Libra Mining – Alles zur Libra Mining Hardware und Libra Mining Software!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 06.12.2019


Seit der Veröffentlichung von Bitcoin im Jahr 2009 haben Kryptowährungen stetig an Bedeutung gewonnen. Die digitalen Zahlungsmittel basieren zumeist auf einer sogenannten Blockchain, einer öffentlichen Datenbank. Auch die Social-Media-Plattform Facebook möchte im Jahr 2020 mit Libra in den Markt einsteigen. In verschiedenen romanischen Sprachen bedeutet Libra „Pfund“.

Ziel ist es, dass jeder Nutzer die digitale Währung an andere Nutzer versenden kann, über Landesgrenzen hinweg. Auch Menschen, die bislang über kein Bankkonto verfügen, sollen somit einfache elektronische Zahlungen ermöglicht werden. Aber wird es auch möglich sein, den Facebook-Coin zu „schürfen“? In diesem Ratgeber beschäftigen wir uns mit dem Thema Libra Mining.

  • Die Kryptowährung „Libra“ soll 2020 auf den Markt kommen.
  • Mit Libra sollen auch Menschen ohne Bankkonto elektronische Zahlungen tätigen können.
  • Das Libra Mining wird zunächst nur autorisierten Mitgliedern möglich sein.
  • Alternativen zum Libra Coin Mining sind zum Beispiel das Bitcoin oder Ethereum Mining.

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Was ist Libra?

Bei Libra handelt es sich um eine digitale Währung, die derzeit noch nicht auf den Markt gebracht wurde. Auf der offiziellen Libra Webseite sind die Aussagen zu der Facebook Währung zudem sehr vage, so dass noch immer nicht ganz klar ist, was Libra letztendlich ausmachen soll.

Libra Mining

Dies ist über Libra bisher schon bekannt:

  • Ziel soll es sein, mit Libra eine weltweit akzeptierte Digitalwährung zu erschaffen.
  • Einfaches Versenden und Empfangen von Geld: Mit Libra sollen die Nutzer digitales Geld empfangen sowie an andere Nutzer versenden können. Dies soll mit Hilfe von Smartphone Apps funktionieren.
  • Zahlungen ohne Bankkonto: Eine Besonderheit von Libra ist die Tatsache, dass die Nutzer kein Bankkonto benötigen. Sie brauchen lediglich eine App, in der sie die Libra Coins verwalten können. Hierfür hat Facebook das Tochterunternehmen Calibra gegründet, das später einmal die Wallet-App dafür bereitstellen soll.
  • Unabhängiges Unternehmen: Ausschließlich über sein Tochterunternehmen Calibra gehört Facebook zu den Gründungsmitgliedern der Libra Association. Damit handelt es sich nicht um ein reines Facebook-Projekt.
  • Start von Libra 2020: Als offizieller Startzeitraum wurde das erste Halbjahr 2020 genannt.

Nach Angaben der Libra Association soll mit dem Libra Coin eine Kryptowährung entstehen, die auf einer Blockchain Technologie basiert. Damit klingt Libra erst einmal nach einer Digitalwährung wie zum Beispiel Bitcoin. Diese tauchte in den vergangenen Jahren durch große Kursschwankungen und Spekulationen vielfach in der Presse auf.

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Was unterscheidet Libra von anderen Kryptowährungen?

Libra will jedoch anders sein als bereits bekannte Digitalwährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple. Libra zeichnet sich vor allem durch die nachfolgend genannten Punkte aus.

1. Stabile Währung

Es ist vorgesehen, dass Libra durch Reserven gedeckt ist. Das bedeutet, dass es für jeden ausgegebenen Libra Coin einen Gegenwert in einem sogenannten Währungskorb geben wird, den die Libra Association verwaltet. Der Libra Kurs soll demnach an diesen Währungskorb geknüpft sein und damit möglichst stabil bleiben. Somit dürfte Libra für Spekulanten eher uninteressant sein, weil sie nicht wie bei Bitcoin mit größeren Kurssprüngen rechnen können.

