Optionen handeln – Durch Handeln mit Optionen in Bullen- & Bärenmärkten Geld verdienen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 18.10.2019


Optionen handeln – gerade für viele Retail Trader immer noch ein Fremdwort. Vielleicht haben sie den Begriff schon einmal gehört. Oder es wird an Optionsscheine gedacht. Letztere unterscheiden sich von Optionen in einigen wesentlichen Details. Und es gibt noch einen anderen Begriff, den wir in den vergangenen Jahren immer wieder gelesen haben – Binäre Optionen. Was ist für den Optionshandel denn nun wichtig? Und wie lässt sich das Optionen handeln lernen?

Wer als Trader Optionen in das Anlageportfolio einbauen und damit auch noch Erfolg haben will, muss sich zu einigen fundamentalen Aspekten Gedanken machen. Hierzu gehört die Frage nach dem Mindset. Im Handeln mit Optionen kommt es auf starke Nerven an, da es sich um teils recht langfristige Investments handelt. Auf der anderen Seite darf nicht zu zaghaft getradet werden. Grundsätzlich spielt es eine sehr große Rolle, wie gut Händler Märkte kennen – und die Basiswerte der Optionen analysiert haben.

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Optionen handeln: Wichtige Fakten im Überblick

  • Optionen sind derivate Finanzprodukte
  • Handel in Bullen- und Bärenmärkten
  • Mit Optionen short oder long gehen
  • Brokerauswahl für Performance entscheidend
  • Als Handelsplatz über Eurex Optionen handeln

Optionen handeln

Optionshandel: Der Trick mit den Antiquitäten

Was haben angestaubte Uhren oder alte Möbel mit Optionen zu tun? Gar nichts! Wir haben die Überschrift aber aus gutem Grund gewählt – um damit die Funktionsweise der Optionen zu erklären (quasi als Optionen handeln Beispiel). Angenommen, auf dem Speicher der Großeltern ist eine betagte Uhr aufgetaucht. Deren Typ geht am Antiquitätenmarkt gerade weg wie warme Semmeln.

Statt die Uhr schnell auf den Markt zu werfen, entschließt sich der Besitzer aber abzuwarten. Vielleicht steigt der Preis ja noch. Wer vom „Dachbodenfund“ Wind bekommt, ist der Nachbar. Und hat Interesse an der Uhr. Beide einigen sich auf folgendes Geschäft: Der Nachbar zahlt 100 EUR, um die Uhr nach sechs Monaten für 4.500 EUR kaufen zu können.

Optionen basieren letztlich auf genau diesem Prinzip. Der Verkäufer einer Option (Stillhalter) räumt dem Käufer der Option ein Ausübungsrecht ein. Im Beispiel geht es um den Ankauf eines Sachwerts in der Zukunft, für welchen der Kaufpreis bereits feststeht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, auf die Formulierung zu achten.

Der Käufer kann die Uhr zum vereinbarten Preis kaufen – muss aber nicht. Genau hierhin liegt auch ein Unterschied zu den Optionsscheinen, welche regelmäßig auf den Austausch der betreffenden Assets ausgerichtet sind. Das Wesen einer Option lässt sich also auf einige allgemeingültige Punkte zusammenkürzen:

  • Asset als Basiswert
  • Kursdifferenz gegenüber dem Kaufzeitpunkt der Option
  • Ablaufdatum liegt in der Zukunft.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang übrigens die Tatsache, dass bei Optionen die Ausübung nicht rechtlich verbindlich fixiert ist. Anders als der Stillhalter, welche die Option verkauft, muss der Käufer diese nicht ausüben. Stellt sich natürlich die Frage, in welchen Situationen dieser Schritt vorteilhaft ist.

Infobox Binäre Optionen: Bis 2018 haben viele Broker Binäre Optionen angeboten. Hierbei hat es sich nicht um Optionen im klassischen Sinn gehandelt. Anleger sind Positionen auf die Kursdifferenz eines Basiswerts eingegangen – und haben entweder einen festgelegten Gewinn erzielt oder das eingesetzte Kapital verloren, die Option verfiel wertlos. Letztlich basierten diese Finanzprodukte auf dem Cash-or-Nothing-Prinzip. Inzwischen hat die ESMA (European Securities and Markets Authorities) den Handel solcher Derivate gegenüber Retail Kunden untersagt.

