Was sind Litecoins? – Die beliebte Kryptowährung LTC für Anleger erklärt!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 02.03.2020


Angesichts des steilen Höhenfluges des Bitcoin in 2017 sind auch andere Kryptowährungen für Anleger zunehmend interessant. Dazu gehören auch Litecoins, eine Digitalwährung, die bereits seit 2011 existiert und mittlerweile eine Marktkapitalisierung von mehr als 3 Mrd. US$ erreicht hat. Für Investoren, die über eine Geldanlage in diesem Bereich nachdenken, soll hier auf die Fragen „Was sind Litecoins?“ und „Wie funktionieren Litecoins?“ eingegangen werden.

Ein Überblick über Litecoin und seine Funktion

Den Litecoin, abgekürzt Ł oder LTC, gibt es bereits seit Oktober 2011. Vor allem die Quellcodes sind fast identisch. Die technischen Grundlagen sind denen des Bitcoin ähnlich. Auch der Litecoin basiert auf der sogenannten Blockchain. Das globale Netzwerk aller Litecoin-Nutzer verwaltet die Kryptowährung dezentral, die Erstellung von und die Transaktionen mit Litecoins basieren auf einem Open Source Verschlüsselungsprotokoll.

Was sich unterscheidet, sind hauptsächlich die Zeiten, die für die Erstellung der Blöcke aufgewendet werden. Beim Bitcoin dauert die Erstellung eines Blockes zehn Minuten, beim Litecoin nur 2,5 Minuten. Damit schafft das Litecoin-Netzwerk auch insgesamt viermal so viele Einheiten wie das Bitcoin-Netzwerk. Die finale Anzahl der möglichen Litecoins geht somit gegen 84 Millionen. Auch der Algorithmus für das sogenannte „Mining“, auf deutsch Schürfen, unterscheidet sich von dem des Bitcoin. Blöcke werden basierend auf einer kryptologischen Hashfunktion generiert. Das Besondere am Algorithmus des Litecoin: Er ist CPU- und GPU-optimiert und damit speziell auf PCs, also den Einsatz beim Endnutzer, zugeschnitten. Für das Litecoin-Mining tun sich vielfach Nutzer zu Interessengemeinschaften zusammen, während das Bitcoin-Mining vorwiegend in den Händen von zahlungskräftigen Betreibern großer Server liegt.

Wie funktionieren Litecoins?

Die Blockchain des Litecoin erlaubt Nutzern, mit der Kryptowährung ebenso zu handeln, zu spekulieren oder Zahlungsvorgänge abzuwickeln wie mit dem Bitcoin. Auch das Bezahlen mit der digitalen Währung ist möglich, allerdings wird sie noch nicht so verbreitet akzeptiert, wie es beim Bitcoin der Fall ist.

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Welche Vorteile bietet Litecoin?

Seit fast sieben Jahren ist Litecoin nun am Markt und hat sich gut gehalten. Die Durchsetzung gegenüber anderen Kryptowährungen erklärt sich vermutlich aus den schnelleren Blockzeiten. Auch die höhere Endmasse von 84 Mio. Litecoin trägt dazu bei.

Außerdem ist die Handhabung unkompliziert, verhältnismäßig anonym und dezentral durch das Peer-to-Peer Netzwerk. Die schnellere Erstellung der Blöcke sorgt zudem für geringere Transaktionsgebühren, als sie beispielsweise beim Bitcoin anfallen.

Litecoins – wie unterscheiden sie sich vom Bitcoin?

In vielem ähneln sich Litecoin und Bitcoin, allerdings gibt es auch Unterschiede. Will man Kryptowährungen als Geldanlage nutzen, sollte man sich im Vorfeld mit den Charakteristika beschäftigen. Deshalb hier die wesentlichen Merkmale, die den Litecoin vom Bitcoin abgrenzen.

