Lohnen sich langfristige Investments in Kryptowährungen?

By | 10. August 2017

Inhaltsverzeichnis

  • Was spricht für die konstante Wertsteigerung?
  • Wo liegen Risiken der Kryptowährungen?
  • Hohe Einstiegshürden bei Bitcoins und Ethereum
  • Für langfristiges Investment kleinere Kryptowährungen beachten
  • Die Alternative: Investitionen in ETFs
  • Fazit: Langfristige Investitionen in Kryptowährungen mit hohem Risiko verbunden
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Wer mit Ethereum, Bitcoins oder anderen digitalen Währungen handelt, möchte in aller Regel auf kurze Sicht hohe Gewinne erwirtschaften. Nur wenige Anleger befassen sich mit den langfristigen Kurspotenzialen der Kryptowährungen, die aber unter Umständen vielversprechend sein könnten. Doch lohnt sich ein Investment in die Devisen auf lange Sicht tatsächlich? Welche Chancen und Risiken das Trading hat, zeigt der folgende Ratgeber.

Was spricht für die konstante Wertsteigerung?

In den vergangenen Monaten und Wochen haben Kryptowährungen vor allem deshalb auf sich aufmerksam machen können, weil sich ihr Wert äußerst volatil entwickelt hat. Kurssprünge von weit über 10 Prozent pro Tag waren keine Seltenheit, sondern oftmals die Regel. Nur wenige Anleger dürften sich dabei mit den langfristigen Kursprognosen befasst haben, sondern maximal einige Monate in die Zukunft blicken. Doch Befürworter der digitalen Währungen gehen durchaus von einer Konstanz im Markt aus:
  • Zahlungsmittel: Auch wenn es sich bei Bitcoins, Ether und Co. aktuell eher um ein spekulatives Finanzinstrument handelt, so sind die digitalen Devisen doch ursprünglich als Währung konzipiert worden. Wenn es nach den Fürsprechern geht, soll mit den Währungen in Zukunft tatsächlich sowohl im Online-Handel als auch im stationären Geschäft bezahlt werden.
  • Inflation: Derzeit werden in großen Rechenzentren täglich weitere Bitcoins und Einheiten anderer, digitaler Währungen hergestellt. Allerdings kann dieser Prozess – anders als bei herkömmlichen Währungen – nicht einfach unendlich lange wiederholt werden. Denn die Zahl der maximal verfügbaren Bitcoins ist aufgrund technischer Gegebenheiten auf 21 Millionen Stück begrenzt.
Steigt die Nachfrage nach den Bitcoins weiter, so wirkt sich das langfristig äußerst positiv auf die Kurse aus. Schließlich ist das Angebot begrenzt und kann nicht einfach erweitert werden. Auf Dauer könnte die sehr volatile Spekulationsnachfrage zudem von der tatsächlichen, wirtschaftlichen Nachfrage abgelöst werden. Zumindest erhoffen sich die Befürworter, dass Bitcoins, Ether und Co. in Zukunft auch als Zahlungsmittel verwendet werden.
Es gibt durchaus gewisse Argumente, die für eine deutlich konstantere und länger anhaltende Entwicklung der digitalen Währungen sprechen. So könnten die Devisen in Zukunft tatsächlich im alltäglichen Zahlungsverkehr eingesetzt werden, was ihren Wert nachhaltig steigern würde. Weil gleichzeitig die Anzahl der Währungseinheiten von technischer Seite begrenzt ist, kommt es dann zwangsweise zu weiteren Kursanstiegen.
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Wo liegen Risiken der Kryptowährungen?

