Aptiv Aktie: Der nächste Stern am Aktienmarkt?

By | 9. März 2020

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Die Aptiv Aktie ist ein Wertpapier, das vielen Anlegern kein Begriff ist. Dabei schickt sich der Automobilzulieferer an, einer der wichtigsten Hersteller für autonome Fahrzeuge zu werden. Wer jetzt in die Aktie investiert, könnte noch von diesem Zukunftstrend profitieren, bevor es zu spät ist – oder er wird Leidtragender der Absatzkrise.

Wir stellen das Unternehmen und seine Bilanzen vor und setzen sie in einen Kontext der jüngeren Geschichte des Unternehmens. Außerdem verraten wir ihnen, welche Coup Aptiv plant und welche Risiken dabei auf das Unternehmen zukommen.

  • Aptiv ist einer der größten Autozulieferer weltweit
  • Nach Insolvenz und Umstrukturierung wieder erstarkt
  • Einer der wichtigsten Entwickler für autonomes Fahren
  • kombiniert das Beste aus zwei Welten

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Wissenswertes zum Unternehmen und zur Aktie

Aptiv ist in dieser Form ein vergleichsweise junges Unternehmen, hat tatsächlich jedoch eine bewegte Geschichte. 1999 wurde es von General Motors als Autozulieferer ausgegliedert, musst jedoch nur sechs Jahre später Insolvenz anmelden. Zahlreiche Restrukturierungen und Abspaltungen später gilt Aptiv möglicherweise erstmals als modernes, zukunftsfähiges Unternehmen, das sogar zu einem der Big Player werden könnte. Hintergrund ist der Fokus auf autonomes Fahren und die dazugehörigen Bauteile bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung der Produktion.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz inzwischen ins Saint Helier, Jersey. Die operative Hauptzentrale befindet sich in Dublin. Damit hat das Unternehmen schon früh auf den drohenden Brexit reagiert und größere Nachteile verhindert.

Die Aktien von Aptiv werden aufgrund der ursprünglichen Gründung als US-Unternehmen noch immer an der NYSE gehandelt und sind dank eines zweistelligen Milliardenumsatzes und einer ebensolchen Marktkapitalisierung auch Teil des S&P 500.

Das Unternehmen hat rund 255 Millionen Aktien herausgegeben. Der Großteil davon, nämlich über 99 % befinden sich im Streubesitz. Es gibt derzeit keine größeren Investoren, die einen nennenswerten Anteil an Aptiv halten.

Anleger von Aptiv müssen sich auf eine vergleichsweise volatile Aktie vorbereiten. Innerhalb der letzten zwei Jahre fiel der Kurs von 87 US-Dollar auf unter 54 US-Dollar, um dann innerhalb von drei Monaten wieder die 80 Dollar-Grenze zu durchbrechen. Nach einem kurzen Durchatmen fiel die Aktie wieder auf 57 US-Dollar und stieg dann wieder auf 87 US-Dollar. Und auch die alltägliche Volatilität kann recht hoch sein, sodass Anleger eine entsprechende Risikoneigung mitbringen sollten.

aptiv aktie

Was produziert Aptiv genau?

Aptiv ist ein Automobilzulieferer und soll sogar der größte weltweit sein. Fast jeder größerer Autohersteller zählt zu den. Aptiv ist inzwischen vor allem für das autonome Fahren berühmt. Entsprechend umgerüstete Fahrzeuge werden beispielsweise bereits seit 2018 mit dem Fahrdienst Lyft im Rahmen eines Tests genutzt.

Darüber hinaus fabriziert das Unternehmen auch:

  • Klimaanlagen
  • Sicherheitstechnik
  • Motorenteile
  • elektrische und elektronische Bauteile

Dabei beschränken sich die Kunden nicht nur auf den Automobilmarkt, diese Branche ist jedoch ohne Frage der Hauptkunde. Ein Großteil des Umsatzes macht Aptiv in dieser Industrie. Dabei ist es jedoch nicht auf bestimmte Regionen beschränkt, sondern expandiert in die ganze Welt.

Innerhalb der Automobilindustrie stellt Aptiv diverse Lösungen bereit. Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei größtenteils sehr universell, das Unternehmen hat jedoch auch spezielle Linien, beispielsweise für Nutzfahrzeuge im Angebot.