    • Schnelligkeit

Transaktionen mit Litecoin laufen wesentlich schneller ab. Die Erstellung der Blöcke in der Litecoin Blockchain ist viermal so schnell wie beim Bitcoin. Es gibt daher keine Wartezeiten, hohe Gebühren und – wie beim Bitcoin – Prioritätszahlungen. Ein Litecoin-Block wird innerhalb von 2,5 Minuten erstellt, beim Bitcoin dauert dies 10 Minuten!

    • Finale Anzahl

Da die Blockbearbeitung und damit auch das Mining viermal so schnell sind wie beim Bitcoin, ist auch die endliche Anzahl der Einheiten viermal so hoch. In vorhersehbarer Zukunft liegt die Obergrenze der möglichen produzierten Litecoins bei 84.000.000 Einheiten.

    • Verbreitung

Der Litecoin als alltagstaugliches Zahlungsmittel ist noch nicht so verbreitet wie etwa der Bitcoin, aber hier ist mit einer positiven Entwicklung zu rechnen.

    • Algorithmus

Der Litecoin verwendet im Proof-of-Work-Algorithmus „srypt“, der Bitcoin nutzt SHA256. Der Algorithmus des Litecoin ist durch die CPU-Optimierung gewissermaßen „demokratischer“, denn er gibt den Nutzern mehr Möglichkeiten, sich an der Erstellung zu beteiligen, während beim Bitcoin eine gewisse Solvenz für den Unterhalt der leistungsstarken Server nötig ist. Der Litecoin-Algorithmus ist nach Angaben der Entwickler überdies sicherer gegen Angriffe von Hackern, als dies beim Bitcoin der Fall ist.

Was die Schnelligkeit, Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit angeht, hat das Entwicklerteam rund um den Litecoin also schon früh die Limitierungen des Bitcoin erkannt und daraus gelernt!

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Wie kann man Litecoins kaufen?

Nachdem nun einige grundlegende Fragen zum Thema Was sind Litecoins? beantwortet sind, ist für Anleger natürlich wichtig zu wissen, wo man Litecoins erwerben kann. Ebenso wie der Bitcoin wird der Litecoin auf Online-Börsen, auf Marktplätzen oder bei Brokern gehandelt.

Um überhaupt physisch Litecoin zu besitzen, benötigt man zunächst ein Wallet.

Die digitale Geldbörse für Litecoin

Die digitale Geldbörse enthält alle wesentlichen Daten, die die Verwaltung, den Versand und Erhalt von Litecoin möglich machen. Dazu gehört der öffentliche Schlüssel, gewissermaßen die Kontonummer des Inhabers, der private Schlüssel, eine Art PIN, mit der alle „Kontofunktionen“ des Wallets kontrolliert werden, und eine digitale Signatur, die über den Kontostand Auskunft gibt. Diese Informationen werden für eine Litecoin-Transaktion benötigt.

Das Wallet kann auf dem Smartphone oder PC verwaltet werden – entweder als digitale Version über einen entsprechenden Anbieter, oder als Bestandteil der Litecoin-Software am heimischen Rechner. Letzteres ist sicherer, denn Walletanbieter werden gelegentlich zur Zielscheibe von Hackerangriffen. Und auch eine digitale Version des Sparstrumpfes gibt es: dazu zieht man die eigenen Litecoins auf einen USB-Stick, den man dann sicher verwahren sollte.

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Wo gibt es Litecoin?

Ist man nunmehr Inhaber eines Wallets, stellt sich die Frage, wo man Bitcoins kauft. Dies geschieht auf Börsen oder Marktplätzen. Eine Online-Börse oder ein Marktplatz bringen Angebot und Nachfrage zusammen, Käufer und Anbieter können so eine Transaktion vereinbaren. Um überhaupt auf einer Börse oder einem Marktplatz tätig werden zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Diese erfolgt über eine Erstanmeldung durch Angabe von Email und Mobiltelefonnummer. In den weiteren Schritten verifiziert der Nutzer seine Identität, bis hin zu einer Videoidentifizierung, bei der auch ein gültiges Ausweisdokument vorgelegt werden muss. Sollen Transaktionen automatisch abgewickelt werden, kann sich der Anleger danach entscheiden, sein Konto bei der Börse zu „füllen“ bzw. eine Bankverbindung oder eine Kreditkartennummer zu hinterlegen.