2. Schnelle Datenbank

Die die zentrale Datenbank von Libra ist im Gegensatz zur typischen Blockchain-Programmierung auf Schnelligkeit ausgelegt. So soll Libra künftig dazu in der Lage sein, pro Sekunde bis zu 1.000 Transaktionen zu verarbeiten. Im Vergleich dazu schafft Bitcoin gerade einmal sieben Transaktionen in der selben Zeit.

Auch der Umwelt könnte diese Schnelligkeit zugute kommen, da Kryptowährungen bekanntermaßen enorm viel Strom verbrauchen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie energieaufwändig Libra wirklich sein wird. Denn auch diese Datenbank Rechner könnte nicht ohne Strom und Kühlsysteme, die große Mengen Wasser benötigen, funktionieren.

Libra Coin Mining

3. Reglementiertes Libra Mining

Eine weitere Besonderheit betrifft das Libra Mining. So dürfen ausschließlich Mitglieder, die von der Libra Association autorisiert wurden, die Kryptowährung Libra durch Rechenleistung erzeugen. Nur sie verfügen über die entsprechende  Libra Mining Hardware und eine Libra Mining Software. Dagegen kann bei anderen Digitalwährungen wie zum Beispiel Bitcoin jeder Nutzer neue Coins erzeugen, der über eine leistungsstarke Hardware verfügt.

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Libra Coin Mining: Zunächst nur für autorisierte Mitglieder

Das Libra Coin Mining wird also zunächst nicht möglich sein. Woran liegt das? Die Libra Association legt mit dem Testnet den Grundstein für die Erschaffung eines genehmigungsfreien Systems. Zwar gibt es wirtschaftliche und technische Herausforderungen, die zusammen mit der Open Source Community gelöst werden müssen, um das Vorhaben umzusetzen. Nach Aussage des Libra Entwicklungsteams kann das Libra Netzwerk sein vollständiges Potenzial jedoch nur als genehmigungsfreies Netzwerk erreichen.

Aus diesem Grund wird die Analyse und Implementierung der Umstellung in Zusammenarbeit mit der Community eine der Aufgaben der Association sein. Diese Umstellung soll höchstens fünf Jahre nach der öffentlichen Einführung der Libra Blockchain beginnen.

Libra-Blockchain soll nach fünf Jahren für alle Teilnehmer offen sein

Der Grundgedanke von Libra ist, dass die Libra Blockchain für jeden Teilnehmer offen ist. Jeder Nutzer, jeder Entwickler und jedes Unternehmen sollen das Netzwerk nutzen, Produkte dafür entwickeln und über die eigenen Dienstleistungen zur Wertschöpfung beitragen können. Durch den offenen Zugriff soll gewährleistet werden, dass das Netzwerk von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann. Darüber hinaus soll somit ein gesunder Wettbewerb gefördert werden, von dem die Verbraucher profitieren. Dieses Konzept basiert auf dem Ziel, für die ganze Welt inklusivere Finanzoptionen zu schaffen.

Libra Mining Pool

Mining Alternativen: Beispiel Ethereum

Wer so lange nicht warten möchte, hat hinsichtlich des Minings viele alternative Möglichkeiten. So ist neben dem Bitcoin Mining ist zum Beispiel auch das Ethereum Mining für Miner interessant. Ethereum zählt zu den Top Kryptowährungen und belegt nach Bitcoin den zweiten Platz in der Krypto-Liste.

Wie bei allen Kryptowährungen müssen auch bei Ethereum Transaktionen validiert werden. Ohne diese Bestätigungen wäre das System nicht vor Betrug sicher. Eine weitere, damit verbundene Funktion des Minings ist, dass mit jedem bestätigten Datenblock neue Coins generiert werden. Daher kommt auch die Analogie der Bezeichnung Mining. Ähnlich wie Goldschürfer oder Bergarbeiter „schürfen“ die Miner nach den Coins. Natürlich handelt es sich dabei nur um eine Metapher. Es gibt keine echten Minen, aus denen Kryptowährungen ausgegraben werden.

Wie funktioniert Ethereum Mining?

Im Prinzip ist das Ethereum Mining beinahe identisch mit dem Bitcoin Mining. Beide Systeme basieren noch auf dem Proof-of-Work (Arbeitsnachweis). Die Miner setzen ihre Rechner ein, die für die Bestätigung von Transaktionen schwierige Berechnungen durchführen müssen. Der Computer eines Nutzers, der zuerst die richtige Lösung findet, erhält eine Belohnung in Form von Ether.