Dabei ist das Unternehmen allerdings vor allem auf Hochtechnologie spezialisiert. Eine der zentralen Aufgaben sieht es zudem in der Vernetzung. Dementsprechend gehören Software-Lösungen, Rechenplattformen und die notwendige Vernetzungsarchitektur zum Angebot von Aptiv. Aptiv stellt zudem selbst diverse Sensoren und Kameras her oder lässt sie in engen Kooperationen von Experten herstellen.

Was Aptiv allerdings nicht selbst produzieren will und kann, sind autonom fahrende Autos. Das Unternehmen greift dafür auf andere Automodelle zurück und baut diese mit den notwendigen Bauteilen und Sensoren um. Dafür arbeitet Aptiv mit verschiedenen Herstellern zusammen, da es auch mit diversen Produzenten an Projekten arbeitet und dafür natürlich nicht das Fahrzeug eines Drittanbieters nutzt. Es ist dementsprechend nicht wahrscheinlich, dass Aptiv eines Tages selbst Autos produziert.

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Warum sollten Anleger in Aptiv investieren?

Aptiv beantwortet die Frage, warum Anleger in die Aptiv Aktive investieren sollten, selbst mit diversen Argumenten. Das Unternehmen sei nach eigener Einschätzung so positioniert, dass es nur gewinnen kann. Es ist auf grüne und sichere Megatrends ausgerichtet und ist dabei einer der Marktführer. Dabei kann das Unternehmen auf der einen Seite die Softwareentwicklung leisten, auf der anderen Seite jedoch auch die Systeme herstellen und integrieren.

Aptiv wirbt deswegen damit, sowohl das Gehirn als auch das Nervensystem für ein intelligentes Auto anbieten zu können und in dieser Hinsicht der einzige Anbieter zu sein. Aptiv legt viel Wert darauf, dass seine einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind, also auch kommunizieren zu können. Hierin unterscheidet sich das Unternehmen von vielen anderen Zulieferern.

Aptiv gilt zwar selbst als optimaler Zukauf für einige der großen Automobilhersteller, bislang ist das Unternehmen allerdings durchaus selbst auf Zukäufe und Expansion ausgerichtet. Dabei will das Unternehmen nicht zuletzt immer wieder neue Technologien entwickeln und zur Marktreife bringen.

Das Unternehmen legt einen vergleichsweise transparenten und nachvollziehbaren Plan vor. Fest darin enthalten ist es, einen Teil der Gewinne wieder an die Anleger auszuschütten. Im Vergleich zu vielen anderen Aktiengesellschaften beschränkt sich diese allerdings auf maximal 15 % des Gewinns. Rund die Hälfte soll hingegen in sinnvolle Zukäufe und Aktienrückkäufe fließen. Bis zu 40 % sollen für Investitionsausgaben zur Verfügung stehen.

Bislang konnte das Unternehmen seine Pläne auch vergleichsweise gut umsetzen. Angst vor den Brexit-Auswirkungen müssen Anleger kaum noch haben, seitdem das Unternehmen seinen Firmensitz 2018 verlegt hat.

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Vorgängerunternehmen Delphi musste Insolvenz anmelden

Die Geschichte von Aptiv ist eng verwoben mit General Motors. Das Unternehmen wurde ursprünglich als Delphi Corporation 1999 von General Motors getrennt. Hintergrund war vor allem eine Kostenersparnis: Die Arbeiter von General Motors mussten höher entlohnt werden und die Abspaltung sollte eine versprechende Vergünstigung herbeiführen. General Motors versprach allerdings, bei einer Insolvenz bis 2007 die Renten der Mitarbeiter zu übernehmen.

Delphi gelang es allerdings kaum, größere andere Kunden zu finden, und General Motors blieb für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich. Allerdings geriet GM selbst in schiefes Fahrwasser und die Probleme des Mutterkonzerns schlugen sich auch auf Delphi durch.

Im Oktober 2005 musste das Unternehmen schließlich Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen. In diesem Rahmen wurden rund 8.500 Arbeitsplätze abgebaut oder weiter gegeben und so ein schneller Abschluss des Verfahrens angestrebt. Durch die Bankenkrise in den USA gelang dies jedoch erst im Oktober 2009.