Bei aller Euphorie müssen sich langfristig orientierte Anleger aber auch intensiv mit den Risiken der Kryptowährungen befassen – und die sind nicht zu unterschätzen. Zunächst stellt sich die Frage, warum die Kurse der Devisen in den vergangenen Monaten so stark gestiegen sind. Schuld hieran sind offensichtlich Spekulanten, die immer stärker in den Markt strömen. Jeder Anleger möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Das Problem: Auch unerfahrene Kleinanleger zieht es mehr und mehr in den Handel. Problematisch wird diese Blase dann, wenn sie zu groß wird. Sollten einige Anleger ihre Gewinne im großen Stil mitnehmen wollen, droht eine Kettenreaktion, die auch schon die „richtigen“ Finanzmärkten heimgesucht hat:
  1. Anleger verkaufen ihre Devisen, um erzielte Gewinne zu sichern.
  2. Dadurch bedingt sinken die Kurse für die Kryptowährungen, weil sich das Angebot auf dem Markt erhöht.
  3. Gerade Kleinanleger bekommen in solchen Situationen Panik und verkaufen ihre Devisen ebenfalls.
  4. Es kommt zu weiteren Kursverlusten, die wiederum noch mehr Verkäufe nach sich ziehen.
Selbstverständlich muss es nicht zwangsläufig zu einem derartigen Szenario kommen, aus Sicht vieler Finanzmarktexperten ist das aber durchaus wahrscheinlich. Gegen eine konstante Wertentwicklung – die gerade bei der langfristigen Geldanlage wichtig ist – spricht auch, dass die Währungen in gewisser Weise untereinander konkurrieren. Selbst wenn sich Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablieren sollten, so könnten doch längst nicht alle Devisen am Markt bestehen. Vermutlich würde es auf eine oder maximal zwei unterschiedliche Devisen hinauslaufen. Punkt drei, der gegen das langfristige Investment spricht, ist die fehlende staatliche Regulierung. Es gibt keine Sicherheit bei Investitionen in Kryptowährungen, keine Aufsicht und keine Behörde, die Verbraucher schützt. Kommt es zu Unstimmigkeiten oder Problemen, so sind die Anleger praktisch auf sich alleine gestellt.
Zwar konnten Kryptowährungen in den letzten Monaten starke Kursgewinne verzeichnen, doch wirklich konstant verlief die Entwicklung nicht. Immer wieder kommt es zu Kurseinbrüchen, die vor allem auf eines hindeuten: eine Spekulationsblase. Anleger nehmen regelmäßig Gewinne mit, was zu den Verlusten führt. Zudem kommt es zu Panikverkäufern gerade von Kleinanlegern, die in die Spekulationsblase eingestiegen sind. Auch die fehlende staatliche Regulierung spricht dagegen, dass sich die Devisen zukünftig konstanter entwickeln werden.
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Hohe Einstiegshürden bei Bitcoins und Ethereum

Ein weiteres Problem, dass sich gerade für Kleinanleger auftut, sind die derzeit hohen Kurse von Bitcoins und Ethereum. Wer auch nur einen einzigen Bitcoin erwerben möchte, zahlt rund 2.500 Euro – ein stolzer Betrag. Problematisch ist das insofern, als dass langfristig orientierte Anleger ihr Kapital in der Regel monatlich sparen:
  • Zwischen 50 und 200 Euro legt der durchschnittliche Sparer jeden Monat zur Seite.
  • Im Idealfall wird dieses Kapital aber nicht auf ein Tagesgeldkonto gelegt, sondern direkt an den Märkten investiert.
  • Wer hierfür Bitcoins nutzen möchte, kann bei derartigen Sparraten nur alle 12 bis 48 Monate eine (!) Einheit der Währungseinheit kaufen.
  • Dadurch kann der Trader nicht vom sogenannten Cost-Average-Effekt profitieren, der sonst bei der langfristigen Geldanlage äußerst positiv zu bewerten ist.
Info: Der Cost-Average-Effekt entsteht, wenn Anleger Finanzinstrumente nicht einmalig, sondern zu mehreren, verschiedenen Zeitpunkten erwerben. So entgehen sie der Gefahr, zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzukaufen. Vielmehr ergibt sich ein durchschnittlicher Preis, der den tatsächlichen Wert der Finanzprodukte zu diesem Zeitpunkt widerspiegelt.
Wer in Bitcoins investieren möchte, zahlt für eine Einheit der Währung derzeit rund 2.500 Euro – ein hoher Wert. Gerade Sparer haben das Problem, dass sie jeden Monat nur rund 50 bis 200 Euro zur Seite legen. Es dauert also einige Monate, bis überhaupt die erste Einheit der digitalen Devise erworben werden kann.
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Für langfristiges Investment kleinere Kryptowährungen beachten

