Unterschied Binäre Optionen vs. Optionen: Wichtige Merkmale im Überblick

By | 16. Juni 2018

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Viele Trader suchen nach Alternativen zu Binären Optionen. Da liegt es natürlich nahe, mit Optionen selbst die Vorbilder der Binären Optionen zu nutzen. In diesem Ratgeber klären wir vor allem darüber auf, welche Unterschiede es zwischen den beiden verschiedenen Tradingformen gibt. Beim Trading mit Binären Optionen existieren einige andere Eigenschaften, die Trader beachten müssen.

Durch unseren Ratgeber kann die Wahl, bzw. der Übergang deutlich erleichtert werden und Trader wissen, auf welche Änderungen sie sich einstellen müssen. Wir informieren darüber, wann wo und wie Optionen Binäre Optionen ersetzen können und wann Trader mit Optionen sogar besser dran sind.

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Was sind eigentlich Optionen?

Um die Unterschiede zwischen Optionen und Binären Optionen zu kennen, ist es wichtig beide Finanzprodukte zu verstehen. Eine Option wird auch als bedingtes Termingeschäft bezeichnet. Ein Händler erwirbt damit prinzipiell das Recht, eine bestimmte Sache zu einem festgelegten Termin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Der Optionsinhaber bezahlt für dieses Recht eine Prämie an den Stillhalter (Optionsverkäufer) und kann sich entscheiden, ob er die Option ausübt oder verfallen lässt.

Dabei hat sich im Geschäft für Privatanleger der sogenannte Barausgleich eingebürgert. Früher war es üblich, dass die Ware tatsächlich geliefert wurde. Bauern, Lieferanten und Fabrikanten konnten sich so gegen starke Wertschwankungen absichern. Sie vereinbarten, ein Produkt zu einem bestimmten Preis und einer bestimmten Menge zu einem festen Zeitpunkt zu liefern. Für Bauern hatte dies den Vorteil, dass sie nicht nur einen Abnehmer fanden, sondern auch einen festen Preis erwarten können. Im Gegensatz zu anderen Finanzgeschäften hat sich der Käufer der Option allerdings nicht verpflichtet, die Ware auch tatsächlich abzunehmen.

Deswegen zahlte er an den Verkäufer des Basiswerts eine Prämie, die für ihn dann auch einen Vorteil brachte, wenn der Käufer die Option nicht ausübt. Die Prämie konnte dabei auch die Liquidität erhöhen. Für den Käufer kann eine Option beispielsweise dann Sinn ergeben, wenn er die Ware des Verkäufers benötigt, die Menge allerdings von seiner Auslastung oder Nachfrage abhängt. Ein Beispiel wäre ein Stofffabrikant, der Baumwolle für das nächste Jahr ordern möchte, jedoch die Chance wahren möchte, bei schlechter Auslastung vom Kauf zurücktreten zu können.

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Was sind Binäre Optionen?

Demgegenüber gab es in der realen Wirtschaft keine Anwendungsmöglichkeiten für Binäre Optionen. Auch Optionen selbst haben sich vergleichsweise weit von ihrem ursprünglichen Verwendungszwecke entfernt. Bei Binären Optionen handelte es sich allerdings von Anfang an vor allem um eine Art Finanzwette. Die Call-/Put-Optionen wurden hier als Vorbild genommen. Trader müssen sich dabei entscheiden, auf einen fallenden Kurs oder eine Steigerung des Werts zu einem bestimmten Zeitpunkt zu setzen. Liegen sie mit ihrer Einschätzung richtig, erhalten sie einen zuvor festgelegten Betrag gutgeschrieben, liegen sie falsch, verlieren sie den gesamten Einsatz.

Binäre Optionen konnten dabei ausschließlich bei spezialisierten Brokern gehandelt werden, während Optionen über die meisten Wertpapier-Broker angeboten werden. Sie fanden großen Anklang unter Privatkunden und wurden vielfach auch von Einsteigern genutzt, die sich sonst nicht um ihre Geldanlage kümmerten. Sie sind vergleichsweise leicht zu verstehen und viele Broker zielt mit ihren Werbeangeboten speziell auf unerfahrene Anleger ab. Teilweise waren auch unseriöse Werbeversprechend an der Tagesordnung und Broker konnten Gewinne in schwindelerregender Höhe anpreisen. Von den Regulierungsbehörden wurden sie auch aufgrund der Kurzfristigkeit allerdings in der Regel ausschließlich als Finanzwette eingeordnet. Dementsprechend gab es nur wenige Länder, die überhaupt eine Regulierung in Erwägung zogen, sodass das Angebot an vertrauenswürdigen Brokern eingeschränkt war.