Da die Verifizierung anspruchsvoll ist, kann man von einem hohen Sicherheitsniveau bei Börsen und Marktplätzen ausgehen.

Börse oder Marktplatz – wo liegt der Unterschied?

Eine Online-Börse wickelt Transaktionen automatisch ab. Der Anleger stellt zum Beispiel sein Kaufgesuch über eine spezifische Summe Litecoins ein, definiert auch den höchstmöglichen Preis, den er zu zahlen bereit ist, und überlässt den Rest der Börse. Wird ein passender Anbieter gefunden, führt die Börse den Kauf durch. Für den Service wird eine vergleichsweise geringe Gebühr fällig. Dies ist eine ideale Lösung für Investoren, die nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm verbringen möchten, um mögliche Angebote abzupassen.

Auf Marktplätzen kann man ebenso seine Parameter für den erwünschten Kauf (oder Verkauf) eingeben, muss aber dann die gefundenen Ergebnisse selbst im Detail studieren und mit dem Anbieter in Kontakt treten. Dabei gibt es Spielraum für weitere Verhandlungen. Allerdings ist der Handel auf einem Krypto-Marktplatz zeitaufwendiger für den Anleger.

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Litecoin-CFDs

Eine weitere Möglichkeit, mit Litecoin zu handeln, ist die Anlage in CFDs oder Differenzkontrakte. Bei dieser Form der Geldanlage muss man über einen Broker agieren. Sogenannte Differenzkontrakte erzielen Gewinne über die Kursentwicklung zwischen dem Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt des Anlegers. Das heißt: Wer mit CFDs handelt, spekuliert auf die Kursentwicklung, alternativ auf steigende oder fallende Kurse. Da man bei CFDs je nach Solvenz mit sogenannten Hebeln arbeiten kann, lässt sich hier mit einer vergleichsweise geringen Investition das Vielfache an Gewinn erzielen. Allerdings kann hier der Schuss auch nach hinten losgehen und der Anleger bleibt auf einem hohen Verlust sitzen. Deshalb gehören Differenzkontrakte zu den Hochrisikoanlagen. Wer hier einsteigen will, sollte unbedingt Vorkenntnisse mitbringen und sich des Risikos bewusst sein!

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Litecoin: Prognosen für Anleger

Nunmehr sollten grundlegende Fragen wie „Was sind Litecoins?“ und „Wie funktionieren Litecoins?“ beantwortet sein. Litecoin ist mit Sicherheit eine attraktive Option für Anleger. Zwar ist wie bei allen Kryptowährungen auch der Kurs des Litecoin sehr volatil. Da Litecoin mittlerweile aber die sechstgrößte Digitalwährung ist, kann man feststellen, dass der Kursverlauf konstanter wird. Erstmals erfasst wurde der Kurs des Litecoin 2014 – damals belief sich der Preis für eine Einheit auf ca. 20 US$. Zwischenzeitlich sank der Kurs sogar auf weniger als 5 US$, erholte sich aber rasch und stieg 2017 auf mehr als 50 US$ an. Investoren, die Ende 2016 noch auf den Litecoin gesetzt hatten, konnten dadurch eine hohe Rendite erwirtschaften!

Das Marktvolumen des Litecoin ist mit ca. 3 Mrd. US$, abhängig vom Tageskurs, bereits beachtlich. Als Zahlungsmittel allerdings ist Litecoin noch nicht sehr verbreitet. Das macht diese Kryptowährung vorwiegend für Anleger interessant. Da sich langfristig positive Kursentwicklungen abzuzeichnen scheinen, kann man davon ausgehen, dass Litecoin auch als Zahlungsmittel gebräuchlicher werden wird.