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Hebelwirkung im Optionshandel

Optionen fallen unter die Rubrik Hebelprodukte. Warum? Hebel sind auch aus anderen Anlagebereichen – wie dem Handel mit Differenzkontrakten oder Devisen – bekannt. Bei Optionen entsteht der Hebel aufgrund der Tatsache, dass Trader nicht den Betrag für die ganze Positionssumme aufbringen müssen.

Heißt: Trader handeln Optionen mit einem sehr viel geringeren Kapitaleinsatz als im Fall der Direktanlage. Wie hoch der Hebel letztlich ist, richtet sich nach zwei Faktoren – einmal dem Optionsscheinpreis und auf der anderen Seite dem Kurs des Basiswerts.

Beispiel: Für eine Option zahlen Trader 20 EUR, der Kurs liegt bei 100 EUR. Nach unserer Formel ergibt sich damit ein Hebel von 5. Oder anders ausgedrückt: Trader setzen ein Fünftel der Summe ein, welche für die Direktanlage fällig wird. Dieser Aspekt macht das Handeln mit Optionen so reizvoll. In seiner Wirkung darf der Leverage Effekt (eine andere Bezeichnung für den Hebel) aber nicht unterschätzt werden. Er kann im schlimmsten Fall massiv gegen den Trader arbeiten. Wer Optionen handeln lernen will, muss sich auch mit diesem Aspekt befassen.

Wo werden Optionen gehandelt?

Wer sich als Trader für den Handel mit Optionen interessiert, muss das Ganze natürlich vorbereiten. Ein wichtiger Punkt ist das Depot bei einem Broker. Dieser schafft hiermit die Möglichkeiten, üb überhaupt Zugriff auf die Handelsplätze zu haben. Der Trading Desk ist quasi die Schnittstelle, um Kontrakte einzugehen. Europäische und deutsche Kontrakte werden über die EUREX gehandelt.

Letztere ist einer der weltweit führenden Handelsplätze, wenn es um das Trading von Derivaten geht – insbesondere Futures und Optionen. Gegründet die Börse erst 1998 – durch den Zusammenschluss von Swiss Options and Financial Futures Exchange und der Deutschen Terminbörse. Mittlerweile werden jedes Jahr mehrere Milliarden Kontrakte über die EUREX gehandelt. Zum Portfolio der Börse gehören:

  • Aktienderivate
  • Indexderivate
  • Fonds-Derivate
  • Zinsderivate.

Optionen handeln lernen

Immer Optionen handeln: Ausüben oder verfallen lassen?

Das eigentliche Wesen einer Option ist der fixierte Preis für den Kauf/Verkauf eines Assets. Bleiben wir beim Beispiel der Antiquität. Die Preise am Markt haben tatsächlich angezogen und die Uhr würde im besten Fall zum Ablaufzeitpunkt 5.500 EUR kosten. In dieser Situation lohnt es sich auf jeden Fall, die Option auszuüben – und die Uhr wie vereinbart abzunehmen.

Für den Käufer belaufen sich die Gesamtkosten letztlich auf 4.600 EUR – da die Option ja bereits 100 EUR gekostet hat. Was aber, wenn die Uhr plötzlich wieder auf 3.400 EUR fällt? Dann kann der Käufer die 100 EUR für die Option abschreiben, kauft die Uhr billiger und habt am Ende mit 3.500 EUR nur geringfügig mehr ausgegeben als der günstigste Preis am Markt.

Ähnlichen Grundsätzen folgt auch die Ausübung einer Option an den Kapitalmärkten. Hier handelt es sich allerdings nicht um Sachwerte wie im Beispiel, sondern meist um:

  • Aktien
  • Indizes
  • Anleihen
  • Devisen
  • Rohstoffe oder Energierohstoffe.
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Bullen- und Bärenmärkte: Immer die richtigen Optionen handeln

An den Kapitalmärkten – sprich den Börsen sind grundsätzlich drei Szenarien denkbar:

  • Aufwärtstrend (Bullenmarkt)
  • Abwärtstrend (Bärenmarkt)
  • Seitwärtsbewegungen.

