Wichtig für Anleger – die Corona-Auswirkungen auf Unternehmen im Blick

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 11.10.2020


Die Corona-Krise hat immer stärkere Auswirkungen auf Unternehmen, die bisher als stabil und verlässlich galten. Unsicherheit macht sich bei den Anlegern breit. Wer bisher davon ausgegangen ist, dass Aktien großer Unternehmen, wie Coca-Cola oder auch Easyjet, im Portfolio für eine gewisse Sicherheit sorgten, der dürfte inzwischen eines Besseren belehrt worden sein.

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Jahresverlust für Easyjet tritt ein

Easyjet hat seit der Firmengründung schwarze Zahlen geschrieben. Ein Jahresverlust war für die Billig-Airline bisher gar nicht denkbar. Das hat sich im Jahr 2020 jedoch deutlich geändert. Die britische Fluggesellschaft gehört zu den Unternehmen, die durch die Corona-Krise besonders stark getroffen sind. Wurden zu Beginn nur einige Flüge gestrichen, sind für eine gewisse Zeit alle Maschinen gar nicht vom Boden abgehoben. Wer nun denkt, dass die Prognosen auf eine Verbesserung der Einnahmen hindeuten, der liegt falsch.

Das Geschäftsjahr des Unternehmens, welches 1995 gegründet wurde, ist im September beendet worden. Die Ergebnisse zeigen: 50 % Kundeneinbußen müssen verbucht werden. 4.500 Stellen wurden in diesem Jahr schon gestrichen, um die Kosten zu senken. Auch wenn nun wieder Flugpläne erstellt werden und Buchungen möglich sind, ist eine Auslastung nicht einmal annähernd erreicht. Es ist davon auszugehen, dass die Kapazitäten in den kommenden Monaten bei gerade einmal 25 % liegen werden.

Übrigens: Auch die Lufthansa hat nach wie vor zu kämpfen. Während in den letzten Tagen wieder ein Anstieg der Aktie verzeichnet werden konnte, gibt es aber auch Hinweise darauf, dass dieser möglicherweise nicht lange anhalten kann. Durch die zunehmenden Infektionszahlen ist zu vermuten, dass auch in naher Zukunft wieder starke Schwankungen auftreten können.

Wichtig für Anleger – die Corona-Auswirkungen auf Unternehmen im Blick

Coca-Cola streicht Stellen

Eine weitere Information, die derzeit für Sorgen auch bei den Anlegern sorgt, kommt vom beliebten Unternehmen Coco-Cola. Der Getränkehersteller kann sich seit Jahrzehnten solide am Markt halten und ist für Anleger durch seine gute Gewinnspanne immer wieder eine Aktie der ersten Wahl. Nun gibt es aber Neuigkeiten, die veröffentlicht wurden. So hat sich Coca-Cola entschieden, zahlreiche Stellen zu streichen. Knapp 500 Mitarbeiter werden ihren Job verlieren. Grund dafür ist die Schließung zweier Werke in Deutschland.

Zudem wird eine Marke aus dem Einzelhandel genommen und nur noch für den Einsatz im Gastronomiehandel zur Verfügung stehen. Es handelt sich dabei um Apollinaris. Im Einzelhandel ist der Verkauf von Wasser sehr stark umkämpft. Durch die Gründung zahlreicher Unternehmen und Hersteller in diesem Gebiet, die durch ein aggressives Marketing an den Markt gegangen sind, gingen die Verkäufe von Apollinaris stark zurück.

Interessant ist die Frage, warum diese Entscheidungen getroffen werden. Die Corona-Krise hat zumindest bei Coca-Cola an den schwarzen Zahlen in Deutschland nichts geändert. Es kommt Kritik an der Planung auf. Die NGG als Gewerkschaft macht darauf aufmerksam, dass es hier ausschließlich um eine weitere Steigerung der Gewinne geht.

