Forex Begriffe erklärt – Erklärung der FX Fach-Begriffe anhand eines Beispiels!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 12.11.2019


Wer sich mit dem Forex Trading beschäftigt, wird sehr schnell auf die Begriffe „Pip“ und „Lot“ stoßen. Daher werden wir im folgenden Artikel detailliert auf diese beiden Begriffe eingehen. Zudem werden wir auch den „Hebel“ erklären, denn auch dieser spielt beim Forex Trading eine sehr wichtige Rolle. Überdies werden wir diese Begriffe anhand eines Beispiels aus der Praxis veranschaulichen. Außerdem werden wir darlegen, wie ein Trend aufgebaut ist und wie man sich dieses Wissen für das Forex Trading zunutze machen kann.

  • Was versteht man unter Forex Trading?
  • Was sind Pip und Lot: Erklärung der beiden Begriffe anhand eines Beispiels
  • Was versteht man beim Trading unter einem Hebel?
  • Wie kann man einen Trend für seine Forex Strategie ausnutzen?

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1. Was versteht man unter Forex Trading?

Bevor wir auf die Begriffe Pip und Lot zu sprechen kommen, werden wir zunächst kurz erläutern, was man überhaupt unter dem Forex Trading versteht. So bezeichnet man Börsenhändler als Trader, wenn sie eine eher kurzfristig ausgerichtete Strategie verfolgen. Mit „kurz“ sind dabei Zeiträume von wenigen Minuten oder Sekunden bis hin zu einigen Tagen gemeint. Wer hingegen Aktien etc. über einen längeren Zeitraum hält, der tradet nicht, sondern investiert. Je kurzfristiger der Handel ist, desto mehr Zeit muss man in der Regel auch vor den Trading Bildschirmen verbringen. Zudem ist beim Trading die Chartanalyse häufig wichtiger als sogenannte fundamentale Daten (zum Beispiel Gewinne von Unternehmen). Im vorliegenden Artikel werden wir uns mit dem Trading und nicht mit dem Investieren befassen. Mit welcher Art von Finanzprodukt man dabei handelt, ist vom jeweiligen Trader und dessen Strategie abhängig. Unseren Erfahrungen nach wird zum Beispiel der Handel an der Forex immer beliebter. Mit Forex bezeichnet man die Börse, an der Devisen- bzw. Währungsgeschäfte abgewickelt werden. Währungen werden dabei immer in Währungspaaren gehandelt. Zum beliebtesten Währungspaar zählt an der Forex der Euro/US-Dollar (abgekürzt mit EUR/USD). Die Besonderheit der Forex liegt darin, dass dort der Handel von montags bis freitags ununterbrochen stattfindet. Daher gibt es auch viele Trader, die erst nach Feierabend an der Forex aktiv werden und damit das Trading nebenberuflich betreiben.

 

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2. Was sind Pip und Lot?

Nunmehr werden wir ausführlich auf die beiden Begriffe Pip und Lot eingehen. Dabei werden wir ebenso auf die Bedeutung von Pip und Lot für das Forex Trading zu sprechen kommen.

2.1 Was ist ein Pip?

Beginnen werden wir mit den sogenannten „Pips“. Wer sich schon einmal mit der Börse beschäftigt hat, wird bemerkt haben, dass Kursveränderungen bei Aktien oder Aktienindices in Punkten angegeben werden. So sagt man zum Beispiel nicht, der Dax steht bei 12.000 „Euro“, sondern der Dax steht bei 12.000 „Punkten“. Bei Währungen spricht man hingegen nicht von Punkten, sondern von „Pips“. Pip steht dabei für „point in percentage“ und bezeichnet die kleinste Einheit, mit der man beim Devisenhandel traden kann. Beim beliebten Währungspaar Euro/US-Dollar ist dies beispielsweise die vierte Stelle nach dem Komma. Dazu ein kleines Beispiel: Befindet sich der Kurs des EUR/USD bei 1,1790 Pips und erfolgt dann ein Anstieg des Kurses um 10 Pips, so lautet der neue Kurs 1,1800 Pips. In diesem Fall würde man für einen Euro 1,18 US-Dollar erhalten. Zu den weiteren wichtigen Währungspaaren an der Forex zählen das Britische Pfund/US-Dollar (abgekürzt GBP/USD) sowie der US-Dollar/Japanische Yen (USD/JPY). In Deutschland und der Schweiz handelt man auch gerne mit dem Währungspaar Euro/Schweizer Franken (EUR/CHF). Man erkennt, dass die Bezeichnungen der einzelnen Währungen einem bestimmten Schema folgen: So verwendet man die ersten beiden Buchstaben, um damit das entsprechende Land zu bezeichnen. Somit steht zum Beispiel GB für Großbritannien und JP für Japan. Der dritte Buchstabe bezeichnet hingegen die jeweilige Währung: P steht zum Beispiel für Pfund und Y für Yen.