Letztgenannter Fall macht das Abschließen einer Option auf verschiedene Assets unnötig, da der Trader als Käufer einer Option aus konstanten Preisen keinen wirklichen Gewinn ziehen kann. Letztlich sind es immer die Auf- und Abwärtsbewegungen am Markt, welche den Handel mit Optionen attraktiv machen.

Prinzipiell kann ein Trader Optionen sowohl in die eine als auch die andere Richtung handeln. Wie funktioniert das Ganze praktisch? Notiert werden Optionen im Handel – zum Beispiel an der EUREX – folgendermaßen:

XYZ Call 30. März 2020 1.500 EUR.

Eine etwas „kryptische“ Notation, in der allerdings sehr viele wichtige Infos stecken. Wie ist eine solche Option aufzuschlüsseln?

  • XYZ – Basiswert (können Aktien, Indizes oder Rohstoffe sein)
  • Call – Art der Option
  • 30. März 2020 – Zeitpunkt, zu welchem die Option abläuft
  • 1.500 EUR – Ausübungspreis der Option.

Optionen handeln Broker

Für unsere Betrachtung besonders wichtig ist die Art der Option. Am Markt werden zwei Varianten gehandelt – einmal die Call und auf der anderen Seite die Put Option.

  • Call Optionen: Hier sichert sich der Käufer einer Option das Recht, den Basiswert zum Ablaufzeitpunkt zu kaufen. Kaufpreis ist der vereinbarte Ausübungspreis.
  • Put Optionen: Dabei handelt es sich um das komplette Gegenteil. Käufer einer solchen Option wollen den Basiswert verkaufen.

Was hat das Ganze jetzt mit dem Bullen- und Bärenmarkt zu tun? Ganz einfach: Am Bullenmarkt ist das Ziel, eine Option auszuüben, wenn der Preis unter dem Marktniveau liegt. Das Beispiel der Uhr ist in diesem Zusammenhang äußerst treffend. Ist der Ausübungspreis höher, wird der Käufer die Option folgerichtig verfallen lassen.

Im Gegenzug sicher die Put Option am Bärenmarkt einen höheren Verkaufspreis. Damit ist auch klar, auf was es bei den Entscheidungen im Optionshandel ankommt. Ohne die fundierte technische Analyse werden Trader hier nicht sehr weit kommen. Wie wichtige die Chartanalyse in der Praxis ist, werden wir später noch sehen.

Um im Handel mit Optionen Geld zu verdienen, muss die Position nicht bis zum Ablaufdatum durchgehalten werden. Heute lassen sich Optionen schon vorher „abstoßen“. Hintergrund: Über diverse Marktplätze sind Optionen ohne Weiteres handelbar.

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Long & short: Optionen richtig handeln

Die Begriff Put und Call beschreiben den Grundcharakter einer Option. Für den Einstieg in den Optionshandel sind einige weitere Punkte zu klären. Jeder Händler wird sehr schnell den Bezeichnung long und short begegnen – etwa in Form einer Long Call Option oder einer Long Put Option. Was hat es damit auf sich?

  • Long-Position: Eine Long-Position ist immer die Position des Käufers. Eingegangen werden solche Positionen, wenn mit steigenden Kursen zu rechnen ist.
  • Short-Position: Wer als Trader short geht, tritt in die Position des Verkäufers ein. Short werden Assets gehandelt, wenn sinkende Kurse wahrscheinlich sind.

Handeln mit Optionen

Im Zusammenhang mit dem Optionen handeln lernen ergeben sich hieraus vier wichtige Szenaren.

