Forex Handelssignale – Deshalb dürfen Handelssignale niemals isoliert betrachtet werden!

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Jede Handelsstrategie, für die man sich als Trader im Bereich Devisenhandel entscheiden kann, basiert auf Handelssignalen, die demzufolge einen hohen Stellenwert einnehmen. Forex Handelssignale gibt es in verschiedenen Varianten, die allesamt eine spezielle Aussagekraft haben. Wer also dauerhaft erfolgreich mit Devisen handeln möchte, der sollte die Handelssignale für Forex kennen und im Zuge der gewählten Strategie möglichst die richtigen Schlüsse daraus ziehen beziehungsweise auf Basis dieser Signale Währungen kaufen oder verkaufen. Im Folgenden sollen drei der bekanntesten und am häufigsten genutzten Forex Handelssignale im Vergleich etwas näher erläutert werden.

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Die Fakten zu „Forex Handelssignale“ im Überblick:

  • Unterstützungen und Widerstände als unsichtbare Kursmarken.
  • MACD und Bollinger Bands basieren auf dem exponentiellen gleitenden Durchschnitt.
  • Stochastische Handelssignale können Auskünfte bei Seitwärtsbewegungen geben.
  • Fibonacci-Zahlen geben Auskünfte über die Intensität der Ausschläge.
  • Handelssignale dürfen niemals isoliert betrachtet werden.

1. Die bekanntesten Forex-Indikatoren

Forex-HandelUnterstützungen und Widerstände

Forex Handelssignale ergeben sich in der Regel aus bestimmten Chart-Konstellationen bzw. Kursverläufen. Viele Forex Signale basieren zum Beispiel auf Unterstützungen und Widerständen. Unterstützungs- und Widerstandslinien sind vielen Tradern wahrscheinlich bereits aus dem Bereich des Aktienhandels bekannt, aber beim Forex Trading können diese Handelssignale ebenfalls sehr gut eingesetzt werden.

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Der Broker FXPro bietet den AutoChartist an, mit dem Forex Signale in die Praxis umgesetzt werden können.

Unterstützungen sind dabei bestimmte Kursmarken, bei deren Erreichen es in der Vergangenheit meistens so war, dass der Kurs, nachdem er zuvor gefallen ist, nicht weiter fällt. Unterstützungen markieren demnach in vielen Fällen eine Trendwende, nämlich von fallenden hin zu steigenden Kursen. Genau umgekehrt verhält es sich mit Widerständen. Erreicht ein Devisenkurs nämlich eine bestimmte Widerstandslinie, so ist die Chance bzw. Gefahr relativ hoch, dass bisher steigende Kurse nicht weiter steigen, weil der Kurs quasi an diesem Widerstand abprallt.

Bei Unterstützungen und Widerständen handelt es sich um unsichtbare Barrieren, die die natürliche Entwicklung des Kurses stören und ein weiteres Absinken oder Steigen verhindern. Der Grund können externe politische Faktoren sein.

2. Der gleitende Durchschnitt als Grundlage für Handelssignale

HandelsangebotDie folgend vorgestellten Handelssignale basieren auf dem EMA-System, welches die Abkürzung für Exponential Moving Average, zu Deutsch „Exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitt“, darstellt. Mit Hilfe der Wahl der Perioden und Glättungen können daraus verschiedene Methoden abgeleitet werden, die den Erfolg der Strategien begründen.

Moving Average Crossover Divergence

Neben den Widerständen und Unterstützungen ergeben sich ebenfalls aus dem sogenannten Moving Averages (MA), auch als gleitende Durchschnitte bekannt, Handelssignale im Bereich des Forex-Tradings. Die gleitenden Durchschnitte gehören mittlerweile zu den Klassikern, die auch schon seit einiger Zeit im Bereich des Devisenhandels genutzt werden. Ein Handelssignal kann man in erster Linie dadurch ableiten, dass zwei MAs miteinander kombiniert werden, wobei der eine MA einen kürzeren und der andere ein längerfristigen Zeithorizont haben muss.

HandelsplattformBei dem MACD-Verfahren unterscheidet man die beiden Linien MACD-Linie und die Signallinie. Die MACD-Linie ergibt sich, indem man den gleitenden Durchschnitt der letzten 12 Tage und den gleitenden Durchschnitt der letzten 26 Tage zu einem gewichteten gleitenden Durchschnitt kombiniert werden. Die Signallinie hingegen wird in der Regel aus dem gleitenden Durchschnitt von neun Tagen errechnet.

Ein Handelssignal ergibt sich immer dann, wenn der schnellere Zeitraum den langsameren der zwei gleitenden Durchschnitte kreuzt. Kreuzt die Signallinie die MACD-Linie von unten, so kann das als ein Zeichen für eine überkaufte Situation interpretiert werden. Wird die MACD-Linie von der Signallinie von oben geschnitten, so kann es ein Zeichen für eine überverkaufte Situation sein. Diese Indikatoren werden genutzt um einen Anhaltspunkt zu haben, wann eine Position gehalten werden kann und wann sie besser geschlossen wird.