Findet der Miner einen Hash, der dem derzeitigen Ziel entspricht, wird der Datenblock über das Ethereum-Netzwerk versendet, damit jeder Knoten seine eigene Kopie des Ledgers bestätigen und den neuen Datenblock hinzufügen kann. Nach Beendigung dieses Vorgangs wird der neue Block an die Kette angehängt. Anschließend beginnt der Prozess von vorne und die Miner suchen erneut nach der Lösung des nächsten Datenblocks.

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Mining-Pool und Cloud-Mining

Im Falle von Bitcoin oder Ethereum lohnt sich das Krypto-Mining für einen einzelnen Miner mitunter nicht mehr, weil die Kosten für die benötigte Hardware und Software sowie der Stromverbrauch viel zu hoch sind. Aus diesem Grund greifen Nutzer heute vielfach auf sogenannte Mining-Pools oder Cloud-Mining-Verträge zurück. Derzeit gibt es noch keinen Libra Mining Pool und auch das Libra Cloud Mining ist nicht möglich.

Deshalb erklären wir die Vorteile dieser Mining-Varianten wiederum am Beispiel von Ethereum. Das Mining in einem Pool ist der schnellste und einfachste Weg und für Einsteiger gut geeignet. Hierbei schließen sich mehrere Nutzer zu einem Mining-Pool, also einer Gruppe, zusammen. Im Falle einer richtigen Lösung für einen Datenblock wird die Belohnung unter den Mitgliedern aufgeteilt.

Bei der Wahl eines Mining-Pools gilt es vor allem folgende Dinge zu beachten:

  • Pool-Größe: Einerseits erhöht ein größerer Mining-Pool die Wahrscheinlichkeit, eine richtige Lösung zu finden. Auf der anderen Seite muss die Belohnung dann auch immer auf mehr Teilnehmer aufgeteilt werden.
  • Pool-Gebühr: Das Betreiben eines Mining-Pools ist geld- und kostenintensiv. Aus diesem Grund müssen die Mitglieder in der Regel eine Gebühr zahlen, damit der Pool in Betrieb gehalten werden kann. Die Pool-Gebühr liegt zumeist zwischen einem und drei Prozent.

Beim Cloud-Mining handelt es sich um eine Art gemietetes Mining. Ein Unternehmen führt gegen ein Entgelt für den Kunden das Mining durch. Die Vorteile liegen vor allem darin, dass der Nutzer selbst keine teure Hardware anschaffen muss. Er muss das Geld jedoch im Voraus zahlen.

Libra Mining Hardware

Ist Libra eine Zukunftswährung?

Obgleich das Libra Coin Mining zumindest in den ersten Jahren nicht möglich sein wird, werden Trader die Facebook Kryptowährung vermutlich auf verschiedenen Börsen kaufen können. Aber was macht Libra für Trader so interessant?

Libra soll eines der Probleme zahlreicher Digitalwährungen lösen helfen: die Volatilität des Kurses, die eine Verwendung als Währung schwer macht. Aus diesem Grund wird der Wert von Libra wie eingangs erwähnt an einen Währungskorb gebunden sein, der Devisen wie US-Dollar und Euro enthält. Die Libra Association hält zur Sicherung des stabilen Libra Kurses ein Reserve Guthaben in Wertpapieren und Währungen. Je nach Nachfrage soll die Organisation in der Lage sein, neue Währungseinheiten zu schaffen.

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Die Wallet-App Calibra

Parallel zum Libra-Projekt entwickelt Facebook mit Calibra derzeit die digitale Geldbörse, über die Nutzer später ihr Libra Guthaben verwalten können. Dazu müssen sie aber keine Nutzer der Messageing-Apps oder ein Facebook-Mitglied sein.

Bevor die Wallet-App Calibra verwendet werden kann, ist eine Identifizierung notwendig, bei der die User online ihren Personalausweis vorzeigen müssen. Das Aufladen von Guthaben soll in erster Linie per Überweisung von einem Girokonto aus erfolgen. Mit Calibra wird es möglich sein, Zahlungen über einen QR-Code vorzunehmen und Geld an andere Nutzer des Facebook-Coins zu senden. Darüber hinaus wird es ein Feature geben, um die Summe einer Rechnung unter verschiedenen Personen aufzuteilen.