  • Long Call: Trader kaufen eine Call Option. Hiermit wird sich das Recht gesichert, zum Ablaufzeitpunkt die Option ausüben und das Wirtschaftsgut kaufen zu können.
  • Short Call: Es handelt sich um das Gegenteil der Long Call Option. Händler verkaufen eine Call Option. Diese Position bringt mit sich, bei Ausübung der Option das Wirtschaftsgut zu verkaufen. Im Regelfall wird der Optionskäufer das Ausübungsrecht nur in Anspruch nehmen, wenn der Marktpreis über dem Ausübungspreis liegt.
  • Long Put: In diesem Szenario wird eine Verkaufsoption erworben. Zum Einsatz kommt eine solche Option, wenn Inhaber eines Assets mit sinkenden Preisen rechnen und sich gegenüber Preisverfällen absichern wollen.
  • Short Put: Hier verkauft der Stillhalter dem Optionskäufer das Verkaufsrecht. In der Praxis kann dieses Abnahmeversprechen des Stillhalters günstig sein, wenn der Marktpreis über den Ausübungspreis steigt. Das Problem liegt allerdings darin, dass der Käufer eines Short Put von seinem Ausübungsrecht nicht Gebrauch machen muss.
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Wert einer Option im Handel

Optionen lassen sich innerhalb der Laufzeit handeln. Trader müssen also nicht abwarten, bis der Ablaufzeitpunkt erreicht ist. Die Herausforderung besteht darin, eine Option im richtigen Moment glattzustellen. Hintergrund: Welchen Wert eine Option am Markt hat, verändert sich mit den Rahmenbedingungen.

Einfluss haben:

  • Restlaufzeit
  • Entwicklung des Basiswerts
  • Ausübungspreis.

Letzterer sorgt dafür, ob eine Option im Moment des Glattstellens im Minus läuft oder einen Gewinn macht. Bei der Entwicklung des Basiswerts spielt unter anderem eine Rolle, welche Volatilität dieser in Zukunft wahrscheinlich haben wird. Inwiefern sich eine Option für den Käufer rechnet, wird nach dem Black-Scholes-Modell ermittelt. Letzteres basiert auf komplexen finanzmathematischen Grundlagen. Glücklicherweise lassen sich heute diverse Tools zur Preisermittlung für den Optionshandel einsetzen.

Optionshandel: Die Krux mit dem Risiko

Grundsätzlich sind Optionen Wetten auf die Zukunft. Während sich kurzfristig mit etwas Erfahrung noch recht genaue Vorhersagen zu den Märkten machen lassen, wird dies bei einer Laufzeit von 12 Monaten schon deutlich schwieriger. Gerade die aktuelle geopolitische Lage zeigt, wie schnell sich Fundamentaldaten ändern können.

Umso wichtiger ist es vom Standpunkt der Händler aus betrachtet, gewisse Sicherheitselemente in den Handel mit Optionen einzubauen. Viele Trader, die bisher nur CFDs oder Aktien gehandelt haben, denken wahrscheinlich sofort an Stop Loss oder Trailing Stops. Und prinzipiell ist dieser Ansatz gar nicht so falsch. Problem: Gerade an volatilen Märkten ist die Gefahr groß, mit diesen bewährten Orderzusätzen Fehler zu machen.

Optionen handeln Beispiel

Warum? Für eine Erklärung müssen wir uns beispielsweise den Stop Loss etwas genauer anschauen. Einmal eingestellt, schließt die Handelsplattform – wenn der Kurs die Marke (zur Verlustbegrenzung) erreicht – eine Position automatisch. Beim Trading mit Differenzkontrakten oder anderen Hebelprodukten ist Trading mit diesem Sicherheitselement zu empfehlen. Das Problem: Optionen sind anders „gestrickt“.

Gerade im Bereich sehr volatiler Märkte kann sich der Kurs eines Basiswerts vorm Erreichen des Ablaufdatums mehrfach drastisch ändern. Es kann passieren, dass der Kurs die Stop-Loss-Marke berührt – und innerhalb weniger Tage wieder deutlich ins Plus gedreht hat. Genau dieser Effekt ein Grund, warum klassische Tradingtools zum Risikomanagement bei Optionen an ihre Grenzen stoßen. Ein zweiter Punkt betrifft Märkte, an denen wenig Umsatz gemacht wird. Es kann passieren, dass die Plattform den Stop Loss auslöst und die Option zu einem erheblich schlechteren Kurs glattstellt.

