besitzer registriert, was einen Verkauf einer solchen Aktie weitaus umständlicher macht, denn für den Verkauf muss die Registrierung geändert werden. Weil dieser Verkauf so aufwendig ist, werden in Deutschland in der Regel Inhaberaktien bevorzugt.

Bei Stückaktien und Nennwertaktien geht es um die Anteilsform. Bei Nennwertaktien oder auch Nennbetragsaktien ist der festgeschriebene Nennwert wichtig. So kann der Nennwert einer Aktien beispielsweise 50 Euro betragen, wodurch diese Aktie 50 Euro des Firmengrundkapitals entspricht. Der Nennwert muss immer mindestens 1 Euro betragen. Stückaktien sind dagegen Aktien ohne Nennwert oder werden oft als Quotenaktien bezeichnet. Sie alle haben den gleichen Wert. Nennwertaktien werden allerdings nur selten ausgegeben.

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Was ist ein Aktien-CFD?

Die Abkürzung CFD steht für ‚Contracts for Difference‘, also handelt es sich um Differenzkontrakte. Somit ist ein Aktien-CFD im Grunde ein Derivat. Ein Derivat, welches auch als derivatives Wertpapier bezeichnet werden kann, ist ein Papier mit einem gewissen Basispreis, wobei die Entwicklung dieses Wertes Bestandteil des CFD-Handels ist. Kurz gesagt, der Anleger wählt eine Aktien mit einem oder mehreren Basiswerten aus. Dann entscheidet er sich quasi für eine Wette, ob der Kurs dieser Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraumes steigen oder fallen wird. Der CFD ist als von der Entwicklung des Börsenkurses abhängig.

Die Idee für den Handel mit Aktien-CFD wurde in England geboren und zwar aus dem Wunsch heraus, für den Handel mit einer Aktie nur einen Bruchteil des tatsächlichen Preises zahlen zu müssen. Wenn ein Anleger mit Aktien spekuliert, kauft er diese Aktien und verdient oder verliert durch ihren Wiederverkaufswert. Bei einem CFD erwirbt der Anleger für sein Geld nur das Recht auf den Handel mit einer bestimmten Anzahl an Anteilen, weshalb es bei diesem CFD-Handel eine gewisse Hebelwirkung gibt. Steigt der Aktienkurs um einen Euro, verdient der Anleger nicht nur 1 Euro, sondern falls er ein Aktienpaket von 50 Stück handelt, 50 Euro.

In den letzten 20 Jahren ist der Handel mit Aktien-CFD immer beliebter geworden, weil sich hier interessante Gewinne einstreichen lassen. Allerdings ist hier auch das Risiko weitaus höher. Trotzdem ist der Handel mit Aktien CFD auch für Anleger mit einem kleineren Kapitaleinsatz möglich. Trotzdem sollte sich jeder Anleger darüber im Klaren sein, dass er seine kompletten Ersparnisse verlieren kann, wenn die Aktien-CFD nicht wie gewünscht am Markt reagiert. Es handelt sich hier bei um eine hoch spekulative Anlageform.

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Der Reiz beim Handel mit Aktien-CFD

Die reizvollen Vorteile des Handels mit Aktien-CFDs liegt darin, dass auch ein Privatanleger die Hebelwirkung dieses sehr einfach konstruierten Finanzproduktes ausnutzen kann. Wenn ein Anleger mit 50 Euro in den Markt gehen, kann er bei diesem Handel bis zu 5000 Euro bewegen. Für ihn bedeutet das, selbst geringe Schwankungen im Kurs machen sich für ihn bereits bezahlt, weil er ja nicht nur eine Aktie handelt, sondern eben ein ganzes Bündel. Ähnliche Gewinne lassen sich sonst nur erzielen, wenn jemand mit einem großen Vermögen an der Börse einsteigt.

