Bitcoin Code – Die Funktionsweise der Kryptowährung BTC verständlich erklärt!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.05.2020


Bei Bitcoin handelt es sich um ein konsensorientiertes Netzwerk, das ein neuartiges Zahlungssystem sowie eine vollständig digitale Währung möglich macht. Genauer gesagt handelt es sich um ein dezentralisiertes Peer-to-Peer-Netzwerk, das ausschließlich von Nutzern aufrechterhalten und ohne Vermittler oder zentrale Autorität betrieben wird. Die Währung Bitcoin ist aus Nutzersicht zunächst mehr oder weniger Geld für das Internet. Darüber hinaus kann das Netzwerk Bitcoin auch als das erstes Dreifach- Buchführungssystem angesehen werden.

Der Erfinder des Bitcoin

Bitcoin, was ist das? Bitcoin ist die erste Umsetzung einer Idee, die als „Kryptowährung“ bezeichnet wird. Das ursprüngliche Konzept wurde erstmals im Jahr 1998 auf der Cyberpunk Mailingliste von Wei Dai beschrieben. Es war der Vorschlag einer neuen Art von Geld, welches anstelle einer zentralen Autorität (z. B. Bank oder Staat) die Kryptographie nutzt, um die Herstellung von Bitcoins sowie Transaktionen zu kontrollieren.

Satoshi Nakamoto

Nachdem sich diese erste Idee jedoch nicht durchsetzen konnte, wurde das Konzept im Jahr 2008 wiederum von Satoshi Nakamoto in einem sogenannten Whitepaper veröffentlicht. Bereits ein Jahr später konnte die Kryptowährung Bitcoin am Markt gehandelt werden. Nakamoto, bei dem es sich mutmaßlich um eine Person oder auch um eine Personengruppe handelte, verließ bereits Ende 2010 das Projekt. Seitdem ist die Bitcoin Community stark gewachsen, was sowohl auf das Entwickler-Team als auch auf die weltweiten Netzwerk-Mitglieder zutrifft.

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Bitcoin Code – das Bitcoin-Protokoll

Die Anonymität des Erfinders führte in der Vergangenheit häufig zu unbegründeten Bedenken. Häufig erhielten die Menschen ein falsches Bild von der Open-Source-Oberfläche des Bitcoin-Netzwerkes. Das Bitcoin-Protokoll und die Bitcoin-Software sind im Allgemeinen für jeden einsehbar. Das heißt auch, dass weltweit Entwickler den Bitcoin Code betrachten und wiederum eine eigene modifizierte Variante der Software erschaffen können. Im Zuge des „Hard Fork“ entstand im August 2017 zum Beispiel die Bitcoin Alternative Bitcoin Cash.

Die Kontrolle des Bitcoin-Netzwerkes

Das Bitcoin-Netzwerk hat also keinen tatsächlichen Besitzer. Sämtliche Bitcoin-Nutzer auf der ganzen Welt kontrollieren das Netzwerk und halten seine Funktion aufrecht. Obwohl die Bitcoin-Entwickler stetig an der Verbesserung der Software arbeiten, können sie Änderungen im Bitcoin-Protokoll nicht erzwingen. Letztlich haben alle Netzwerk-Teilnehmer die freie Wahl, welche Version und welche Software sie verwenden möchten. Allerdings ist es notwendig, dass Software-Versionen genutzt werden, die sich an gewisse Grundregeln halten, damit sie miteinander kompatibel sind. Das Bitcoin-Netzwerk kann nur dann einwandfrei funktionieren, wenn sich alle Nutzer 100-prozentig einig sind. Die Entwickler und Netzwerk-Teilnehmer sind aus diesem Grund stets daran interessiert, in regem Austausch zu bleiben.

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Bitcoin einfach erklärt: Wie funktioniert Bitcoin?

Bei Bitcoin handelt es sich in engerem Sinne um ein Computerprogramm oder eine Applikation, die es den Usern über eine Wallet (digitale Geldbörse) ermöglicht, Bitcoins zu empfangen und zu senden. Dies ist die simpelste Erklärung des Bitcoin-Systems aus Nutzersicht.