2.2 Was ist ein Lot (Lot Definition)?

Da man beim Währungshandel auf einer sehr kleinen Einheit handelt (zum Teil die vierte Stelle hinter dem Komma), mag man sich fragen, wie man auf diese Weise überhaupt Geld verdienen kann. Denn eine Änderung von zum Beispiel 1 Pip klingt im ersten Moment nicht nach sehr viel. Die Lösung für dieses „Problem“ besteht darin, dass man mit sehr großen Summen handelt. So tradet man an der Forex standardmäßig mit 1 „Lot“, was einer Summe von 100.000 US-Dollar entspricht. Die Frage „Was ist ein Lot?“ lässt sich daher ganz einfach damit beantworten, dass es sich dabei um eine Mengenangabe des gehandelten Kapitals handelt. Verändert sich somit der Kurs um 1 Pip, so gewinnt oder verliert man beim Handel mit 1 Lot 10 US-Dollar. Da sich die Kurse aber häufig auch um 10, 20 oder noch mehr Pips verändern, erkennt man, dass sich auch die möglichen Gewinne und Verluste schnell auf 100, 200 oder noch mehr US-Dollar vergrößern können. Da diese Summen gerade für Anfänger zu groß sind, besteht mittlerweile auch bei vielen Brokern die Möglichkeit, mit Mini Lots und Micro Lots zu traden. Bei einem Mini Lot handelt man dabei mit 10.000 US-Dollar und bei einem Micro Lot mit 1.000 US-Dollar. Dementsprechend bedeutet eine Änderung um 1 Pip bei einem Mini Lot einen Gewinn oder Verlust von 1 US-Dollar und bei einem Micro Lot werden daraus nur noch 0,10 US-Dollar.

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3. Was versteht man beim Trading unter einem Hebel?

Eng verbunden mit dem Begriff „Lot“ ist der sogenannte „Hebel“. Daher werden wir im Folgenden auch noch auf diesen Begriff genauer eingehen. Denn gerade haben wir gesehen, dass man mit 1 Lot 100.000 US-Dollar bewegt. Bedeutet dies, dass man daher auch tatsächlich über 100.000 US-Dollar auf seinem Konto verfügen muss, um mit 1 Lot zu handeln? Erfreulicherweise ist dem nicht so, denn sonst wäre das Forex Trading für viele Trader nicht möglich. Der Hebel gibt an, über wie viel Geld man tatsächlich auf seinem Konto verfügen muss, um eine bestimmte Menge an Kapital zu bewegen. Beträgt etwa der Hebel 1 : 25, so bedeutet dies, dass man mit dem 25 fachen seines Tradingkapitals handeln kann. Verfügt man zum Beispiel über ein Kapital von 4.000 US-Dollar, könnte man damit 1 Lot (100.000 US-Dollar) traden. Wenn man daher auf seinem Konto 400 US-Dollar hat, so ist damit der Handel eines Mini Lots möglich. Üblicherweise beträgt der Hebel heute bei Brokern mit Sitz in der Europäischen Union 1 : 20 oder 1 : 30. Wie gezeigt, sind solche Hebel für das Trading ausreichend groß. Höhere Hebel verleiten einen unseren Erfahrungen nach häufig nur dazu, zu große Risiken einzugehen. Dies kann dann dazu führen, dass die Verluste im Verhältnis zum Konto zu groß ausfallen. Dies ist auf jeden Fall zu vermeiden.

4. Was sind Pip und Lot: Veranschaulichung von Pip und Lot anhand eines Beispiels aus der Praxis

Um das Gesagte zu veranschaulichen, werden wir im Folgenden ein Beispiel aus der Praxis zeigen. Dazu werden wir zunächst kurz erklären, wie ein Trend aufgebaut ist.

4.1 Aufbau eines Trends

Viele profitable Strategien beim Forex Trading bauen darauf auf, dass man einen Trend im Chart erkennt und diesem folgt. Von einem solchen Trend spricht man, wenn der Kurs höhere Hochs und höhere Tiefs ausbildet (bei einem Aufwärtstrend). Ein Trend besteht dabei stes aus zwei Bestandteilen, nämlich der meist schnellen Bewegung und der danach einsetzenden, häufig langsameren Korrektur. Trends haben dabei die Eigenschaft, dass sie sich häufig in eine bestimmte Richtung fortsetzen. So kann man die folgenden Trends voneinander unterscheiden:

  • Aufwärtstrends
  • Abwärtstrends
  • Seitwärtstrends

Für das Trading kann man sich vor allem Aufwärts- und Abwärtstrends zunutze machen. Denn sobald man zum Beispiel einen Aufwärtstrend im Chart identifiziert hat, kann man auf eine günstige Gelegenheit warten, um einen Trade in Richtung des Trends zu eröffnen.