Ein Anleger kann allerdings nicht nur Aktien, sondern auch andere Produkte als Derivate handeln. Es gibt den CFD-Handel mit:

  • Rohstoffen
  • Anleihen
  • Aktien
  • Indices
  • Währungen
  • Indexfonds

Zudem ist diese Anlageform auch für weniger versierte Börsenanleger gut zu verstehen und weniger aufwendig als andere Spekulationsformen, die sonst an den Terminbörsen gehandelt werden. Trotzdem profitiert der Anleger bei der Kursentwicklung 1:1. Ein Anleger kann durch den Handel mit einem Aktien-CFD weitaus höhere Gewinne erzielen als wenn er auf die klassische Art in Aktien investiert. Schließlich benötigt er für den Handel lediglich eine Sicherheitsleistung, die auch als Margin bezeichnet wird. Diese Margin beträgt meist 10 Prozent des Wertes. Wenn ein Anleger als ein Aktienpaket im Wert von 50 Euro handeln will, muss er dafür nur 5 Euro investieren, ist aber den Gewinnen und den Verlusten beteiligt, als hätte er 50 Euro investiert. Dabei muss der Anleger allerdings unbedingt verstehen, dass er nicht nur die vollen Gewinne beim Handel einstreicht, sondern auch die Verlust im gleichen Maß tragen muss. Er kann also im schlimmsten Fall mehr Geld verlieren als nur 5 Euro, die er ursprünglich einsetzen wollte. Deswegen ist der Handel mit Aktien-CFDs eine hoch spekulative Anlageform mit einem hohen Risiko, die auf diese Art beim normalen Aktien nicht gegeben ist.

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Vorteile und Nachteile beim Handel mit Aktien

Der klassische Kauf einer Aktie ist ebenfalls eine gewisse Spekulation, denn der Anleger kauft diese Aktie in der Hoffnung, dass sie im Laufe der Zeit ihren Wert steigert. Wenn er also die Aktien für 50 Euro einkauft, hofft er darauf, dass die Kursentwicklung den Wert der Aktien mit der Zeit bei 60 oder 70 Euro beziffert. Wenn er dann diese Aktie verkauft, hat er statt der eingesetzten 50 Euro eben 60 oder 70 Euro, wobei er noch Gebühren für den Handel abrechnen muss. Allerdings ist der Preis einer Aktien an die Schwankungen des Marktes gebunden, wobei sich gute Unternehmensnachrichten meist positiv auf den Börsenkurs auswirken, während schlechte Nachrichten meist mit Kursverlusten einher gehen.

Kommt ein Unternehmen also eine Fehlinvestition oder andere Probleme in eine Schieflage, kann es sein, dass die 50 Euro Aktien plötzlich nur 20 Euro wert sind. Geht ein Unternehmen pleite, kann sogar der Gesamtbetrag verloren gehen. Macht ein Unternehmen dagegen eine großartige Erfindung, kann der Kurs plötzlich auf 100 Euro steigen. Darum ist der Handel mit Aktien ebenfalls spekulativ und kann zum kompletten Verlust der Geldanlage führen.

Jedoch empfehlen die meisten Investoren, die mit Aktien wirklich Geld verdient haben wie Warren Buffet, eine Aktie zu kaufen und erst nach 20 Jahren zu schauen, was sie wert ist. Aktien sind meist keine Geldanlage, die kurzfristig gute Gewinne einbringt oder sogar enorme Renditen versprechen. In den meisten Fällen, wenn es sich um solide Wertpapiere von großen Unternehmen handelt, kann ein Anleger mit Renditen von ein paar Prozent im Jahr rechnen. Eine jährliche Rendite zwischen 4 und 6 Prozent gilt für viele Finanzexperten als attraktiv.