Natürlich liegt es im Interesse eines Trades, Risiken immer so gering wie möglich zu halten. Im Optionshandel greifen vielleicht bekannter Orderfeatures nicht. Aber: Es gibt eine Alternative: Spätester Termin zur Positionsschließung. Hierbei handelt es sich um ein Konzept, welches einfach darauf abzielt, die Performance einer Option bis zu einem bestimmten Terim zu beobachten. Dabei wird der Zeitpunkt so gewählt, dass ein Glattstellen immer noch möglich ist.

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Alternativen zum Optionshandel

Der Handel mit Optionen ist nichts für Trader, die bisher keine Erfahrung mit den Marktmechanismen haben. Als eher komplexes Finanzprodukt sind sie eher für versierte Händler und Profi-Trader interessant. Eine mögliche Alternative sind CDFs. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Derivat.

CFD Trading: Hebelprodukte handeln

CFD steht für contract for difference – sprich Differenzkontrakte. Gewinn oder Verlust entstehen also aus den Kursdifferenzen zwischen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt. Wesentlicher Aspekt sind die eingesetzten Hebel. Diese sorgen dafür, dass Trader mit sehr geringem Kapitaleinsatz große Summen am Markt bewegen.

Auf diese Weise realisiert der Trader bereits bei einer sehr geringen Bewegung bereits einen Gewinn. Angeboten werden CFDs von spezialisierten Brokern auf ganz unterschiedliche Basiswerte. Zu den Assets gehören unter anderem:

Die Höhe der CFD Hebel ist seit August 2018 für Retail Clients seitens der ESMA (Europäische Wertpapieraufsicht) gedeckelt. Broker mit Sitz in der EU dürfen demnach ihren Kunden nur noch CFDs mit einem Hebel von maximal 30:1 anbieten.

Übersicht Hebel für Retail Clients:

  • Major Währungspaare > maximal 30:1
  • Minor Währungspaare > maximal 20:1
  • Indizes und Gold > maximal 20:1
  • Rohstoffe > maximal 10:1
  • Aktien > maximal 5:1
  • Kryptowährungen > maximal 2:1

Handeln mit Optionen

Gibt es weitere Aspekte beim Handel mit Hebelprodukten wie CFDs zu beachten?

  • Margin: Der Hebel kommt dadurch zustande, dass Broker/Liquiditätsprovider die Position der Trader aufstocken. In der Praxis muss für jede Position eine Sicherheit – die Margin – hinterlegt werden. Um einen Trade überhaupt einzugehen, ist die Initial Margin aufzubringen. Die Maintenance Margin ist für das Halten der Position erforderlich. Reicht das Guthaben nicht mehr aus, wird der Margin Call ausgelöst.
  • Spread: Broker kassieren im CFD Handel über den Spread ab. Dieser entsteht durch eine Differenz zwischen Bid- und Ask-Preis. Bedeutet, dass die Kauf- und Verkaufskurse unterschiedlich hoch sind.
  • Over-Night-Positionen: Eine nach Handelsschluss noch offene Position birgt gewisse Risiken. Einerseits erhöhen sich durch Overnight-Gebühren die Kosten für den Handel. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Schlusskurs und Kurs zum Handelsstart differieren. Hierdurch entsteht die Gefahr einer Slippage, wenn mit Stop Loss gehandelt wird.

Wie Optionen lassen sich CFDs in Bullen- und Bärenmärkten handeln. Die Long-Position ist bei steigenden Kursen profitabel, Short-Positionen eher in Phasen fallender Kurse. Über Stop Loss und Trailing Stop bauen Händler ins CFD-Trading ein Sicherheitsnetz ein.

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FX Handel: Devisen direkt traden

Im FX Handel liegt der Fokus auf dem Handel mit Währungen. Hier werden immer Währungspaare gegeneinander getradet, etwa:

  • US-Dollar
  • Schweizer Franken
  • Euro
  • Britisches Pfund.

Alle vier Beispiele sind sogenannte Majors – also Hauptwährungen. Brasilianisches Real oder Schwedische Krone wären hingegen Vertreter der Nebenwährungen, welche in der Rubrik Minors zusammengefasst werden.

Wie beim CFD Handel werden Währungen im Allgemeinen mit Hebel gehandelt – wobei die bereits erwähnten Beschränkungen der ESMA gelten. Relevant sind an dieser Stelle allerdings lediglich jene Einschränkungen die Währungspaare betreffend.

