Robinhood will Börsengänge demokratisieren – auch den eigenen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 29.03.2021


Der Online-Broker Robinhood, der seit dem Rush auf die Gamestop Aktie ins Blickfeld der Finanzaufsichten geraten ist, hat weiterhin große Pläne. Der Anbieter, dessen Anliegen es nach eigenen Worten ist, den Zugang zu den Finanzmärkten zu demokratisieren, will nun diese Möglichkeit um Börsengänge erweitern. Das Ziel: Über Robinhood sollen Anleger Aktien direkt beim Börsengang erwerben und damit gleichberechtigt zu großen Fondsgesellschaften agieren können. Bislang werden Allokationen bei neuen Titeln durch die emittierenden Unternehmen, aber auch durch die Börse kontrolliert.   

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Eigener Börsengang von Robinhood als Startschuss

Den ersten Schritt in diese Richtung will der Broker mit seinem eigenen Börsengang tun. Der rückt nun offenbar näher, denn in den vergangenen Tagen stellte Robinhood einen vertraulichen Antrag bei der US-amerikanischen SEC. In der Luft liegt die Planung eines IPO nicht erst seit neuestem, schon im vergangenen Jahr wurde wiederholt darüber spekuliert, ob und wann es Robinhod Aktien geben würde. Ein genaues Datum steht jedoch noch immer nicht fest, möglicherweise findet der Börsengang aber noch im zweiten Quartal 2021 statt.

Seinen Erfolg verdankt der Broker dem Unternehmenskonzept, mit einer sehr schlanken Geschäftsstruktur und niedrigen Kosten auch Kleinanlegern den Weg zu den Finanzmärkten zu öffnen. Möglich machen das Kooperationen mit Handelspartnern, wie man es auch von anderen Neobrokern kennt. Allerdings wird auch immer wieder Kritik an dem Modell geäußert – einerseits an einer angeblichen Gebührenfreiheit, die nur durch die Vermittlung von Orders möglich ist, an denen der Broker gut verdient, andererseits auch an der Methode, durch eine intuitiv bedienbare App Finanztransaktionen zunehmend an Glücksspiel-Verfahren anzugleichen. Von der „Gamifizierung“ der Anlage ist immer wieder die Rede, mit allen dazu gehörenden Risiken.

Welche weiteren Interessenkonflikte sich aus den Praktiken von Robinhood ergeben, illustrierte der von Kleinanlegern ausgelöste Short Squeeze der Gamestop Aktie. Angeblich wegen einer Überlastung der Handelssysteme setzte Robinhood das Trading auf diesen Wert über längere Zeit aus. Nun muss sich der Broker die Frage gefallen lassen, ob damit die Interessen der Geschäftspartner, darunter Citadel, gewahrt werden sollten. Nicht nur die Finanzaufsicht wittert Absprachen zwischen Broker und Hedgefonds, auch in der Fachpresse heißt es immer häufiger, der Name sei das einzige demokratische Element bei Robinhood. 

Neue Ambitionen für den Zugang bei IPOs

Ungeachtet dessen sind Neobroker wie Robinhood bei Kleinanlegern aufgrund der überschaubaren Kapitalanforderungen weiterhin beliebt. Und der Broker plant einen Ausbau des Angebots – so sollen die Nutzer direkt bei Börsengängen zugreifen können. Dazu muss Robinhood allerdings entsprechende Genehmigungen der SEC einholen und überdies Absprachen zur Sicherung von Allokationen mit potenziell interessanten Emittenten treffen.

Der Broker will sich hier als Mittler etablieren und bei IPOs einen umfangreichen Pool von Investoren beisteuern. Zur Zeit können private Anleger bei Börsengängen erst dann neu emittierte Aktien kaufen, wenn diese in den Handel gelangen. Unmittelbar beim IPO erhalten jedoch die großen Hedgefonds oft als erste Allokationen, die Titel werden überdies am ersten Handelstag aufgrund dieser Vorgehensweise wesentlich höher gehandelt als in den darauf folgenden Tagen.

Gelingt es Robinhood, eigene Allokationen zu erhalten, könnte der Broker seine Kunden auf diese Weise zu eigenen Konditionen zu beteiligen. Ein Testlauf wird der eigene Börsengang des Unternehmens sein – hier will Robinhood einen Teil der Anteilsscheine für die eigenen Kunden regelrecht herausschneiden. Dabei ist die technische Abwicklung durch den Broker innovativ, die Idee gibt es jedoch schon länger. Auch der Lebensmittel-Onlinehändler Deliveroo wird bei seinem Börsengang ähnlich vorgehen, lässt die Allokation jedoch von externen Anbietern verwalten. 

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Höhere Attraktivität durch Ausweitung der Leistungen

Gelingt es Robinhood, dieses geplante Vorhaben in die Tat umzusetzen, dürfte sich der Broker damit ein neues attraktives Alleinstellungsmerkmal schaffen – und das ist auch dringen nötig, denn nach dem Aussetzen des Handels auf Gamestop geriet das Unternehmen auch durch seine Nutzer unter Beschuss. Überdies würde ein solches Vorgehen vermutlich auch die Bewertung der eigenen Aktien verbessern, wenn der Broker seinen geplanten Börsengang durchführt, da die aufgrund einer solchen Eigen-Allokation gesteigerte Nachfrage schon beim IPO eingepreist würde.