Schon deutlich sinnvoller für langfristig orientierte Anleger könnten die derzeit noch unbedeutenden Kryptowährungen sein, um die noch kein regelrechter Hype entstanden ist. Auf dem Markt gibt es weit mehr als Bitcoins und Ethereum. Der Vorteil: Diese Währungen sind noch vergleichsweise gering bewertet, teilweise kosten einzelne Währungseinheiten nur zwischen 1 und 10 Euro. Somit können die monatlichen Sparraten deutlich besser auf die Märkte verteilt werden. Aber: Ein solches Investments ist relativ spekulativ. Anleger setzten darauf, dass sie in das neue Bitcoin investieren und bauen nicht nachhaltig Vermögen auf. Sollte es zu Kursanstiegen bei den Devisen kommen, kann binnen weniger Jahre viel Rendite erwirtschaftet werden. Floppt die Währung, ist das Kapital verloren. Für eine gewisse Minderung des Risikos bzw. eine Erhöhung der Chancen können Anleger sorgen, indem sie in mehr als nur eine einzige Kryptowährung investieren. Wer gleich 5 bis 10 verschiedene, weniger bekannte Währungen ins Portfolio aufnimmt, der erhöht die Wahrscheinlichkeit, eine in Zukunft erfolgreiche Devise zu treffen. Aufgrund der hohen Wertsteigerungen dürfte dieser eine „Treffer“ ausreichen, um die Verluste aus den anderen Investments wieder auszugleichen.
Wer langfristig in Kryptowährungen investieren möchte, sollte sich nicht nur auf Bitcoins und Ethereum fokussieren. Denn die Devisen sind derzeit bereits hoch bewertet und machen es schwierig, monatlich einen fixen Betrag in die Währungseinheiten zu investieren. Sinnvoller kann es sein, auf die derzeit noch unbekannten Devisen zu setzen. So bauen Anleger allerdings nicht nachhaltig Vermögen auf, sondern platzieren mehr oder minder Wetten.
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Die Alternative: Investitionen in ETFs

Für langfristige Investments, die auch nachhaltig Vermögen aufbauen, eignen sich Kryptowährungen nur bedingt. Zu groß sind die Unsicherheitsfaktoren, als dass wirklich in der Zukunft mit dem Vermögenszuwachs kalkuliert werden könnte. Deutlich sinnvoller ist es für vorausschauende Anleger, ihr Kapital in ETFs fließen zu lassen. Auch die Stiftung Warentest und andere Verbraucherorganisationen empfehlen derlei Investments. Denn:
  • ETFs sind im Unterhalt äußerst kostengünstig.
  • Die Indexfonds streuen das Kapital von Anlegern breit auf eine ganze Reihe von Einzelwerten. Somit wird das Portfolio stark diversifiziert, was es auf lange Sicht recht resistent vor Kurseinbrüchen macht.
  • Zudem bilden die Indexfonds meist einen großen Index wie etwa den DAX oder den MSCI World ab. Auf lange Sicht gewinnen diese Indizes meist recht stark an Wert, was sich dann positiv auf die Rendite der Anleger auswirkt.
Beliebt sind die Finanzinstrumente auch, weil Anleger jeden Monat einen festen Betrag in die Indexfonds investieren können. Bei vielen Brokern sind derlei Sparpläne sogar vollkommen kostenfrei nutzbar, die Sparraten beginnen schon ab 25 bis 50 Euro.
Wer wirklich langfristig und nachhaltig Kapital aufbauen möchte, sollte statt auf Kryptowährungen besser auf Indexfonds setzen. Die Finanzinstrumente entwickeln sich auf lange Sicht äußerst konstant und sind noch dazu renditestark. Weil sie im Unterhalt günstig sind, fressen die Kosten nur einen kleinen Teil der erwirtschafteten Rendite wieder auf.
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Fazit: Langfristige Investitionen in Kryptowährungen mit hohem Risiko verbunden

Zwar gibt es durchaus Argumente dafür, dass sich digitale Währungen in den kommenden Monaten und Jahren stabilisieren werden, doch genauso viele Faktoren sprechen dagegen. Konstanter, nachhaltiger Vermögensaufbau ist mit den Devisen kaum möglich. Sinnvoller ist es für langfristig orientierte Anleger, ihr Kapital in monatlichen Raten in ETF-Sparpläne fließen zu lassen. Jetzt beim Broker anmelden: www.etoro.com

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