Große Teile des Unternehmens wurden wieder an General Motors zurückgegeben. Unter anderem übernahm der Mutterkonzern mehrere Werke und die Produktion von Lenksystemen. Die Rückgabe fiel dabei mitten in das Insolvenzverfahren des US-Autoherstellers.

Delphi selbst konzentrierte sich ab da nur noch auf einen Teil der Produkte, die zuvor im Portfolio waren. Ziel war es vor allem, das Unternehmen deutlich robuster aufzustellen. 2017 erlebte es eine weitere Abspaltung in Delphi Technologies und Aptiv PLC. Seitdem sind die Hauptgeschäftsfelder:

  • Fahrzeugelektronik
  • Vernetzung
  • Autonomes Fahren

Damit scheint es nun gut aufgestellt zu sein. Außerdem wurde die Hauptzentrale in diesem Zuge nach Dublin verlegt.

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Das Gehirn und das Nervensystem: Was kann Smart Vehicle Architecture?

Eine der größten Ankündigungen von Aptiv in den letzten Jahren war die Ankündigung der Vorstellung des Smart Vehicle Architecture auf der CES 2020. Das SVA soll das neue Steckenpferd von Aptiv werden und das autonome Fahren auf ein neues Niveau heben können.

Bislang haben Entwickler nämlich das Problem, dass es zu viele einzelne Elemente gibt, die jeweils ihre eigene Software und ihre eigene Steuerung haben. Das macht gerade die Integration kompliziert und die einzelnen Systeme können nicht miteinander arbeiten. Stattdessen wird die Steuerungsintelligenz immer komplexer und somit natürlich auch fehleranfälliger und langsamer. Das Problem dabei ist, dass die einzelnen Entwickler auch überhaupt kein Interesse daran haben, ihre Systeme kompatibel mit anderen zu gestalten oder sie sogar zu integrieren.

SVA soll dieses Problem lösen. Es hat bereits den ausgebauten Zustand des autonomen Fahrens auf Level 5 als Grundlage. Um die Kompatibilität zu gewährleisten arbeitet es mit Zonencontrollern, in denen alle Steuerungsaufgaben gemeinsam ausgeführt werden können. Diese ersetzen die bisherigen Boxen für jedes einzelne System und werden von einem Server gesteuert. Auf diese Weise ist SVA sehr gut skalierbar und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ohne Probleme anpassbar. Neben der verbesserten Zusammenarbeit und Organisation der einzelnen Elemente sollen Autohersteller so auch Platz und Geld sparen.

Die Software ist sogar als Open Source freigegeben. Dennoch ist es fraglich, ob Autohersteller tatsächlich ihre gesamte Fahrzeugsteuerung tatsächlich auf diese Weise an Aptiv abgeben würden.

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Was sind die Pläne von Aptiv?

Aptiv scheint in den letzten Jahren vor allem seine Fortschritte beim autonomen Fahren noch weiter vorantreiben zu wollen. Dafür sprechen vor allem die Investitionen, die das Unternehmen in den letzten Jahren getätigt hat.

So zählt NuTonomy sicherlich zu den wichtigsten Akquisitionen von Aptiv. Das Software Start-up des MIT wurde 2017 erworbne. Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits einen Robi-Taxi-Service in Boston und Singapur gestartet.

Dabei werden die Geschicke von Aptiv in Zukunft sicherlich eng mit Hyundai verknüpft sein. Im September 2019 haben sich beide Unternehmen auf ein Joint Venture verständigt, das sich speziell dem autonomen Fahren widmen soll. Ziel sind:

  • Design
  • Entwicklung
  • Kommerzialisierung

Von Level 4 und 5 des autonomen Fahrens. Damit nehmen sich beide vergleichsweise ehrgeizige Ziele an und lassen etwaige Funktionen von Level 3 direkt außen vor. Während Level 4 erreichbar scheint und einige ehrgeizige Projekte dies bereits 2025 verwirklichen wollen, ist Level 5 voraussichtlich noch einige Jahrzehnte von der Marktreife entfernt. Entsprechend langfristig ist die Zusammenarbeit also auch angelegt.