Wie aus unterrichteten Kreise verlautete, wäre eine Bewertung von Robinhood mit bis zu 50 Mrd. US Dollar durch ein solches Szenario bei einem Börsengang in den nächsten Wochen und Monaten durchaus möglich. Für die Börsen wäre die Initiative des Brokers ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur graduellen Entmachtung. Bislang waren große Hedgefonds bei IPOs dank umfangreicher Allokationen im Vorteil – auch von den Unternehmen ist dies durchaus gewünscht, die Argumentation lautet, dass institutionelle Großinvestoren konsistentere Anlagestrategie umsetzen als private Aktionäre und Kleinanleger. 

Robinhood Aktie über Derivate handeln

Ganz gleich, ob Robinhood seine Pläne zeitnah in die Tat umsetzt, die Aktie des Brokers dürfte beim Börsenstart eine vergleichsweise gute Bewertung erzielen. Allerdings wird nicht jeder Anleger nach den Erfahrungen mit dem Gamestop Short Squeeze eine direkte Investition tätigen wollen, denn die Schwächen des Geschäftsmodells sind mittlerweile allzu offenbar geworden. Wer sich für den Kauf der Robinhood Aktie entscheidet, trägt mit seiner Anlage ein erhebliches Marktrisiko – denn Aktionäre können nur dann Gewinne erzielen, wenn die Unternehmen, in die investiert wird, eine entsprechende Performance vorweisen. Die Frage ist natürlich darüber hinaus auch, wie hoch die Aktien beim Börsengang eingepreist werden. 

Allerdings gibt es Alternativen, die auch für die Robinhood Anteilsscheine schon bald verfügbar sein dürften, nämlich der Handel mit CFDs. Differenzkontrakte sind Derivate, die die Wertentwicklung eines Basiswertes abbilden. Sie werden innerhalb kürzerer Zeiträume gehandelt, meist innerhalb eines einzigen Börsentages, der Handel kann auch mit begrenzten Mitteln aufgenommen werden und ist relativ flexibel. 

Zugang zu Differenzkontrakten erhalten private Trader über ein Handelskonto bei einem zugelassenen Broker, der ein mehr oder minder umfangreiches Portfolio von Basiswerten anbietet. Prinzipiell können CFDs auf Underlyings aus allen Anlageklassen gehandelt werden, überdies ist die Spekulation long und short, also auf steigende und fallende Kurse möglich. Das erlaubt Tradern eine Fülle von Strategien und die Auswahl von Basiswerten entsprechend der eigenen Risikoneigung. 

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Hebelprodukte mit guter Vorbereitung angehen

Gerade für Kleinanleger, wie sie auch bei Robinhood spekulieren, ist der Handel mit CFDs attraktiv, denn schon mit geringem Ordervolumen lassen sich gute Renditen erzielen. Möglich macht es der sogenannte Hebel. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich eine Kreditlinie des Brokers, die Höhe des Hebels richtet sich nach der Assetklasse des jeweiligen Basiswertes. Wer über einen Broker mit Unternehmenssitz innerhalb der EU handelt, genießt den Schutz verschiedener Vorgaben, die verhindern, dass sich private Trader beim Handel von Hebelprodukten stark verschulden. 

Dazu gehört die Limitierung des Hebelfaktors, der bei Währungspaaren maximal 1:30 beträgt, bei der Spekulation auf Aktien-CFDs nur 1:5 – nutzt man den Hebel aus, wird nicht nur das Ordervolumen entsprechend erhöht, sondern auch die Renditen. Ganz ohne Risiko ist das nicht, denn wenn sich die Order nicht entwickelt wie gedacht, greift der Hebel ebenfalls. In diesem Fall schließt der Broker gefährdete Positionen, damit der Guthabenstand auf dem Handelskonto nicht unter Null rutscht. Man kann also das platzierte Kapital einbüßen – und sollte deshalb vor der Aufnahme des Echtgeldhandels die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten ebenso erwerben wie ein solides Risikomanagement. Damit das gelingt, leisten die besten Forex- und CFD-Broker wertvolle Beiträge und stellen ihren Kunden die Hilfsmittel für den theoretischen und praktischen Lernvorgang zur Verfügung. 

CFD-Handel

Erfolgreich traden beim Testsieger XTB

Unter den Brokern, die als erste Adresse für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Trader gelten, findet sich auch unser Testsieger XTB. Der seriöse CFD-Broker ist seit Jahren aktiv, mehrfach ausgezeichnet und immer wieder unter den besten Anbietern im Brokertest. Dazu trägt das Bildungsangebot von XTB wesentlich bei – Anfänger können sich dank der XTB Trading-Akademie und mit dem kostenfreien Demokonto eingehend auf den CFD-Handel vorbereiten. 

Aber XTB punktet auch in allen anderen Kategorien, etwa mit verschiedenen Regulierungen an den Standorten des internationalen Brokers und den transparenten Kosten und Konditionen. Handelbar sind über Kontotypen für Anfänger und aktive, erfahrene Nutzer tausende von Basiswerten im CFD-Trading, aber auch der Handel mit echten Aktien ist bei diesem Anbieter möglich.

Dank der intuitiv bedienbaren, leistungsstarken Software, neben dem bekannten MetaTrader 4 ist dies die proprietäre xStation 5, haben Nutzer Technologien bei der Hand, die keine Wünsche offen lassen. Und XTB bemüht sich ständig um weitere Verbesserungen der Leistungen und Produkte – kein Wunder also, dass der Broker immer wieder als Testsieger aus dem Brokervergleich hervorgeht.