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Deutsche Autobauer richten sich wieder auf

Ein Rückblick auf die Finanzkrise zeigt, dass das, was gerade passiert, schon einmal dagewesen ist. Autohersteller aus dem Premium-Segment haben in den vergangenen Monaten starke Einbußen hinnehmen müssen. Nun ändert sich dies wieder und das dank den chinesischen Investoren. Mercedes, Audi und auch BMW können sich im dritten Quartal über steigende Absatzzahlen freuen. Die Verkäufe gehen vor allem in Richtung Nahost. Gerade BMW hat hervorragende Werte, die für das angegriffene Unternehmen einen großen Schritt in die richtige Richtung bedeuten. Für den Anstieg hat jedoch nicht nur China gesorgt, sondern auch der Verkauf in Europa. Nicht ganz so optimistisch sieht das Unternehmen dagegen in Richtung Nordamerika und USA.

Aber auch Audi und Mercedes-Benz freuen sich über steigende Zahlen. China und Hongkong sind für Audi der Kundenbereich, der für die Steigerung verantwortlich ist. Im Vergleich zum vorigen Jahr zeigen sich in Bezug auf Europa keine Veränderungen. Ebenso wie bei BMW, gibt es aber auch für Audi nach wie vor Probleme mit den USA.

Mercedes-Benz selbst kann zwar auch ein Wachstum feststellen, bleibt aber hinter der bekannten Konkurrenz zurück. Die Zahlen steigen wieder, es wird aber eher eine Stabilisierung und nicht unbedingt ein deutlicher Anstieg vermerkt. Ein Minus gibt es für den Verkauf in Europa, ein Plus dagegen für China.

Für Anleger selbst sind diese Informationen durchaus von Interesse, da sie sich auch länger auf die Entwicklung der Aktien auswirken können.

die Corona-Auswirkungen auf Unternehmen im Blick

Die Post profitiert besonders durch die Krise

Während zahlreiche Unternehmen im Frühjahr die eigene Arbeit deutlich reduzieren oder auch komplett niederlegen mussten, ging es bei der Post dagegen steil nach oben. Die Verbraucher hatten kaum eine andere Wahl, als die Einkäufe nun zu bestellen. Die Auslieferungen durch die Post nahmen stark zu. Es ist zu erwarten, dass dieses Jahr für das Unternehmen eine deutliche Steigerung für den Gewinn mit sich bringt. Vor der Tür steht jetzt noch das Weihnachtsgeschäft. Dass sich diese Einnahmen und Aufträge deutlich auf die Aktie auswirken, zeigt sich jetzt an der Börse. Hier gibt es derzeit einen Anstieg von mehr als 3,5 %. Damit befindet sich die Aktie auf einen Höchststand, der das letzte Mal vor drei Jahren erreicht wurde.

Interessant zu wissen ist, dass es gerade die Expressdienste sind, die von der Lage profitieren. Für viele Menschen ist es wichtig, dass Lieferungen pünktlich an die Empfänger gehen. Das bezieht sich nicht nur auf die Versendung von Unternehmen an Unternehmen, sondern auch auf den Privatbereich. Im klassischen Postgeschäft dagegen ist kein so starker Umsatz zu verzeichnen. Es ist gerade der boomende Online-Handel, der für den Anstieg sorgt. Auch wenn inzwischen die Geschäfte wieder geöffnet haben, muss die Post bisher nicht mit einem Einbruch der Zahlen umgehen. Das hängt sicher auch mit dem Weihnachtsgeschäft zusammen, welches gerade erst in Schwung kommt. Hier werden auch gerade neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Post selbst ist auf der Suche nach mehr Mitarbeitern für das Weihnachtsgeschäft.

Für Anleger ist die Aktie der Post daher eine möglicherweise interessante Variante, die mit in das Portfolio aufgenommen werden kann. Aber auch für den Handel mit Aktien-CFDs kann sie relevant sein.