Unterschied Nr.1: Optionen sind legal und gelten als seriös

Der wichtigste Unterschied zwischen Binären Optionen und herkömmlichen Optionen ist, dass der Handel mit Optionen nach wie vor erlaubt und legal ist. Demgegenüber sind Binäre Optionen innerhalb der EU seit 2018 verboten. Die europäische Regulierungsbehörde ESMA hat festgelegt, dass Binäre Optionen innerhalb der EU nicht mehr vertrieben werden dürfen. Natürlich ist es prinzipiell möglich, über Offshore-Broker zu handeln. Schutz vor Betrug existiert hier jedoch in keiner Weise.

Viele Trader haben mit ihren Brokern für Binäre Optionen negative Erfahrungen gemacht und innerhalb der EU haben sich ohnehin nur wenige Finanzaufsichtsbehörden bereit erklärt, den Handel mit Binären Optionen zu regulieren, darunter die zypriotische CySEC.

Mit dem Verbot will die ESMA natürlich vor allem unerfahrene Trader schützen. Tatsächlich haben sich viele Broker in diesem Bereich an vergleichsweise unerfahrene Kunden gerichtet, die auch das Risiko ihrer Trades nicht einschätzen konnten. Dazu passen Studienergebnisse, nach denen zwischen 74 % bis 89 % der Kleinanlegerkonten Anlageverluste im Rahmen des Trading verzeichnen. Zwischen 1.600 und 29.000 Euro verlieren Trader mit Kleinanlegerstatus durchschnittlich.

Der Handel mit Optionen ist hingegen nach wie vor legal möglich. Böse Stimmen behaupten, dies würde vor allem daran liegen, dass der Staat bei diesen Finanzprodukten mitverdienen kann. Tatsächlich sind die Verluste von Privatanlegern hier ebenfalls in der Regel deutlich. Dennoch ist durch den regulierten Handel und die bessere Nachvollziehbarkeit die Gefahr für Betrug und unfaire Behandlung der Kunden deutlich verringert. Die Transparenz ist hier viel größer, auch wenn Optionen gerade für Privatanleger nicht unumstritten sind.

Bei Plus500 haben Anleger eine große Auswahl an klassischen Optionen

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Optionen decken mehr Underlyings ab

Das Angebot an Basiswerten und Arten ist bei Optionen nach wie vor unerreicht. Zwar haben auch die Broker für Binäre Optionen im Laufe der Jahre immer stärker nachgerüstet, allerdings konnte die Vielfalt von Optionen dabei niemals erreicht werden.

Entscheidend dafür, dass Basiswerte gehandelt werden können, ist ein liquider Markt. Liquidität hilft wesentlich dabei, den Wert der Option zu unterschiedlichen Zeitpunkten ermitteln zu können. Allerding ist dies nicht zwangsläufig notwendig und Optionen können auf viele unterschiedliche Handelswerte angeboten werden, darunter auch skurrile Underlyings wie dem Wetter. Darüber hinaus kommen jedoch die üblichen Verdächtigen zum Einsatz:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Währungen
  • Indizes
  • ETFs
  • Rohstoffe und Agrarrohstoffe
  • Elektrische Energien
  • Swaps

Bei Binären Optionen war es hingegen üblich, dass vor allem Aktien, Anleihen, Währungen und Indizes im Angebot war. Einige Broker ergänzten das Angebot noch um Rohstoffe, die Auswahl war dabei jedoch immer deutlich geringer als auf dem Markt für Optionen.

Immerhin erlaubt alleine der Handel an großen Terminbörsen, dass auch Optionen für exotischere Basiswerte auf einen liquiden Markt treffen. Außerdem können Optionen natürlich auch OTC gehandelt werden, sodass prinzipiell keine Begrenzungen existieren. Bei Binären Optionen war der Broker hingegen der einzige Handelspartner, der sich natürlich daran orientiert hat, welche Basiswerte besonders nachgefragt werden, in der Auswahl letztlich jedoch auch aus technischen Gründen begrenzt war.

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Optionen mit mehr Vielfalt?