Das Funktionsprinzip Bitcoin einfach erklärt:

Hinter dem Bitcoin-Netzwerk verbirgt sich jedoch viel mehr, nämlich ein ausgeklügeltes öffentliches Buchungssystem, das als „Blockchain“ bezeichnet wird. In dem öffentlichen Transaktionsbuch werden sämtliche im Netzwerk durchgeführten Transaktionen festgehalten und gespeichert. Jeder Nutzer erhält die Möglichkeit, mit seinem Computer die Gültigkeit jeder Transaktion zu prüfen. Die Echtheit wird durch die Adresse des Senders und eine digitale Signatur gesichert. Damit erhält jeder Netzwerk-Teilnehmer die volle Kontrolle über Transaktionen, die von der eigenen Adresse aus durchgeführt werden. Ferner können die Nutzer selbst zusätzlich mit Hilfe einer speziellen Hardware Transaktionen verarbeiten und hierfür eine Belohnung in Form von Bitcoins bekommen. Dieser Vorgang wird Mining genannt.

4 Wege, um Bitcoins zu erhalten

  • Kauf von Bitcoins auf einer Bitcoin Exchange oder einem Tausch-Marktplatz
  • Tausch von Bitcoins mit anderen Personen
  • Verdienen von Bitcoins über das Mining (Bitcoins schürfen)
  • Bezahlung für Dienste oder Waren
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Die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel

Tatsächlich wächst die Zahl von Personen und Geschäften, die die Digitalwährung Bitcoin bereits als Zahlungsmittel einsetzen. Dabei handelt es sich insbesondere um Fluggesellschaften, Hotels, Restaurants, aber auch Anwaltskanzleien und verschiedene Online Anbieter. Die steigende Nachfrage ist darin zu begründen, dass Zahlungen per Bitcoin in der Regel leichter durchzuführen sind als Zahlungen per Bank- oder Kreditkarten. Sie lassen sich ohne ein Händlerkonto durchführen. Bitcoin-Zahlungen können mit Hilfe einer Wallet-Anwendung, entweder auf dem Computer oder einem mobilen Endgerät, unter Angabe der Empfänger-Adresse und dem gewünschten Betrag ganz einfach durchgeführt werden. Die Eingabe der Empfänger-Adresse wird noch einfacher, wenn die entsprechenden QR-Codes der Wallets mit einem Handy gescannt werden. Ferner besteht die Möglichkeit, mittels NFC-Technologie zwei Mobiltelefone miteinander zu verbinden und die Wallets hierüber abzurufen.

Was ist ein Bitcoin Satoshi?

Bei einem Bitcoin Satoshi handelt es sich um die kleinste Einheit der digitalen Währung Bitcoin. Wie die Bezeichnung es vermuten lässt, wurde sie nach dem Gründer des Bitcoin, Satoshi Nakamoto, benannt. Unter dem Pseudonym wurde im Jahr 2008 erstmals das neuartige Zahlungssystem vorgestellt. „Pseudonym“ deshalb, weil niemand bis heute klar sagen kann, wer sich dahinter verbarg.

  • 1 Bitcoin besteht aus 100.000.000 Satoshis.
  • Somit entspricht 1 Bitcoin Satoshi 0.00000001 Bitcoin.

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Vorteile von Bitcoin

1. Zahlungsfreiheit

Nutzer haben die Möglichkeit, jede beliebige Geldsumme ohne nennenswerte Verzögerung zu empfangen oder zu senden, zu jeder Zeit und überall auf der Welt, auch an Feiertagen und Wochenenden. Es gibt keine Limits und die Netzwerk-Nutzer haben über ihr Geld die vollständige Kontrolle.

2. Kontrolle und Sicherheit

Jeder Bitcoin-Nutzer hat die absolute Kontrolle über seine Transaktionen. Das bedeutet, dass Händler unbemerkte oder ungewollte Gebühren zu keiner Zeit erzwingen können, so wie es bei anderen Zahlungsmethoden bereits vorkam. Zahlungen per Bitcoin können durchgeführt werden ohne Preisgabe von privaten Daten. Für die Nutzer bedeutet dies eine besonders hohe Sicherheit vor Identitätsdiebstahl. Zusätzlich ist es möglich, das eigene Kapital durch Verschlüsselung und Backups zu schützen.

3. Neutralität und Transparenz

Sämtliche Informationen, die die Menge an Bitcoins anbelangt, ist innerhalb der Blogkette in Echtzeit für alle Nutzer verfügbar, um sie zu nutzen oder zu verifizieren. Das Bitcoin-Protokoll (Bitcoin Code) lässt sich aufgrund der sicheren Verschlüsselung weder durch eine Organisation noch durch eine Einzelperson kontrollieren oder manipulieren. Somit ist davon auszugehen, dass das Bitcoin-Netzwerk vollständig transparent und neutral ist.