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Die Börse beruhigt sich noch nicht

Das Auf und Ab an der Börse in den vergangenen Monaten, birgt für Anleger und Investoren sowohl Risiken als auch Chancen. Jetzt melden sich immer mehr Experten zu Wort, die eine Abschätzung darüber abgeben, wie in Zukunft mit der Entwicklung der Börse gerechnet werden kann. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Unsicherheiten noch einige Zeit bestehen bleiben. Dies hängt wesentlich an zwei Faktoren:

Börsen News KW 42

Die US-Wahlen

Der Wahlkampf in den USA sorgt jeden Tag dafür, dass es zu Veränderungen an der Börse kommt. Wie die Erkrankung des derzeitigen US-Präsidenten an Corona zeigt, lassen sich die Auswirkungen solch unerwarteter Wendungen auf die internationale Börse nur schwer abschätzen. Auch die weiteren Zeiten im US-Wahlkampf nehmen daher einen klaren Einfluss auf die Börse. Klare Verhältnisse sind der Faktor, den sich Börsen-Experten wünschen. Ein neues Konjunkturpaket wird in den USA vor den Wahlen kaum noch erwartet. Bereits dieser Fakt sorgt für starke Unsicherheiten, die auch an der Börse zu erkennen sind. Investoren sehen in erster Linie die Politik der Deregulierung und auch die Steuersenkungen, die Donald Trump für Unternehmen plant und durchführt, als positiv für die Wirtschaft an. Wie sich eine Amtsübernahme durch Joe Biden auf die Börse auswirken könnte, kann derzeit nur geschätzt werden.

Noch größer sind die Sorgen jedoch in Bezug darauf, dass es keine klaren Ergebnisse aus dem Wahlkampf geben könnte. Diese Option besteht vor allem dann, wenn der Wahlausgang in eine chaotische Richtung geht. Kursverluste und starke Risiken für Investoren wären die Folge. Die Phasen der Unsicherheiten, die hier folgen, sind für die weltweite Wirtschaft nur schwer zu verkraften.

Die Corona-Pandemie

Ein weiterer wichtiger Faktor in Bezug auf die Entwicklungen der Börse ist die seit Monaten andauernde Corona-Problematik. Neben den Lockdowns, die bereits in vielen Ländern für wirtschaftliche Probleme gesorgt haben, geht die Schere der erfolgreichen und stark geschädigten Unternehmen immer weiter auseinander. Dabei trifft es auch große Unternehmen, die für Investoren in ihrem Portfolio eine wichtige Bedeutung haben. Wer hier nicht die Möglichkeit hat, seine Aktien länger zu halten und Spekulationen für sich zu nutzen, der steht vor der Frage, wie er mit seinen Investitionen weiter verfahren kann.

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Aktien-CFDs bieten gute Chancen

Anleger, die im Rahmen der derzeitigen Entwicklungen auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitieren zu können, können auf Aktien-CFDs setzen. Der Kauf einer Aktie ist bei CFDs nicht notwendig. Hier wird mit dem eigenen Einkommen nur auf die Kursentwicklungen gesetzt. Anleger sollten bei dieser Form der Spekulation jedoch noch mehr auf die Entwicklungen am Markt setzen.

Die Kosten für Aktien-CFDs können überschaubar gehalten werden. Durch den Einsatz von Hebeln ist es aber auch möglich, mit höheren Investitionen zu arbeiten. Dabei ist immer zu bedenken, dass es zu hohen Verlusten kommen kann.

Wer bisher noch gar keine Erfahrungen im Bereich der Investitionen über CFDs hat, kann mit einem Demokonto arbeiten. Das CFD Demokonto ermöglicht den vollen Zugriff auf die Handelsplattform, die Tools und auf den Marktplatz. Positionen können in der gewünschten Höhe eröffnet werden. Gleichzeitig besteht die Option, die Entwicklungen zu prüfen und zu beobachten. Dabei wird jedoch kein Guthaben in Gefahr gebracht. Gerade für die Ausarbeitung einer Strategie ist das Demokonto wertvoll.

Entwicklung an der Börse

Fazit: Bei Investitionen auf nationale und internationale Nachrichten achten

Die oben durchgeführte Zusammenfassung in Bezug auf die Unternehmen, die durch die Corona-Krise profitiert oder starke Verluste eingefahren haben, macht deutlich, dass Firmen auf der ganzen Welt betroffen sind. Für Anleger ist es daher unbedingt zu empfehlen, nicht nur die nationalen Nachrichten zu beachten, sondern auch die internationalen Informationen im Blick zu behalten. Dadurch kann im eigenen Broker-Konto besonders schnell reagiert werden. Dies gilt für den CFD-Handel mit Aktien ebenso, wie für den Handel mit Forex.

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