Speziell für Level-4-Technik hat das Unternehmen zudem in Singapur ein weiteres Entwicklungszentrum eröffnet. Es soll sich vor allem Fahrsicherheitssystemen, Konnektivitätsanwendungen und Infotainment widmen.

Aptiv ist dabei aktuell bereits auf einem Level angekommen, wo es ausloten muss, wie es dafür sorgen kann, dass autonome Fahrer sich sinnvoll verhalten, auch wenn sie dafür die Verkehrsregeln etwas weiter auslegen müssen. Die Entwicklung der Software wird also immer wichtiger und komplexer.

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Wie weit ist Aptiv beim autonomen Fahren?

Wie weit Aptiv tatsächlich bei der Entwicklung des autonomen Fahrens ist, ist bislang noch nicht klar. Das Unternehmen veröffentlicht keine Daten, die tatsächlich mit denen der Konkurrenz vergleichbar wären. Wer also beispielsweise nach den gefahrenen Kilometern ohne sicherheitsbedingte Eingriffe des Fahrers sucht, wird nicht fündig.

Es ist allerdings möglich, selbst herauszufinden, wie gut Aptivs autonome Fahrzeuge bereits heute schon fahren, dank einer Kooperation mit dem Fahrdienst Lyft. In Las Vegas stellt das Unternehmen insgesamt 30 autonome Fahrzeuge zur Verfügung. Kunden können sie optimal bestellen und sich von ihnen zum gewünschten Ort bringen lassen. Mit dabei ist allerdings Sicherheitspersonal, das im Notfall eingreift.

Auf der einen Seite stärkt dieses Projekt natürlich die Akzeptanz des autonomen Fahrens an sich, wovon Aptiv langfristig investieren wird. Auf der anderen Seite kann das Unternehmen so allerdings auch wertvolle Informationen darüber sammeln, wie autonomes Fahren und Fahrdienste sich miteinander kombinieren lassen. Inzwischen sind mehr als 100.000 Fahrten auf diese Weise durchgeführt worden.

Die Teilnehmer sind dabei größtenteils sehr zufrieden und 98 % bewerten den Dienst sogar mit fünf von fünf möglichen Sternen. Viele scheinen die tatsächliche Fahrt erstaunlich unspektakulär zu finden, ohne dass dies der Nutzererfahrung tatsächlich schaden würde. Auf der entsprechenden Strecke schlägt sich Aptiv also sehr gut. Darüber hinaus „trainieren“ die Autos auch noch auf anderen Teststrecken, unter anderem in Wuppertal. Ziel für Aptiv ist es bei jedem Test, die Autos genehmigen zu lassen und keine Teststrecke. Alle Fahrzeuge fahren mit Fahrern, die bei Gefahr eingreifen können.

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Wie gut ist Aptiv derzeit finanziell aufgestellt?

Wer sich die Bilanz der letzten fünf Jahre von Aptiv ansieht, muss natürlich auch wissen, dass das Unternehmen in dieser Form erst seit 2017 existiert. Dementsprechend lassen sich bestimmte Rückgänge natürlich vergleichsweise leicht erklären und die Bilanz wird erst danach wirklich aussagekräftig für die jetzige Situation.

So ging der Umsatz beispielsweise von 2016 (16 Milliarden US-Dollar) bis 2017 (12,8 Milliarden US-Dollar) um 23 % zurück. 2018 konnte Aptiv allerdings um 12 % zulegen, 2019 ist der Umsatz mit 14,35 Milliarden US-Dollar fast gleich geblieben. Natürlich betrifft Aptiv auch die Absatzschwäche für Automobile auf dem chinesischen Markt.

Demgegenüber ist allerdings auch der Gewinn vergleichsweise konstant geblieben, befindet sich jedoch in einem leichten Abwärtstrend. 2018 waren mit 1,07 und 0,99 Milliarden Euro die schwächsten beiden Jahre seit 2013.