4. Niedrige Gebühren

Zahlungen per Bitcoin werden aktuell mit einer geringen oder ohne Gebühr verarbeitet. Die Netzwerk-Teilnehmer haben die Möglichkeit, gegen niedrige Kosten eine schnellere Bestätigung ihrer Transaktionen durch das Netzwerk zu erhalten. Darüber hinaus gibt es Abwickler, die den Verkäufern beim Transferieren der Kryptowährung in Fiat-Geld (z. B. Euro oder Dollar), bei der Durchführung ihrer Transaktionen sowie dem täglichen Überweisen von Guthaben auf das eigene Bankkonto unterstützen. Die Dienste basieren auf Bitcoin und können somit gegen geringere Gebühren angeboten werden.

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Swissquote bietet den Handel mit der Kryptowährung Bitcoin an

5. Geringe Risiken für Händler

Bitcoin Transaktionen sind unumkehrbar und sicher. Sie beinhalten weder persönliche noch sensible Daten des Käufers. Damit werden Händler vor Geldverluste durch betrügerische Rückbuchungen oder Betrug geschützt. Damit wird es den Händlern ermöglicht, leichter auf neue Märkte zu expandieren, auf denen zum Beispiel Kreditkarten nicht verfügbar sind. Im Endeffekt sind die Gebühren und Verwaltungskosten niedriger und die Märkte größer.

Nachteile von Bitcoin

1. Hohe Volatilität

Die Anzahl von Unternehmen und Geschäften, die Bitcoins als Zahlungsmittel verwenden, ist im Vergleich noch relativ gering. Darüber hinaus können sich bereits kleinste Marktereignisse und Geschäftsaktivitäten auf den Preis auswirken. Im Normalfall kommt es zu einer geringeren Volatilität, wenn eine Technologie ausgereift ist. Aus diesem Grund bleibt es abzuwarten, wie sich das gesamte Zahlungssystem in Zukunft weiterentwickeln wird.

2. Fehlende Akzeptanz

Nach wie vor ist Bitcoin vielen Menschen unbekannt. Zwar machen neben Privatpersonen zunehmend auch Unternehmen Gebrauch von Bitcoins, da sie sich die damit verbundenen Vorteile sichern möchten. Die Liste ist insgesamt aber noch recht klein und kann vom Netzwerk-Effekt noch kaum profitieren.

3. Stetige Weiterentwicklung

Stetig arbeiten die Entwickler an der Verbesserung der Bitcoin-Software und heben damit unfertige Funktionen aus. Immer mehr Tools, Dienste und Werkzeuge sollen einer größeren Zielgruppe zugänglich gemacht werden, um das Bitcoin-Netzwerk für die Nutzer noch sicherer zu machen. Obwohl der Bitcoin als erste Kryptowährung bereits einige Jahre am Markt ist, kann man im Allgemeinen sagen, dass das Konzept noch nicht vollständig ausgereift ist.

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Darum vertrauen Netzwerk-Nutzer auf Bitcoin

Häufig fragen sich Branchen-Neulinge auch, warum erfahrene Trader dem Bitcoin vertrauen. Im Prinzip beruht das Vertrauen auf der Tatsache, dass gar kein Vertrauen nötig ist. Denn: Bei Bitcoin handelt es sich um eine dezentralisierte und vollständige Open-Source-Software. Das heißt, dass der einzelne jederzeit zum Bitcoin Code (Quellcode) Zugang hat. Sämtliche Bitcoins und Transaktionen, die generiert bzw. durchgeführt wurden, können durch alle Teilnehmer jederzeit transparent überprüft werden. Alle Zahlungen lassen sich durchführen, ohne hierzu eine dritte Partei hinzuzuziehen. Ferner ist das gesamte Bitcoin-System durch peer-überwachte kryptografische Algorithmen gesichert. Keine Person, keine Organisation und kein Staat können Bitcoin kontrollieren. Das Netzwerk bleibt sicher, selbst wenn es sich nicht bei allen Netzwerk-Nutzern um vertrauenswürdige Personen handeln würde.

Häufige Fragen zum Thema Bitcoin

1. Ist es möglich, mit Bitcoin Geld zu verdienen?

Grundsätzlich sollte niemand erwarten, mit einer neuartigen Technologie wie Bitcoin über Nacht reich zu werden. Es ist generell wichtig, behutsam mit derartigen Innovationen umzugehen. Unstrittig ist, dass das Bitcoin-Netzwerk eine interessante Erfindung darstellt, die sowohl attraktive Geschäftsmöglichkeiten, aber eben auch Risiken beinhaltet. So kann niemand eine Garantie dafür geben, ob Bitcoin in der Zukunft weiter wächst und damit an die erstaunliche Erfolgsquote der zurückliegenden Jahre anknüpfen kann. Anleger sollten bedenken, dass es sowohl Ressourcen als auch Zeit und Unternehmergeist benötigt, um in Bitcoin zu investieren.