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5. Forex Trading Beispiel

Nunmehr werden wir den Aufbau eines Trends anhand eines Beispiels verdeutlichen. Dabei handeln wir mit dem Währungspaar Euro/US-Dollar und werden dazu Mini Lots verwenden. Jedes Pip entspricht daher 1 US-Dollar. Angenommen, der EUR/USD befindet sich gerade bei 1,1100 Pips. Dann beobachten wir, wie der Kurs zügig auf 1,1120 Pips ansteigt und damit ein neues Hoch ausbildet. Danach beginnt die Korrektur und der Kurs sinkt langsam, bis er sich im Bereich von 1,1110 Pips zu stabilisieren beginnt. An dieser Stelle wird dann ein neues höheres Tief ausgebildet. Danach setzt die Bewegung erneut ein und der Kurs beginnt zu steigen. Er überschreitet dann sogar das vorherige Hoch bei 1,1120 Pips und bildet im Bereich von 1,1130 Pips ein neues Hoch aus. Da ein neues höheres Hoch vorliegt, können wir jetzt von einem Aufwärtstrend sprechen. Deshalb können wir mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Trend sich fortsetzen wird. Daher entschließen wir uns dazu, abzuwarten, bis der Kurs in der Korrektur wieder gefallen ist, um dann einen Trade in Trendrichtung zu eröffnen. Tatsächlich fällt der Kurs in der Korrektur auf 1,1020 Pips. Wir eröffnen daher einen Trade mit dem Ziel, dass der Kurs ungefähr 20 Pips steigen sollte. Wenn das passiert, hätten wir 20 US-Dollar verdient. Man sollte aber stets im Hinterkopf behalten, dass es beim Trading immer nur um Wahrscheinlichkeiten geht. Es kann daher auch passieren, dass der Trend nicht fortgesetzt wird und wir einen Verlust erleiden.

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6. Das Trading auf einem kostenlosen Demokonto trainieren

Generell empfehlen wir, das Trading zunächst auf einem kostenlosen Demokonto zu trainieren, bevor man damit beginnt, echtes Geld auf einem Live Konto einzusetzen. Ein solches Konto wird mittlerweile von fast allen Brokern angeboten. Man erhält dabei über mehrere Wochen die Möglichkeit, den Broker kennenzulernen. Vor allem kann man sich auch intensiv mit der Trading Plattform des Brokers beschäftigen. Zudem kann man sich einen genauen Überblick über die Kosten und Gebühren des Brokers verschaffen. Denn unseren Erfahrungen nach bestehen bei vielen Anbietern sehr große Unterschiede in diesem Bereich. Auch bietet ein Demokonto eine gute Gelegenheit, um verschiedene Forex Strategien auszuprobieren. Denn als Anfänger wird man schnell feststellen, dass es beim Trading sehr viele verschiedene Strategien gibt. So kann man gerade am Anfang versuchen, profitable Strategien zu kopieren. Allerdings ist es unseren Erfahrungen nach so, dass einem dies häufig nicht hundertprozentig gelingen wird. Denn beim Trading spielen vor allem auch Emotionen eine große Rolle. Mit diesen geht aber jeder Trader anders um, weshalb auch an sich sehr gute Strategien für einen selbst nicht zwangsläufig funktionieren müssen. Man muss daher viel ausprobieren und sich in erster Linie Fachwissen über den Börsenhandel aneignen. Ab einem gewissen Punkt sollte man aber auch damit beginnen, mit echtem Geld zu handeln. Denn wie gesagt, muss man sich daran gewöhnen, dass man dann mit seinen Emotionen konfrontiert werden wird. Allerdings sollte man gerade am Anfang nur sehr wenig Kapital für das Trading einsetzen. Denn die Kurse an der Börse können bekanntlich nicht nur steigen, sondern auch fallen.

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7. Fazit: Es ist sehr wichtig, die Fachbegriffe beim Forex Trading zu kennen

Wie gezeigt, wird man beim Forex Trading sehr schnell mit Fachbegriffen wie Pip und Lot konfrontiert. Wie in jedem Beruf muss man auch als Trader die für seine Arbeit wichtigen Begriffe kennen. So verwendet man an der Forex „Pips“ anstelle von „Punkten“. Auch handelt man an der Forex mit sogenannten „Lots“, worunter man eine Geldmenge von 100.000 US-Dollar versteht. Gerade für Anfänger sind aber Mini Lots oder Micro Lots besser geeignet: Dann handelt man nur noch mit 10.000 bzw. 1.000 US-Dollar. Bei der Auswahl eines Brokers sollte man daher darauf achten, dass dieser auch die „kleineren“ Lots für das Trading anbietet. Ebenfalls empfehlen wir, den Börsenhandel zunächst auf einem Demokonto zu trainieren, bevor man echtes Geld für das Live Trading einsetzt. Denn auf diese Weise kann man die Trading Plattform seines Brokers kennenlernen und auch verschiedene Forex-Strategien testen. Auch kann man auf diese Weise feststellen, mit welcher Hebelgröße man selbst am besten zurechtkommt. Unseren Erfahrungen nach bieten dabei die meisten Broker heutzutage Hebel von 1 : 20 oder 1 : 30 an. Insgesamt sollte man darauf achten, dass man an der Börse vorsichtig agiert und versucht, seine Emotionen zu kontrollieren. Mit der Zeit wird einem dies in der Regel immer besser gelingen und man wird sich beim Trading auch selbstsicherer fühlen.