Auch außerhalb der Eurozone wird es kritisch

By | 8. November 2014

Der Devisenmarkt wird für Forextrader durch die kontinuierlichen Zuwächse in der Eurozone immer übersichtlicher. Innerhalb der Eurozone rumort es schon seit einigen Jahren, die Konjunktur lahmt und die Gefahr einer Deflation schweb am Horizont. Beides keine Faktoren, welche den Euro zu einer starken Währung machen. Aber auch in anderen europäischen Staaten ist nicht alles Gold, was glänzt. Schweden steht vor den gleichen Problemen wie die Eurozone, die Schwedische Reichsbank vor den gleichen Herausforderungen wie die Europäische Zentralbank. Die Schweden sind im Oktober aber einen Schritt weitergegangen, um eine mögliche Deflation abzuwehren. Die Riksbank senkte den Leitzins auf null Prozent. An der Währung wird diese Aktion sicher nicht spurlos vorübergehen.

Schweden geht gerne einmal eigene Wege

Schweden hat schon öfter gezeigt, dass es nicht unbedingt in den resteuropäischen Wirtschaftsmantel passt. Volvo galt schon früh als ein Arbeitgeber, der arbeitnehmerfreundlichere Akzente setzte als die restliche Wirtschaft auf dem Kontinent. Heute ist es das Thema erneuerbare Energien, welches die Schweden von Frankreich oder Deutschland abgrenzt und energiewirtschaftliche Akzente setzt. Dass diese sich auf die Währung auswirken könnten, wird sich zeigen. Neben der Schwedenkrone und dem Schweizer Franken ist es noch das britische Pfund, welches als Devisenschwergewicht in Europa neben dem Euro verblieben ist. Für Trader bieten sich jedoch international durchaus noch weitere Währungen, welche dem Forexhandel nach wie vor Leben einhauchen. Wer auf diesem Markt, immerhin mit über fünf Billionen US-Dollar täglichem Handelsvolumen größter Markt der Welt, mithandeln möchte, benötigt allerdings ein Handelskonto. Die Zahl der Anbieter ist für einen Laien kaum zu überblicken, wertvolle Hilfe bieten bei der Auswahl darauf spezialisierte Fachportale, beispielsweise depotvergleich.com.

Forex – großer Hebel, kleiner Einsatz

Beim Forexhandel dreht es sich um ein sogenanntes Hebelgeschäft. Der Broker gibt vor, wie hoch das eingesetzte Kapital anhand des Hebels sein muss. Beträgt die Mindesthandelsgröße 100.000 Euro und der Hebel lautet 1 : 200, muss der Trader lediglich 500 Euro, die Margin, einsetzen. Verläuft der Trade im Geld, partizipiert er aber in voller Höhe vom Gewinn. Handelsgrößen von 1.000 oder 10.000 Euro sind kaum rentabel, berücksichtigt man, dass die Gewinne im Devisenhandel auf der dritten oder vierten Nachkommastelle erwirtschaftet werden. Bitter ist es natürlich, wenn, wie im Frühjahr 2014 aufgedeckt, Großbanken Devisenkurse manipulieren. Vor solchen Machenschaften sind weder Trader noch Broker geschützt, haben sich aber erfreulicherweise nur als Einzelfall herausgestellt und sollten Interessenten nicht davor abschrecken, ein Handelskonto zu eröffnen. Die meisten Broker stellen ein kostenloses Demokonto zur Verfügung und ermöglichen es somit, sich langsam, aber immer sicherer in den Markt einzuarbeiten und die Eigenheiten des Devisenhandels kennenzulernen. Trotz der sinkenden Anzahl der handelbaren Währungen in Europa bleibt dank Schwedens, der Schweiz und Großbritannien noch genügend Potenzial. Es muss ja nicht immer der US-Dollar sein.