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Vorteile und Nachteile beim Handel mit Aktien-CFD

Auf den ersten Blick erscheinen die Vorteile beim Handel mit Aktien-CFD als zu gut, um wahr zu sein. Schließlich braucht ein Anleger nur einen geringen Einsatz für die Margin und kann aufgrund der Hebelwirkung schnell einen fetten Gewinn einstreichen. Allerdings erinnert dieses Konzept an das System beim Roulette in der Spielbank, wo der Spieler auf rot oder schwarz setzt und entweder gewonnen oder verloren hat. Sicher kann ein Anleger beim Handel mit Aktien-CFD eine hohe Rendite auf seinen Einsatz erzielen, allerdings muss er dafür die Kursentwicklung richtig vorhersagen. Und das ist leichter gesagt als getan. Es fällt oft genug sogar Profis schwer, die Kurse einer Aktie richtig vorherzusagen. Daytrader nutzen gern die geringen Tagesschwankungen von Aktien-CFDs aus, um eine nennenswerte Rendite zu erzielen. Allerdings braucht es dafür eine solide Kenntnis der Materie, ständig aktuelle Nachrichten und ein gewisses Gespür für die weitere Entwicklung.

Die hohen Renditen, die bei Aktien-CFDs so verlockend klingen, gehen leider auch mit hohen Verlusten her und deshalb sollte sich ein Anleger, der in diesem Bereich investieren möchte, sich darüber klar sein, dass er seinen kompletten Einsatz und vielleicht sogar noch viel mehr verlieren kann. Wer einen solchen Versuch wagen will, sollte nur Geld dafür verwenden, dass er vollständig abschreiben kann. Zudem sollten Neueinsteiger in dieser Materie Vorsicht walten lassen und vielleicht einmal die Demokonten von einem Broker nutzen, um dort mit virtuellem Geld das eigene Geschick bei dieser Anlageform zu testen. Zudem sollte sich ein Neuling mit der Börsenwelt umfassend vertraut machen, um nicht blindlings in ein Abenteuer zu rennen.

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Der Vergleich von Aktien und Aktien-CFDs

Beide Anlageformen bergen ein gewisses Risiko und sollten daher nicht leichtfertig eingegangen werden. Wer sich Aktien kauft, kann mit Gewinnen rechnen, muss aber auch mit eventuellen Verlusten leben. Ähnlich sieht es bei den Aktien-CFDs aus, die ebenfalls mit hohen Renditen in kurzer Zeit locken. Auch hier besteht die Möglichkeit von interessanten Gewinnen gegen das Risiko, den kompletten Betrag zu verlieren. Es gibt viele Gründe, die für den Kauf von Aktien sprechen wie auch es auch genügend Gründe für den Einstieg in den Markt mit Aktien-CFD gibt.

Ob ein Anleger sich Aktien oder den Handel mit Aktien-CFDs entscheidet, liegt letztendlich am Anlegertyp selbst. Einige Anleger bevorzugen eine solide Form der Geldanlage und sie wählen stabile Aktienwerte für den Kauf aus, die ihnen über einen längeren Zeitraum eine kleine, aber beständige Rendite bescheren. Dafür kann der Anleger sowohl auf die Aktien von einzelnen Unternehmen setzen wie auch auf Aktien-Fonds, die eine Mischung aus Aktienpaketen verwalten und für den Anleger eine bestimmte Rendite im unteren Bereich erwirtschaften können.

Dagegen gibt es auch Anleger, die gern ein Risiko eingehen, weil sie von hohen Renditen angezogen werden. Diese Anleger investieren auch gern in den Bereich der Kryptowährungen, der ebenfalls hohe Renditen bereit halten kann, aber ähnlich spekulativ wie die Aktien CFDs ist. Dieser Anlegertyp sollte eine für ihn vertretbare Summe einsetzen, um zu sehen, ob sich sein Wunsch nach schnellen, hohen Renditen umsetzen lässt.

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Fazit:

Sowohl Aktien wie auch Aktien-CFD sind Anlageformen, die einen gewissen Reiz auf die Anleger ausüben, da sie mit guten Renditen rechnen können. Allerdings sind Aktien stabile Wertpapiere und eher für eine längerfristige Anlage gut, während Aktien-CFDs eher für jene Anleger geeignet sind, die nur kurz im Markt bleiben wollen.

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