Die Notierung der Währungen im FX Handel erfolgt – bis auf wenige Ausnahmen – auf die vierte Nachkommastelle genau. Kleinste Einheit ist immer ein Pip. Bewegt sich der US-Dollar zum Euro um 10 Pip, würde dies also einer Veränderung um 0,0010 entsprechen. Die normale Handelseinheit im Handel mit Devisen ist das Lot. Letzteres entspricht 100.000 Einheiten. Bei USD/EUR werden also mit einem Lot 100.000 USD gegen Euro gehandelt. Mittlerweile können Trader auch:

  • Mini Lot > 10.000 Einheiten
  • Mikro Lot > 1.000 Einheiten

handeln.

Auf den ersten Blick ist – angesichts der Positionsgrößen – FX Handel nur für Profis interessant. Aber: Durch den Hebel lassen sich mit 1.000 EUR Anlagekapital bis zu 30.000 EUR am Markt als Position bewegen.

Optionen handeln

Futures traden

Futures sind – wie Optionen Terminkontrakte. Sie richten sich auf einen Basiswert, der in bestimmtem Volumen zu einem festgelegten Preis und in einem vereinbarten Volumen gehandelt wird. Auf den Blick sind Futures und Optionen sich sehr ähnlich – auch was die Tatsache betrifft, dass es sich bei beiden um Hebelprodukte handelt.

Aber: Futures und Optionen unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt. Beim Kauf einer Option kann sich der Trader immer entscheiden, ob er die Option ausübt – oder nicht. Beim Future existiert dieses Wahlrecht nicht. Dieser Terminkontrakt muss immer erfüllt werden.

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Hebel-Zertifikate

Ein weiteres Finanzprodukt, dass in den letzten Jahren immer mehr Trader in ihre Anlagestrategie eingebaut haben, sind Hebel-Zertifikate. Wie der Name schon sagt, ist in diese Form des Zertifikats (bei denen es sich allgemein um eine Variante der Schuldverschreibung handelt) ein Hebel eingebaut. Dem Hebel-Zertifikat zugrunde liegt immer ein Basiswert – etwa der Aktienindex DAX.

Die Besonderheit zum herkömmlichen Zertifikat ist die Tatsache, dass Hebelprodukte nicht dem Kurs des Basiswerts folgen, sondern sehr viel stärker schwanken. Damit kann ein Händler schnell den drei- oder vierfachen Gewinn mit einem solchen Zertifikat realisieren. Aber: Auch hier gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten.

  1. Hebel kann auch gegen die Position des Traders laufen
  2. Knock-Out-Zertifikate können unter Umständen als komplett wertlos verfallen

Gerade der letztgenannte Aspekt muss jedem Händler zu denken geben. Um an der Knock-Out-Barriere keine böse Überraschung zu erleben, sollten Trader immer mit „Sicherheitsleinen“ arbeiten, um aus der Position noch rechtzeitig aussteigen zu können – wie mit dem Setzen eines Stop Loss. Beim Trading der Hebel-Zertifikate ist es unumgänglich, den Markt und die Entwicklung des Basiswerts zu verfolgen.

Optionen handeln: Broker richtig auswählen

Um Optionen oder CFDs und Futures zu handeln, brauchen Retail Clients zuerst einen Zugang zu den Börsen und Märkten. Sich einfach aufs Parkett stellen ist schwierig. Schließlich läuft der Handel heute im Regelfall volldigital ab. Was Trader brauchen, ist zuerst ein Depot, das bei Optionen Brokern eröffnet wird.

In der Praxis wird sehr schnell klar, dass es zwischen den Brokern doch erhebliche Unterschiede gibt. Diese betreffen verschiedene Aspekte. Was ist für den Brokervergleich besonders wichtig?