Binäre Optionen wurden ursprünglich ausschließlich als Call-/Put-Optionen angeboten. Diese Handelsart ist auch die, die unter den Optionen mit Abstand am häufigsten ist. Nach und nach ergänzten die Broker für Binäre Optionen ihre Handelsarten und boten somit mehr Auswahl, darunter beispielsweise Range- oder One Touch-Optionen. Damit bildeten sie letztlich allerdings Handelsarten ab, die auch unter den Optionen bereits existierten.

Diese etwas ausgefalleneren Optionen sind allerdings deutlich komplizierter als Standard-Optionen. Auszahlungen hängen dabei nicht nur vom Wert des Basiswertes ab, sondern vom gesamten Kursverlauf. Sie werden deswegen auch als „pfadabhängige“ Optionen bezeichnet und fallen häufig unter den Sammelbegriff „Exotische Optionen“. Auch die Binären Optionen werden von vielen als eine exotische Option betrachtet. Dieser Argumentation folgend würden natürlich Optionen zwangsweise deutlich mehr Vielfalt bieten als Binäre Optionen, die sie umfassen. Allerdings ist diese Einteilung durchaus umstritten und wurde vor allem in den letzten Jahren den Binären Optionen nicht unbedingt gerecht. Immerhin gab es zahlreiche Broker, die kein anderes Finanzprodukt anboten und die Möglichkeit hier immer weiter ausdifferenzierten.

Zudem ist es so, dass es üblicherweise weniger die Optionen sind, die hier viele unterschiedliche Spielarten anbieten, sondern eher Optionsscheine und Zertifikate. Diese werden in den verschiedensten Versionen angeboten und sind dementsprechend oft selbst für Profis schwierig einzuschätzen.

Optionen mit mehr Liquidität und transparenteren Preisen

Wer früher bei einem Broker für Binäre Optionen eine Position eröffnet hat, konnte diese nicht an andere Marktteilnehmer verkaufen. Zwar gab es durchaus einige Broker, die die Optionen auf Wunsch zurückgekauft haben, allerdings war auch hier der Broker der einzige Handelspartner. Anders ist dies bei Optionen. Diese werden vielfach so gestaltet, dass sie jederzeit gekauft und verkauft werden können.

Ähnlich wie beim Handel mit Binären Optionen ist der Restwert hierbei entscheidend. Der Handel findet allerdings an Terminbörsen wie der EUREX oder der Chicago Board Options Exchange statt. Die Kontrakte sind also so standardisiert, dass sie genügend Liquidität aufweisen, um prinzipiell jederzeit verkauft zu werden. Auf diese Weise haben Trader und Anleger, die eine Option erworben haben, die Möglichkeit, diese durch Weiterverkauf oder Rückkauf zu schließen. Der Preis hierfür wird am freien Markt gebildet. Er bestimmt sich durch verschiedene Merkmale wie:

  • Aktueller Kurs des Underlyings
  • Ausübungspreis
  • Restlaufzeit
  • Volatilität des Kurses
  • Eventuell anfallende Dividendenzahlung bis zum Ausübungsdatum

Bei einem Broker für Binäre Optionen ist es hingegen nicht so transparent gelöst, welche Rückkaufpreis anfällt. Die Unabhängigkeit vom Broker ist also einer der größten Unterschiede beim Trading von Binären Optionen und dem Handel mit Optionen.

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Unterschied 5: andere Zeiträume in der Betrachtung

Eine der wichtigsten Unterschiede beim Handel mit Binären Optionen im Vergleich zum Handel mit Optionen ist der viel kurzfristigere Zeitraum von Binären Optionen. Grundsätzlich wurden diese über eine vergleichsweise bereite Spanne angeboten. Viele Broker hatten auch Laufzeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten im Angebot. Länger als bis zum Ende des Quartals wurde die Handelsart allerdings üblicherweise nicht angeboten.

Besonders beliebt waren allerdings die sogenannten Turbo-Optionen. Sie hatte Laufzeiten zwischen 15 Sekunden und fünf Minuten und haben somit besonders kurzfristiges Trading ermöglicht. Klassisch waren dabei die 60 Sekunden-Optionen, die besonders populär wurden. Allerdings nehmen bei derart kurzfristigen Zeiträumen natürlich auch die Möglichkeiten ab, den Kursverlauf sinnvoll zu analysieren und so eine fundierte Entscheidung zu treffen. Letztlich ähnelten gerade die kurzfristigen Binären Optionen dem Glücksspiel mehr als einem soliden Finanzprodukt.