Es gibt diverse Möglichkeiten, um mit Bitcoin Geld zu verdienen, etwa durch:

  • Bitcoin Mining
  • Spekulationen auf Bitcoin
  • Aufbau neuer Geschäfte mit Bitcoin

Dabei ist zu beachten, dass jede einzelne Methode ein Konkurrenzgeschäft darstellt. Eine Gewinngarantie gibt es in keinem Fall. Die Risiken und Kosten, mit denen diese Verdienstmethoden verbunden sind, muss jeder einzelne selbst bewerten. Hierzu kann es aber auch hilfreich sein, sich einem Bitcoin Forum mit anderen Nutzern auszutauschen.

2. Sind Bitcoins vollständig immateriell und digital?

Bitcoins sind ebenso digital wie die Online-Bank und Kreditkarten-Konten, die viele Menschen täglich nutzen. Wie mit anderen Formen von Geld ist es auch bereits mit Bitcoins möglich, sowohl in echten Geschäften als auch online zu bezahlen. Dies erfolgt in der Regel online oder mit Hilfe eines Mobiltelefons (Bitcoin App). Die eigenen Kontostände werden dabei im Bitcoin-Netzwerk gespeichert und sind somit fälschungssicher. Die Bitcoin-Nutzer haben also selbst die Kontrolle über ihr Guthaben und die Bitcoins können nicht ohne Weiteres abhanden kommen.

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3. Ist Bitcoin anonym?

Der Erfinder des Bitcoin hat das Netzwerk so entworfen, dass es den Nutzern möglich ist, Zahlungen mit dem gleichen Maß an Sicherheit zu empfangen und zu senden, wie dies auch bei anderen Geld-Formen gegeben ist. Dennoch ist das Bitcoin-Netzwerk nicht vollständig anonym und kann im Vergleich zu Bargeld nicht denselben Grad an Privatsphäre bieten. Die Nutzung von Bitcoins wird wie bereits erwähnt im Bitcoin-Netzwerk gespeichert. Um den Schutz der Privatsphäre der Netzwerk-Nutzer zu gewährleisten, werden diverse Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Auch wenn es sich bei Bitcoin um ein dezentrales System handelt, so wird das Netzwerk dennoch ähnlichen Regelungen unterzogen, wie es sie auch bei schon existierenden Finanzsystemen gibt.

4. Kann man Bitcoins verlieren?

Verliert ein Nutzer seine digitale Brieftasche (Wallet), so hat dies denselben Effekt, als würde jemand Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entnehmen. Zunächst verbleiben verlorengegangene Coins zwar in der Blockkette. Allerdings bleiben im Normalfall verlorene Bitcoins für alle Zeit inaktiv, wenn die privaten Schlüssel, mit denen sie wiederum verwendet werden könnten, nicht mehr aufzufinden sind. Deshalb sind die Inhaber von Bitcoins stets dafür verantwortlich, sorgsam mit ihren Wallets und dem darauf vorhandenen Guthaben umzugehen. Dies gilt sowohl für die sogenannten „Hot Wallets“ (Online Wallets, Web Wallets, Desktop Wallets) als auch für „Cold Wallets“ (Hardware Wallets, Paper Wallets).

Fazit: Kann aus Bitcoin ein bedeutendes Zahlungsnetzwerk der Zukunft werden?

Innerhalb des Bitcoin-Netzwerkes ist es möglich, in kurzer Zeit eine große Anzahl von Transaktionen durchzuführen. Noch immer sind die Entwickler damit beschäftigt, den gesamten Prozess zu beschleunigen, um etwa das Niveau von großen Kreditkarten-Netzwerken zu erreichen. Stetig arbeiten sie daran, vorhandene Einschränkungen aufzuheben und zukünftige Anforderungen umzusetzen. Das bedeutet, dass sich das Bitcoin-Netzwerk seit der Einführung im Jahr 2009 ständig in einem Verbesserungsprozess befindet. So kann es also noch weitere Jahre dauern, bis das Zahlungsnetzwerk eine entsprechende „Reife“ erreicht hat. Im Zuge der Weiterentwicklung des Netzwerkes können die Nutzer auf verbesserte Clients, Handelsplattformen und spezialisierte Dienste zurückgreifen und somit eigene Bitcoin Erfahrungen sammeln.