Aptiv ist immer noch in einem Umstrukturierungsprozess. Entsprechend schwankend sind die Mitarbeiterzahlen. 2016 beschäftigte das Unternehmen noch 166.000 Mitarbeiter, nach der Abspaltung waren es noch 129.000. Bereits im Folgejahr stieg die Beschäftigtenzahl wieder auf 143.000 an, um 2019 wieder auf 141.000 zu sinken. Wer bei Aptiv seit ein paar Jahren arbeitet, hat also mit großer Wahrscheinlichkeit recht umfangreiche Entlassungen miterlebt.

Seitdem das Unternehmen sich restrukturiert hat, ist die Eigenkapitalquote erheblich besser geworden. Sie stieg von 19,53 % (2016) auf 28,38 % (2019) an. Dabei gab es den größten Sprung von 2016 auf 2017 (27,11 %).

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Welche Chancen und Risiken gibt es für ein Aptiv-Invest?

Aptiv ist als Automobilzulieferer natürlich auch von der Autobranche abhängig. Diese befindet sich gerade am Rande einer Krise. Weil in China der Absatzmarkt zusammenbricht, geraten auch die Zulieferer früher oder später ins Schleudern. Die Produktion wird zurückgefahren und so sinkt auch der Umsatz der Zulieferer. Bei der erwarteten Konsolidierungswelle werden natürlich auch nicht alle bisherigen Partnerschaften in dieser Form weitergeführt. Von dieser Entwicklung kann Aptiv kurz- bis mittelfristig natürlich ebenfalls betroffen sein.

Ein Risiko ist dabei auch die Einführung des SVA. Grundsätzlich handelt es sich um einen vielversprechenden Ansatz, der allerdings von den Unternehmen auch angenommen werden muss. Ist dies nicht der Fall, geht einer der wichtigsten Pläne von Aptiv nicht auf.

Bei einem so innovativen Unternehmen wie Aptiv besteht zudem natürlich immer auch die Gefahr, dass es doch von der Konkurrenz überholt wird. Sollte dies geschehen, wäre das für Aptiv natürlich ein herber Rückschlag, von dem es sich unter Umständen auch nicht erholen könnte. Der Weg zu Level 4 und 5 ist noch vergleichsweise weit und steinig. Es reichen einfache Engpässe und Schwierigkeiten, die Aptiv nicht lösen kann, um das gesamte Geschäftskonzept auf den Kopf zu stellen.

Grundsätzlich wäre es auch immer noch möglich, dass autonomes Fahren zwar technisch realisiert wird, jedoch keinen Markt findet oder durch die Gesetzgebung unterbunden wird. Dafür würden vermutlich schon tödliche Unfälle ausreichen, um die Stimmung dahingehend zu beeinflussen. Ein Restrisiko ist also auch hier vorhanden, zumal ethische Fragen nicht abschließend geklärt werden können.

Aptiv Aktie Chancen

Eignet sich die Aptiv Aktie als Dividendentitel?

Aptiv ist als vergleichsweise junges Unternehmen natürlich immer auch ein Risiko. Aptiv steckt die Insolvenz eigentlich immer noch in den Knochen. In den letzten Jahren hat es jedoch gut und solide gewirtschaftet. Dabei reichten die Gewinne auch bereits aus, um den Anlegern eine Dividende zu zahlen. Die Geschäftsführung hat dabei festgelegt, dass rund 10 % der Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.

Damit sind natürlich keine all zu großen Sprünge möglich, zumindest schütten viele andere Unternehmen rund das Doppelte aus. Dementsprechend ist die Dividendenrendite zwar solide, aber nicht überdurchschnittlich hoch:

  • 2019: 0,92 % (0,88 USD)
  • 2018: 1,43 % (0,88 USD)
  • 2017: 1,35 % (1,16 USD)
  • 2016: 1,75 % (0,97 USD)

Die Werte davor bewegen sich in einem sehr ähnlichen Bereich. Aptiv ist also zumindest seit 2013 ein durchaus solider Dividendenträger, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen. Die Begrenzung auf 10 % des Gewinns ermöglicht dem Unternehmen natürlich auch, stärker zu wachsen oder sich finanziell stabiler aufzustellen als dies bei größeren Ausgaben der Fall wäre.