Eurex Optionen handeln

  • Gebühren: Klar – dieser Punkt muss ganz oben auf der Agenda stehen. Der Handel mit Wertpapieren wird von Brokern nicht kostenlos angeboten. Jeder Trader muss sich bewusst sein, dass bereits die Depotführung Geld kosten kann. Zusätzlich fallen natürlich auch Entgelte auf den eigentlichen Handel an. Je nach Handelsart unterscheiden sich diese beträchtlich. Im Direkthandel mit Aktien haben sich beispielsweise Flatrate- und Provisionsmodell etabliert. Bei CFDs verdienen Broker über den Spread. Achtung: Bei vielen Brokern fallen Serviceentgelte an – etwa, wenn für ein Handelskonto spezielle Plattformen und Module zur Verfügung gestellt werden.
  • Handelsplätze: Hier sind die Unterschiede immer wieder groß. Gerade, wenn es um den Handel mit Optionen geht sind zwei Aspekte im Vergleich zu bedenken. Deutsche und europäische Optionen werden über die Terminbörse EUREX gehandelt. Das Trading von US-Optionen wird über amerikanische Terminbörsen abgewickelt. Es ist zu prüfen, ob ein Handelskonto den Zugriff auf verschiedene Terminbörsen ermöglicht – oder zusätzlich Konten eröffnet werden müssen.
  • Handelsarten: Über die Alternativen zum Optionshandel haben wir bereits gesprochen. Im Brokervergleich muss es auch darum gehen, wie breit der Broker aufgestellt ist. Je mehr Handelsarten getradet werden können, umso besser. Damit lässt sich ein sehr breites Portfolio auf die Beine stellen.
  • Regulierung: Dieser Punkt ist besonders wichtig, da hier Fragen der Sicherheit, Seriosität und Zuverlässigkeit berührt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass seit 2018 sehr strenge Regeln für das Retail-Client-Segment gelten. Diese betreffen unter anderem den Hebel für CFDs. Auf der anderen Seite ist die Nachschusspflicht für EU-Broker verboten. Damit ist die Lizenz auch in Bezug auf die Sicherheit entscheidend.
  • Support: Der Kundendienst muss im Brokervergleich eine Rolle spielen – speziell im Hinblick auf die Erreichbarkeit und die Sprachunterstützung. Was meinen wir hier im Detail? Wichtig ist, bei Fragen sehr schnell einen kompetenten Ansprechpartner „an die Strippe“ zu kriegen. Live Chat und/oder Hotline sollten daher zum Kundendienst-Portfolio gehören. Gute Broker bekommen dies sogar mit einem deutschsprachigen Support-Team hin.

Ein Punkt, den wir noch nicht genannte haben, ist das Demokonto. Letzteres wird heute von vielen Brokern angeboten – und stellt seinen Wert für Einsteiger und versierte Trader immer wieder unter Beweis. Im Vergleich muss es unter anderem um die Frage gehen, ob Broker das Testkonto mit einer hohen Mindesteinzahlung koppeln oder der Account nur für Vieltrader eingerichtet wird. Außerdem ist zu berücksichtigen, ob der Umfang an Handelsarten und Assets im Demokonto – verglichen mit dem Live-Zugang – stark eingeschränkt wird.

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Fazit: Optionshandel – hohe Rendite dank Hebel

Optionen gehören zur Klasse der Derivate. Der Grund: Sie leiten sich von einem Basiswert ab. Das besondere Merkmal der Optionen ist ein Wahlrecht. Händler müssen die Option am Laufzeitende nicht ausüben. Damit verringert sich das Risiko, welches beispielsweise Optionsscheine oder Futures haben. Auf der anderen Seite winkt mit dem Hebel die Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen. Trader müssen nur einen Bruchteil jener Summe für den Optionshandel aufbringen, welcher für das Direktinvestment erforderlich wäre.

Handeln mit Optionen

Aber: Hebel wirken bei Finanzprodukten nie nur in eine Richtung. Wer als Händler auf Hebelprodukte setzt, kann sich auch verspekulieren – wenn der Hebel gegen die Position läuft. Dieser Aspekt muss immer klar sein. Und es gibt noch einen wichtigen Punkt. Der Handel mit Optionen unterscheiden sich in einigen Bereichen vom Handel anderer Derivate – wie den CFDs. Einen Stop Loss setzen ist bei vielen Hebelprodukten sinnvoll und gibt zusätzlich Sicherheit. Bei Optionen geraten solche Orderzusätze allerdings an ihre Grenzen.

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