Wann Aktien verkaufen? – Alle Tipps für den richtigen Zeitpunkt seine Aktien zu verkaufen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 06.07.2020


Wann Aktien verkaufen? Diese Frage stellen sich Aktionäre tagtäglich. Obwohl Aktien sich vor allem als langfristige Geldanlage eignen, kann es immer zu Situationen kommen, in denen man sich als Anleger von einigen Aktien aus dem Depot besser trennt. Jedoch spielen hier nicht nur taktische Überlegungen eine Rolle. Wenn etwa zu erkennen ist, dass sich ein Unternehmen schlecht entwickelt, kann sich dies negativ auf die Wertentwicklung im Depot auswirken. Wenn ein Anleger um das Umschichten durch einen Aktienverkauf nicht herumkommt, sollte dies eigentlich kein Problem darstellen. Doch insbesondere bei der Frage „Wann sollte man Aktien verkaufen?“ gilt es, einige Aspekte zu beachten.

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Wann sollte man Aktien verkaufen? – Das richtige Timing

„Aktien wann verkaufen?“ ist eine häufig gestellte Frage von Anlegern. Letztendlich kommt es auf das richtige Timing an. Doch der optimale Zeitpunkt wird beinahe immer verpasst. Niemand kann vorhersagen, wann Aktien ihren Höhepunkt erreichen. Deshalb lässt sich der „richtige“ Zeitpunkt allenfalls durch Zufall erwischen. Anleger müssen immer mit gewissen Einbußen rechnen. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob es sinnvoller ist, anfängliche Verluste oder versäumte Maximalgewinne zu riskieren.

Wann soll man seine Aktien also verkaufen? Experten empfehlen, lieber früher auszusteigen und auf die letzten möglichen Reste an Zugewinn nicht mehr zu warten. Stärker wirken sich indes Verluste aus. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn ein Abwärtstrend schnell voranschreitet, während der Aktionär noch zögert, weil er auf eine Kurserholung der Wertpapiere hofft.

Wann Aktien verkaufen

Aktien wann verkaufen? – Klare Ziele und Limits

Wann sollte man Aktien verkaufen? Bezug nehmend auf diese Frage sollten Anleger sich vor allem von zwei Dingen nicht leiten lassen: Angst und Gier. In Sachen Wertpapier-Verkauf ist es wichtig, stets mit kühlem Kopf zu arbeiten.

Im ersten Fall werden die Wertpapiere viel zu lange nicht verkauft, im zweiten Fall werden Chancen überreizt. Weil sich der ideale Zeitpunkt selbst mit Indikatoren und Chartanalysen schlecht definieren lässt, sollten sich Anleger im Vorfeld klare Ziele und Limits stecken, anstatt spontan zu entscheiden.

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Limits gegen Gier und Angst

Anleger, die bereit sind, auf einige Gewinn-Prozente zu verzichten und lieber Verluste im Depot begrenzen, schlafen ruhiger. Über einen Orderzusatz lässt sich dieser Schutzmechanismus ganz einfach einrichten. Die Aktien werden entsprechend festgelegter Grenzen und Kriterien damit automatisch verkauft. Damit entfällt für den Anleger das bange Blicken auf den Kursverlauf. Er unterliegt weder der eigenen Angst noch der Gier und bleibt sowohl bei Panikverkäufen als auch bei übermäßiger Markteuphorie in der eigens angelegten Schutzzone.

An dieser Stelle deckt sich das „Wann Aktien verkaufen“ mit dem „Wie Aktien verkaufen“. Die erwähnten Orderzusätze können beim Aktienverkauf in drei Gruppen aufgeteilt werden:

  1. Sell Limit Order: Mit Hilfe dieses Orderzusatzes wird ein Mindestkurs festgelegt. Zu diesem wird die Aktie verkauft. Wird eine bestimmte Kursmarke erreicht oder überschritten, kommt es zur sofortigen Ausführung der Order, jedoch nicht, wenn sich der Aktienkurs unterhalb des Limits befindet. Somit sollen möglichst vorteilhafte Kurse gesichert werden.
  2. Stop Order: Sobald sich der Kurs der Aktie nachteilig entwickelt, wird hierbei beim Handelsplatz ein Verkauf ausgeführt. Der Anleger möchte sich damit Gewinne sichern, er setzt unterhalb des aktuellen Marktpreises einen Stop. Sobald der Kurs in den kritischen Bereich läuft, wird die Aktie sofort verkauft.
  3. Market Order: Ein Limit gibt es bei der Market Order nicht. Ziel ist es, die Aktie schnellstmöglich zu verkaufen. Die möglichen Zusätze „Bestens“ oder „Billigst“ bedeuten dabei nur, dass der Aktienverkauf sofort umgesetzt wird, auch dann, wenn dem Anleger dabei Verluste entstehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Kurs zwischenzeitlich aufgrund von Sprüngen von der persönlichen Prognose abweicht.

Die Orderzusätze sind bei demjenigen anzugeben, der die Wertpapiere handelt, in der Regel also bei einer Bank oder einem Broker. Diese werden die Aktien wann verkaufen? Die Aktien werden dann unmittelbar am Sekundärmarkt, also einem Handelsplatz bzw. einer Börse wie der Frankfurter Börse oder der Börse Stuttgart, die auf Privatanleger spezialisiert ist, verkauft.

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Ab wann kann man seine Aktien steuerfrei verkaufen?

Die Frage „Wann Aktien verkaufen?“ kann noch konkreter beantwortet werden. Denn nun kommt noch das Finanzamt ins Spiel. In diesem Zusammenhang stellt sich folgende Frage: Ab wann kann man Aktien steuerfrei verkaufen? Der Verkauf von Aktien fällt unter die Abgeltungssteuer.

Üblicherweise werden die pauschalen 25 Prozent direkt von der Bank abgezogen und an das Finanzamt abgeführt. Die gute Nachricht für Anleger ist, dass Gewinne aus Aktienverkäufen sowie Dividenden bis zu einem Betrag von 801 Euro für Alleinstehende und 1.602 Euro für Verheiratete steuerfrei bleiben. Dies ist aber nur möglich, wenn ein Anleger seinem Kreditinstitut zuvor einen Freistellungsauftrag erteilt hat.

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