RBS Mini Futures

By | 20. August 2014
Die Royal Bank of Scotland (RBS) bietet auf dem deutschen Markt diverse derivative Finanzinstrumente an und emittiert neben Optionsscheinen und Anlagezertifikaten auch so bezeichnete Mini Futures. Dabei handelt es sich um Turbozertifikate mit Finanzierungsschwelle, Stop-Loss und Restwert bei Verfall.

Inhaltsverzeichnis

  • RBS Mini Futures: Angebot und Konditionen
  • Funktionsweise der RBS Mini Futures
  • Finanzierungsschwelle, Stop-Loss-Barriere, Rollvorgänge und Restwerte
  • Beispiel für RBS MINI Futures
  • Such- und Sortierfunktionen für Anleger

RBS Mini Futures: Angebot und Konditionen

  • ca. 2000 Turbozertifikate auf div. Basiswerte
  • Hebel bis zu 50:1
  • Tägliche Anpassung des Finanzierungslevels
  • Monatliche Anpassung der Stop-Loss-Schwelle
  • Restwert bei KO – Ermittlung nach Liquidationserlös
Jetzt bei RBS anmelden und handeln RBS Mini Futures sind rechtlich betrachtet Inhaberschuldverschreibungen. Anleger tragen dementsprechend das Emittentenrisiko. Die Bank emittiert Mini Long- und Mini Shortzertifikate auf hunderte Basiswerte aus allen Anlageklassen und zahlreichen Ländern und Regionen. Ende Juli 2014 belief sich die Gesamtanzahl der umlaufenden Produkte auf knapp 2000. Die Zertifikate bilden nicht die Kassamärkte, sondern den jeweiligen Future ab.

Funktionsweise der RBS Mini Futures

RBS Mini FuturesDie Konstruktion der RBS Mini Futures ähnelt jener von Turbozertifikaten anderer Emittenten. In seiner grundständigen Konstruktion bildet das Zertifikat die Kursentwicklung des Basiswertes eins zu eins ab. Ein wesentlicher Teil des Marktwertes des Basiswertes wird durch die Emittenten finanziert. Es handelt sich um den Anteil am Kurswert, der unterhalb (Mini Long) bzw. oberhalb (Mini Short) der Finanzierungsschwelle liegt. Dieser Anteil entspricht dem Kurswert des Zertifikats, gegebenenfalls bereinigt um das Bezugsverhältnis (bei den meisten Mini Futures 1:100). Aus der Finanzierungsschwelle resultiert die für Turbozertifikate übliche Hebelwirkung, die abhängig von dem einzelnen Produkt, dem Basiswert und einigen weiteren Faktoren den Faktor 1,2:1 bis 50:1 erreichen kann. Zusätzlich zur Finanzierungsschwelle sind die Produkte mit einem Stopp Loss-Level ausgestattet. Erreicht der Kurs des Basiswertes zu irgendeinem Zeitpunkt diese Barriere, verfällt das Zertifikat bzw. reduziert sich auf einen geringen Restwert.

Finanzierungsschwelle, Stop-Loss-Barriere, Rollvorgänge und Restwerte

Stopp-LossBei Longzertifikaten liegt die Stopp-Loss-Barriere oberhalb der Finanzierungsschwelle. Bei Shortzertifikaten liegt die Stop-Loss-Barriere dagegen unterhalb der Finanzierungsschwelle. Die Finanzierungsschwelle wird bei Longzertifikaten täglich minimal angehoben. Shortzertifikate generieren dagegen einen geringen Finanzierungsertrag, der wie auch bei den meisten anderen Emittenten üblich der Höhe nach nicht deckungsgleich mit den Finanzierungskosten bei Longzertifikaten ist. Die fortlaufende Anpassung der Finanzierungsschwelle deckt die Finanzierungskosten des Emittenten ab. Die Stop-Loss-Barriere wird bei den meisten RBS Mini Futures einmal pro Monat an die Finanzierungsschwelle des Zertifikats angepasst. Wird die Barriere im Handel verletzt, stellt die Emittentin die zugrundeliegende Position innerhalb weniger Stunden glatt. Die Differenz zwischen Barriere und Finanzierungslevel wird dabei behandelt wie ein Liquidationserlös und dem Wert jedes ausgeknockten Zertifikats zugewiesen. Anleger können Zertifikate wenige Stunden nach dem Knock-out Vorgang selbst veräußern oder erhalten den Restwert nach wenigen Tagen automatisch gutgeschrieben. Dadurch können die Verluste steuerlich geltend gemacht werden.

Beispiel für RBS MINI Futures

HandelsplattformRBS Mini Futures sind Endloskontrakte. Da die zugrundeliegenden Futures in regelmäßigen Abständen verfallen, sind Rollvorgänge notwendig. Die Zertifikate werden kurz vor der Fälligkeit eines zugrundeliegenden Terminkontrakts in den nächstfälligen Kontrakt gerollt. Dadurch können (im günstigsten Fall auch negative) Rollkosten anfallen. Diese führen nicht zu einer Änderung des Zertifikatskurses, wohl aber zu einer Änderung des Hebels. An einem Beispiel soll die Konstruktion der RBS Mini Futures verdeutlicht werden. Das Beispiel lehnt sich an einer Darstellung in einer Produktbroschüre der Emittentin an. Betrachtet werde ein Mini Long Zertifikat auf den DAX, der bei 6000 Punkten notiere. Aufgelegt wird ein Mini Future mit einem Finanzierungslevel (Basispreis) bei 5000 Punkten. Die Stop-Loss- Barriere wird bei 5100 Punkten installiert. Das Bezugsverhältnis wird auf 100:1 festgesetzt. Der Preis des Zertifikats beträgt damit anfänglich zehn Euro. Er errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und der Finanzierungsschwelle bzw. dem Basispreis. Die Differenz zwischen der Stop-Loss- Barriere und dem Basispreis dient dem Emittenten als Pufferzone. Die Hebelwirkung beträgt bei dieser Konstellation 6:1. Das bedeutet: Steigt der DAX um 10 % auf 6600 Punkte, erzielt der Inhaber des Mini Long Futures einen Gewinn in Höhe von 60 % bezogen auf den geleisteten Einsatz.

Such- und Sortierfunktionen für Anleger

Die Royal Bank of Scotland bietet Anlegern im Rahmen ihres Internetauftritts neben ausführlichen Basisinformationen zu den Mini Futures auch diverse Such- und Sortierfunktionen. So kann gezielt nach Zertifikaten auf bestimmte Anlageklassen, Basiswerte oder Länder/Regionen gesucht werden. Außerdem stellt die Bank einen Hedgingrechner zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, gezielt nach Produkten zu suchen, mit denen Portfolios gegen Kursverluste abgesichert werden können. Es ist möglich, die im Rahmen der Suche erzeugten Datenbankergebnisse in ein Tabellenkalkulationsprogramm zu importieren. Die RBS tritt auf dem deutschen Markt selbst nicht als Broker auf. Auf der Internetseite identifizierte Zertifikate können bei nahezu allen Onlinebrokern an den entsprechenden Börsenplätzen sowie die gegebenenfalls auch außerbörslich gehandelt werden. In den Datenbanken finden sich Links zum Login zahlreicher größerer Broker.   Fazit: Die Royal Bank of Scotland (RBS) gehört zu den wichtigsten Emittenten von Turbozertifikaten auf dem deutschen Markt. Mit den Mini Futures können Anleger in zahlreiche Futures investieren, ohne direkt am Terminmarkt handeln zu müssen. Die Konstruktion der Zertifikate ist einfach nachvollziehbar.

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