Die Aptiv Aktie kombiniert für Anleger dabei im Prinzip das Beste aus zwei Welten: Auf der einen Seite ist das Unternehmen vergleichsweise solide und konservativ aufgestellt. Als Autozulieferer ist Aptiv etabliert. Auf der anderen Seite forscht das Unternehmen an Zukunftstechnologien und legt dort auch ohne Frage eine der Prioritäten. Während Anleger eines etablierten Autozulieferers möglicherweise eine höhere Dividende erwarten könnten, gehen viele Anleger von jungen, modernen Tech-Unternehmen hingegen leer aus. Aptiv erweist sich auch hier als Kombination von beidem.

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Für wen eignet sich die Aptiv Aktie?

Aptiv ist schon eine der Trend-Aktien. Wer bei Tesla zu spät dran ist und Alternativen sucht, stößt früher oder später auf den Autozulieferer. Das Unternehmen wird dabei vielfach hochgelobt und zählt zu denen, denen viele Marktbeobachter zutrauen, in Zukunft immer wichtiger zu werden.

Bereits jetzt hat Aptiv natürlich den großen Vorteil, dass es als einer der größten Automobilzulieferer der Welt gilt und dabei fast alle größeren Hersteller zu den Kunden zählen kann. Dies bietet natürlich viel Sicherheit, auch wenn eine größere Konsolidierungswelle auf die Branche zurollt.

Aptiv kann also im Prinzip das Beste aus zwei Welten vereinen: Auf der einen Seite ist das Risiko zumindest innerhalb der Branche vergleichsweise breit gestreut. Aptiv hat Kunden in allen Segmenten der Automobilbranche und Niederlassungen auf mehreren Kontinenten, sodass auch eine regionale Diversifikation besteht.

Zugleich setzt das Unternehmen vergleichsweise stark auf Forschung und Weiterentwicklung und plant dabei nicht zuletzt, das autonome Fahren auf ein neues Level zu heben. Auch Fahrdienste oder zumindest die Grundlagen dafür scheinen zu den Plänen von Aptiv zu gehören.

Die Aptiv Aktie eignet sich dementsprechend für alle Anleger, die zwar in Zukunftstechnologie investieren möchten und dabei auch gerne den großen Wurf landen möchten, zugleich jedoch ein Mindestmaß an Sicherheit von ihrem Unternehmen fordern. Auch Anleger, die eine Dividende für ein Invest voraussetzen und trotzdem in autonomes Fahren anlegen wollen, sind bei der Aptiv Aktie richtig.

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Welche Alternativen zur Aptiv Aktie gibt es?

Die meisten Anleger, die in die Aptiv Aktie investieren, interessieren sich weniger für die Rolle als Zulieferer, sondern wollen über das Wertpapier in das autonome Fahren investieren. Dementsprechend sind es vor allem die Konkurrenten auf diesem Gebiet, die als Alternative in Frage kommen.

Hier wäre zuallererst Waymo, die Tochtergesellschaft von Alphabet zu nennen. Waymo gilt als Vorreiter der Branche, weil das Unternehmen derzeit in vielen Bereichen führend ist. Zum einen hat kein anderes Unternehmen so viele autonom gefahrene Kilometer vorzuweisen, zum anderen ist auch kein anderes Projekt dabei ähnlich erfolgreich. Die Anzahl an Kilometern, die möglich ist, bevor ein Fahrer eingreifen kann, beträgt ein Vielfaches des Zweitplatzierten. Entsprechend weit fortgeschritten ist die Technik. Einen Nachteil hat Waymo allerdings auch: Ein direktes Investment ist unmöglich. Stattdessen geht dies nur über den Kauf von Alphabet-Aktien, was jedoch natürlich kein zielgerichtetes Investment in autonomes Fahren bedeutet.

Wer nichts dagegen hat, auch in Elektroautos zu investieren, landet fast unausweichlich bei Tesla. Nachdem es 2019 erstmals in der Lage war, schwarze Zahlen zu schreiben, ist Tesla auch für viele konservativere Anleger inzwischen eine mögliche Wahl. Auch Tesla ist sehr weit in Bezug auf das autonome Fahren und forscht konsequent an dessen Weiterentwicklung. Zudem ist das Unternehmen einer der wenigen, die zuletzt trotz sinkender Absatzzahlen den Absatz deutlich steigern konnten. Die Tesla-Aktie gilt allerdings nicht gerade als günstig und das Risiko ist hier natürlich vergleichsweise groß.