Die mobile Anwendung soll mit den Instant-Messaging-Anwendungen Facebook Messenger und WhatsApp verknüpft werden, sodass auch Laien unkompliziert auf ihr Guthaben zugreifen können.

Libra Mining Software

Einkaufen mit Libra: So soll es möglich sein

Für die Nutzer sollen Überweisungen mit Libra künftig so einfach wie möglich sein. Sie können zum Beispiel mit dem eigenen Smartphone im Restaurant bezahlen, eine Fahrkarte kaufen oder Geld an Freunde oder Familienmitglieder versenden. Dafür gibt es, wie soeben erwähnt, von dem Facebook Tochterunternehmen Calibra die gleichnamige Wallet-App, in der die Nutzer ihre Libra-Coins verwalten. Die App wird direkt in die zu Facebook gehörenden Anwendungen (z. B. WhatsApp) eingebunden sein.

Laut Angabe von Facebook soll Calibra unabhängig von Facebook funktionieren und keine persönlichen Daten teilen. Schnittstellen zu Facebook gibt es allerdings. Andersherum benötigen die Nutzer keinen WhatsApp- oder Facebook-Account, um Calibra zu nutzen.

Um mit Calibra beginnen zu können, müssen die persönlichen Angaben bestätigt werden (Verifizierung). Calibra sieht vor, in den Ländern, in denen die mobile Anwendung auf den Markt kommt, die Auflagen der dortigen Finanzaufsichtsbehörde zu erfüllen. Der Konzern wird somit den lokalen Regulierungsbehörden unterliegen. Vergleichbar ist dies mit FinTech-Banken, welche technologische und digitale Neuerungen im Finanzbereich anbieten.

Die digitale Währung Libra will internationale Zahlungen günstiger und einfacher machen. So sollen auch Menschen, die kein Bankkonto besitzen, mit Calibra dazu in der Lage sein, Guthaben zu verwalten und Geld anzusparen. Hierzu erläutert die Libra Association, dass auf der ganzen Welt 1,7 Milliarden Menschen kein Bankkonto besitzen bzw. keinen Zugang zum Finanzsystem haben. Zwei Drittel von ihnen verfügen jedoch über ein Mobiltelefon und könnten somit Libra nutzen.

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Fazit: Libra Mining ist noch nicht möglich

Der offizielle Start von Libra soll laut Facebook 2020 sein. Bis dahin können lediglich ausgewählte Personen und Entwickler die neue Währung testen. Vermutlich wird Libra zum Start nur in gewissen Ländern zur Verfügung stehen, die digitale Währungen erlauben. Welche Länder dies sein werden und ob Deutschland dazu zählt, lässt sich heute noch nicht genau sagen. Derzeit prüft die amerikanische Finanzaufsicht SEC eingehend die Pläne des Konzerns. Experten gehen davon aus, dass sich die Einführung von Libra noch weiter verzögern könnte.

Libra Cloud Mining

Setzt sich Libra einmal so durch, wie es sich der Konzern vorstellt, so wird Bargeld in der Zukunft so gut wie überflüssig. Das Land Schweden macht es bereits vor, wie eine Gesellschaft funktionieren kann, die praktisch ohne Bargeld auskommt. Mit Libra plant Facebook nun eine alternative digitale Währung, über die kein Staat die Kontrolle hat. Diese übernimmt ein Konsortium von Unternehmen.

Eine häufig gestellte Frage von Investoren hinsichtlich der Kryptowährung Libra ist, ob es möglich sein wird, Libra Coins zu schürfen. Laut Facebook wird das Libra Mining nach dem Start von Libra zunächst nur ausgewählten Teilnehmern möglich sein. Frühestens nach fünf Jahren soll die Libra-Blockchain geöffnet werden und allen Nutzern zugänglich sein. Wer so lange nicht warten möchte, kann auf andere Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum zurückgreifen und diese über das jeweilige Netzwerk „minen“.

Grafikquelle:

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