Was sind Wertpapiere? – Die Vielfalt und Bedeutung von Wertpapieren kurz beleuchtet!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.07.2020


Wenn Anleger verschiedene Finanzmarktinstrumente vergleichen, fällt ihre endgültige Wahl oftmals auf Wertpapiere. Was ist das aber ganz genau, ein Wertpapier? Die meisten Anleger setzen Wertpapiere ausschließlich mit Aktien gleich. Ohne Frage gehören diese zwar zur Kategorie der Wertpapiere, aber längst nicht ausnahmslos.

Daneben gibt es noch einige weitere Arten (und Unterarten) von Wertpapieren. Diese werden nachfolgend im Detail vorgestellt, so dass Anleger, die sich die Frage „Was sind Wertpapiere?“ stellen, jederzeit eine ausführliche Antwort finden.

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Was sind Wertpapiere? – Einfach erklärt

Der Begriff Wertpapier ist wahrscheinlich bereits genauso alt wieder Handel an der Börse. Noch bevor dieser wie in der heutigen Zeit vollständig digital vonstattenging, musste Besitzansprüche und Nachweise über Rechte gegenüber Dritten in Form von Urkunden festgehalten werden.

Ein Wertpapier war damals also tatsächlich ein Stück Papier, das dem Inhaber die besagten Rechte zusicherte. Der Besitzer einer Unternehmensaktie konnte durch das Wertpapier nachweisen, dass er Rechte (und Pflichten) gegenüber der Aktiengesellschaft besaß. Wer hingegen im Besitz einer Anleihe – eine weitere Art von Wertpapieren – war, konnte gegenüber einem Schuldner sein Recht auf Rückzahlung inklusive Zinszahlungen geltend machen.

Was sind Wertpapiere

Heutzutage werden Wertpapiere jedoch nicht mehr in Form von Urkunden an die Anleiheinhaber oder Aktionäre herausgegeben. In den meisten Fällen würde sich dies auch als äußerst unpraktisch erweisen. Wer beispielsweise 100 Aktien einer Aktiengesellschaft kauft, würde ansonsten in der Folge 100 Schriftstücke erhalten, die er zunächst verwahren und bei einem Verkauf wieder an den neuen Besitzer übertragen müsste. Dieser Prozess würde wahrscheinlich länger dauern als viele Aktien tatsächlich im Depot der Aktionäre verbleiben.

Stattdessen werden die Urkunden heute ausschließlich noch digital in sogenannten Clearingstellen hinterlegt, der Nachweis über ein Recht eines Aktionärs liegt dadurch nur noch elektronisch vor. Bei einer Übertragung dieses Rechts, beispielsweise durch einen Verkauf der Aktie, kann die Urkunde innerhalb kürzester Zeit übertragen werden.

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Was zählt unter Wertpapiere?

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es mehrere Finanzmarktinstrumente, die der Kategorie Wertpapiere zuzuordnen sind. In der Folge werden alle Wertpapiere vorgestellt, die für Anleger im Rahmen einer Vermögensanlage interessant sind. Streng genommen gehören beispielsweise auch Schecks zur Kategorie Wertpapiere, deren Bedeutung beschränkt sich jedoch allein auf den Zahlungsverkehr. Zu den Wertpapieren, die an der Börse gehandelt werden können, zählen hingegen die folgenden:

  • Aktien
  • Anleihen
  • ETFs
  • Fonds
  • Zertifikate

Zusätzlich kann jede der Wertpapier-Kategorien in mehrere Unterarten eingeteilt werden, auf die nachfolgend teilweise noch Bezug genommen wird. Was sind Wertpapiere?

Was sind festverzinsliche Wertpapiere

Diese Frage wird insbesondere von unerfahrenen Anlegern häufig einzig mit „Aktien“ beantwortet. Damit liegen diese zumindest nicht gänzlich falsch, immerhin handelt es sich bei Aktien um das bekannteste und wahrscheinlich auch am häufigsten gehandelte Wertpapier. Anleger haben die Möglichkeit, Aktien bereits nach kurzer Zeit in ihrem Depot wieder zu verkaufen und dabei von einem kurzfristigen Kursanstieg zu profitieren. Alternativ haben sie jedoch auch die Möglichkeit, Aktien langfristig zu halten. Bei dieser Vorgehensweise spielen kurzzeitige Auf- und Abwärtstrends eher eine untergeordnete Rolle, der Fokus liegt auf einer langfristigen Wertentwicklung.

Außerdem haben Anleger dadurch die Möglichkeit, von einer jährlichen Dividendenzahlung zu profitieren. Das Recht auf Ausschüttung eines Teils des Bilanzgewinns gehört zu den Rechten und Pflichten eines Aktionärs, also eines Mitinhabers eines Unternehmens. Wenn diesen Wertpapieren ein Stimmrecht an der Jahresversammlung anhaftet, wird von sogenannten Stammaktien gesprochen. Daneben existieren außerdem Vorzugsaktien. Aktionäre erhalten in diesem Fall in der Regel eine höhere Dividende, verzichten im Gegenzug jedoch auf ihr Stimmrecht.

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Was sind festverzinsliche Wertpapiere?

Die Höhe der Dividende wird Jahr für Jahr auf der Mitgliederversammlung beschlossen. Sie kann sich also von einem Jahr zum anderen unterscheiden und sogar ganz gestrichen werden, wenn das Unternehmen zuletzt auf einige verlustreiche Jahre zurückblicken musste. Im Gegensatz zu Aktien, bei denen Aktionäre nicht gleichzeitig Gläubiger sind, handelt es sich bei Anleihen hingegen um Schuldverschreibungen. Wer Inhaber der Anleihe ist, hat dem Emittenten demnach eine bestimmte Summe für einen zuvor festgelegten Zeitraum überlassen. Im Gegenzug erhält dieser das Recht auf eine regelmäßige Zinszahlung.

Was sind festverzinsliche Wertpapiere? Dies ist neben Schuldverschreibungen, Obligationen oder Bonds ein weiterer Name für Anleihen. Diese können sowohl von Staaten als auch von Unternehmen emittiert (herausgegeben) werden. Diese leihen sich dadurch Geld von den Käufern, die die Anleihen am freien Markt erwerben. Die Höhe der Zinszahlung richtet sich nach der Bonität des Landes oder des Unternehmens.

Wertpapiere was ist das

Was bedeutet Wertpapiere im Falle von Fonds und ETFs (börsengehandelte Indexfonds)? Diese stellen eine Bündelung mehrerer Einzeltitel dar, so dass Anleger ihr Portfolio mit wenig Aufwand diversifiziert aufbauen können, ohne jeden Titel einzeln kaufen zu müssen. Was sind Wertpapiere wie Zertifikate und Optionen? Hierbei handelt es sich um Wertpapiere für Börsenprofis, da diese oftmals Derivate sind und ihren Wert somit von einem anderen Wertpapier ableiten.

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