Weitere Alternativen sind Autohersteller oder Zulieferer, die intensiv forschen, wie beispielsweise:

  • Nissan
  • Cruise
  • Infineon
  • Intel

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Wie schätzen Analysten die Aktie von Aptiv ein?

Analysten stehen der Aptiv Aktie grundsätzlich eher positiv bis neutral gegenüber. Allerdings tendieren sie eher zur Zurückhaltung und die Analysen, die die Situation noch vorsichtiger einschätzen, häufen sich in den letzten Tagen und Wochen natürlich.

Denn in den älteren Prognosen fließt natürlich noch nicht ein, dass der Corona-Virus in dieser Stärke ausbricht und Teile der Weltwirtschaft so stark beeinflusst, darunter vor allem auch die Autoindustrie und somit Aptivs Hauptmarkt.

Ohne diese aktuelle Entwicklung sind die Prognosen natürlich nicht mehr stimmig. Allerdings sehen viele Anleger eine Krise auch nur als guten Zeitpunkt an, um günstig Aktien zu kaufen. Dementsprechend ist es durchaus sinnvoll, auch Prognosen vor solchen Ereignissen zu betrachten.

  • 10 Analysten empfehlen, die Aktie zu kaufen, 7 raten zum Aufstocken
  • 5 Analysten sehen Halten als die beste Wahl
  • 2 Analysten raten zum Verkauf der Aptiv Aktie

Dabei verschlechtert sich die Meinung in den letzten Monaten etwas. Die Analysten haben dabei natürlich auch schon auf den schlechteren Absatz in China reagiert. Dabei wurde vor allem die Gewinneinschätzung in den letzten Monaten meist nach unten korrigiert. Damit spiegeln sie auch die tatsächliche Entwicklung wieder.

Das größte Problem scheint für Aptiv derzeit zu sein, dass die Absatzzahlen so stark eingebrochen sind und das Unternehmen dies natürlich jetzt ebenfalls schon spürt. Der Aktienkurs ist allerdings ebenfalls auf Talfahrt, sodass es durchaus auch ein günstiger Augenblick sein kann, um sich mit Aktien eines Marktführers einzudecken.

Aptiv Aktien

Fazit: Aptiv Aktie: DAS Wertpapier für autonomes Fahren?

Aptiv zählt zu den Unternehmen, die auf den ersten Blick kaum relevant in Bezug auf Zukunftstechnologien scheinen, beim zweiten jedoch erhebliches Potenzial offenbaren. Wenn es Aptiv gelingt, seine Produkte erfolgreich auf dem Markt zu platzieren, wird das Unternehmen für autonomes Fahren nicht wesentlich unwichtiger sein als Waymo oder Cruise.

Dabei überzeugt der Zulieferer bereits jetzt mit einem stabilen Umsatz, einem umfangreichen Kundenstamm und zählt zu den Marktführern unter den Autoherstellern. Auf diese Weise verspricht es das beste aus zwei Welten: Auf der einen Seite hat es bereits ein solides Geschäftsmodell, wodurch das Risiko recht breit gestreut wird – auch wenn es sich auf die Automobilbranche konzentriert. Auf der anderen Seite hat Aptiv jedoch auch die Chance, zu den Technologieführern aufzusteigen und sich so unersetzlich zu machen.

Die Aptiv Aktie ist dementsprechend für viele Anleger interessiert. Gerade diejenigen, die nicht nur auf die Zukunft setzen möchten, sondern bereits jetzt einen Gegenwert für ihr Invest erwarten, könnten mit Aptiv sehr zufrieden sein. Ein Wermutstropfen ist dann allerdings, dass die Dividendenausschüttung vergleichsweise gering ist. Sie ist zwar solide, liegt insgesamt jedoch unter dem Durchschnitt der Branche.

Im Jahr 2020 ist Aptiv allerdings ein recht risikoreiches Investment. Corona-Virus und die ohnehin schwächelnden Absatzzahlen für Autos setzen auch dem Zulieferer zu, der bereits im Vorjahr einen Umsatzrückgang verzeichnen musste.

Bilderquelle:

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