Optionen werden hingegen üblicherweise über einen mittelfristigen Zeitraum angeboten. Üblich sind Laufzeiten zwischen 30 und 120 Tagen. Bei ihnen spielt der Zeitrahmen bis zum Verfallsdatum allerdings eine sehr wichtige Rolle und beeinflusst auch den Preis. Üblicherweise wird eine implizite Volatilität in den Preis miteinberechnet, die bei längeren Zeiträumen natürlich ansteigt. Hier wird also das Risiko durch längere Zeiträume auch eingepreist, was bei Binären Optionen üblicherweise nicht der Fall ist. Hier hat der Zeitraum üblicherweise einen kleineren Einfluss auf die Rendite, die Trader erwarten können.

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Welche Gemeinsamkeiten haben beide Finanzprodukte?

Dadurch, dass Binäre Optionen sich direkt von den Optionen ableiteten, entstanden natürlich auch einige wichtige Gemeinsamkeiten:

  • Gehebelter Handel

Beide Finanzprodukte können auch gehebelt gehandelt werden. Bei den Optionen entsteht dies durch die Prämie, die es ermöglicht, für einen Bruchteil ein deutlich größeres Handelsvolumen zu traden. Bei Binären Optionen entsteht dies hingegen durch die hohe Auszahlung.

  • Barausgleich

Trader kaufen bei beiden Handelsarten nicht den Basiswert selbst und üben ihr Recht üblicherweise nicht aus. Stattdessen kommt der sogenannte Barausgleich zum Tragen, in dem der Trader seinen finanziellen Vorteil ausgezahlt erhält.

  • Reduzierte Kapitalaufwand

Bei Binären Optionen waren Positionen schon oft ab 5 Euro handelbar. Trader müssen bei Optionen zwar häufig mehr investieren, durch die Hebelwirkung ist der Handel jedoch gewinnbringender. Mit weniger Kapital handeln ist derzeit nur noch durch CFDs möglich.

  • Short und Long handelbar

Einer der größten Vorteile bei Finanzderivate ist der Umstand, dass Trader nicht nur von Kurssteigerungen profitieren, sondern auch Kursverluste gewinnbringend nutzen können. Damit sind die Finanzprodukte auch gut geeignet, eigene bestehende Positionen zu hedgen.

  • Hohes Verlustrisiko

Durch den Heben steigt nicht nur die mögliche Rendite und der Kapitalbedarf verringert sich, auch das Risiko steigt natürlich enorm bei beiden Handelsmöglichkeiten.

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Fazit: Binäre Optionen und Optionen mit wichtigen Unterschieden

Zwar stammen Binäre Optionen von Optionen ab, letztlich gibt es jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Finanzprodukten. Für Kunden aus Deutschland ist es natürlich auch alles andere als unwichtig, dass Binäre Optionen in der gesamten EU nicht mehr legal angeboten werden dürfen.

Außerdem bieten Optionen auch einige Vorteile. Sie sind an Terminbörsen handelbar und die Preiszusammensetzung erfolgt mit mehr Transparenz und häufig standardisiert, sodass im Handel deutlich mehr Liquidität existiert. Das hat für Trader natürlich den Vorteil, dass auch sie Optionen vor der Fälligkeit verkaufen können und dabei nicht auf einen einzelnen Broker angewiesen sind.

Ohnehin bieten Optionen deutlich mehr Möglichkeiten. Sie werden auf so ziemlich alle Basiswerte angeboten, die Trader sich noch denken können. Abseits der Standard-Optionen gibt es zudem viele unterschiedliche Handelsarten, die den Handel noch einmal deutlich abwechslungsreicher gestalten können. Natürlich ist derart kurzfristiges Trading wie im Rahmen von Binären Optionen nicht möglich. Da derart geringe Zeitabstände wie unter Turbooptionen üblich allerdings ohnehin nicht sinnvoll analysiert werden können, werden diese ohnehin zumeist als Finanzwette bezeichnet.

Dies kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Binäre Optionen und Optionen durchaus einige Ähnlichkeiten aufweisen, die natürlich auch daher stammen, dass Binäre Optionen ursprünglich von den Optionen abgeleitet wurden.

 

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