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Auch FxPro bietet mit seinen Handelsplattformen eine Reihe von Möglichkeiten, Forex Handelssignale umzusetzen.

Bollinger Bands

Ein ähnliches Prinzip verfolgen die Bollinger Bands. Anstelle von zwei Linien, gibt es hier hingegen drei Linien. Der gleitende Durchschnitt der Vergangenheitswerte bildet dabei den Mittelwert. Hier wird dann ein zuvor definierter Prozentsatz abgezogen beziehungsweise hinzu gerechnet. Dieser Prozentsatz liegt in der Regel bei drei Prozent, kann aber je nach Broker auch individuell angepasst werden. Das Prinzip ist im Grunde genommen ähnlich dem der MACD. Hier schneiden sich jedoch keine berechneten Durchschnitte, sondern die Trendlinie berührt die obere oder untere Bollinger Band. Dieser Moment kann als Handelssignal gewertet werden und fordert zumindest eine neue Entscheidung vom Händler.

Auf Basis des EMA-Systems können verschiedenste Forex-Strategien entwickelt und Handelssignale generiert werden. Zwei Methoden, die sich des EMA-Systems bedienen, sind die MACD-Strategie und die Bollinger Bands. Bei beiden werden Handelssignale an den Schnittstellen mit der gleichen Aussagekraft bezüglich eines Überkaufs oder Überverkaufs erzeugt.

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3. Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik im Forex-Handel

Technische_AnalyseOszillatoren als Forex-Handelssignale

Auch die sogenannten Oszillatoren gehören zu den Handelssignalen, die im Bereich Forex Trading genutzt werden können. Werden gleitende Durchschnitte in erster Linie bei deutlichen Trends angewendeten bzw. liefern in diesen Situationen deutliche Signale, so sind die Oszillatoren vor allen Dingen dann sehr gut geeignet, wenn es Seitwärtsbewegungen ohne klaren Trend gibt. Zu den am häufigsten genutzten Oszillatoren gehören unter anderem Relative Strength Index sowie Stochastics.

Diese beiden Oszillatoren haben die Aufgabe, Bereiche zu markieren, in denen eine Situation vorhanden ist, dass bestimmte Währungen entweder überkauft oder überverkauft sind. Liegt der Relative Strength Index zum Beispiel unterhalb von 30, so wird dies als Kaufsignal gewertet. Wichtig zu wissen ist im Zusammenhang mit den Oszillatoren, dass diese zwar während Seitwärtsbewegungen bestens funktionieren, im Zuge von längeren Trends jedoch mitunter auch Fehlsignale liefern können.

RSI: Relative-Stärke-Index

Bei dem Relative-Stärke-Index werden Auf- und Abwärtsbewegungen zueinander ins Verhältnis gesetzt. Die Zahl, die sich ergibt soll Auskunft über die bestehende Marktsituation geben. Sie ist in einem Zahlenraum zwischen 0 und 100 definiert. Ein RSI über 69 signalisiert, dass der Markt überkauft ist. Das bedeutet, dass der Kurs in zu kurzer Zeit zu schnell gestiegen ist und deshalb ein Kurseinbruch wahrscheinlich ist. Bei einem RSI unter 30 ist der Markt überverkauft. Analog zu überkauft bedeutet überverkauft, dass der Kurs zu schnell zu stark gesunken ist und der Kurs daher wieder ansteigen wird.

Arbeitet man mit stochastischen Oszillatoren oder dem Relative-Stärke-Index muss auch immer deren Aussagekraft berücksichtigt werden, bevor eine Entscheidung auf Grundlage dieser Handelssignale getroffen werden kann. Sie eignen sich besonders bei kurzfristigen Seitwärtsbewegungen.

4. Die zahlentheoretischen Ansätze

OptionsscheineNeben den exponentiellen Durchschnitten gibt es auch noch andere Systeme, die aufgrund von Zahlen zu Handelssignalen führen. Die anschließend vorgestellten Zahlen beziehen sich auf Vergangenheitswerte der Trendlinien. Hierbei werden ähnlich wie beim exponentiellen Durschnitt Punkte festgelegt, deren über- oder unterschreiten eine bestimmte Handelsempfehlung zur Folge haben.

Fibonacci-System

Bei den Fibonacci-Zahlen werden zwei aufeinander folgende Zahlen zusammengezählt. Eine Fibonacci-Zahlenreihe sieht folgendermaßen aus: 1, 5, 6, 11, 17, 28, 45. Beim Devisenhandel werden die Vergangenheitswerte als Bezugsgrößen genommen. Aus den gewonnenen Zahlen werden die sogenannten Fibonacci-Level abgeleitet. Hierbei entstehen Zahlen zwischen null und hundert Prozent. Als relevant für die Entscheidungsfindung gelten hier die Level von 38,2, 50 und 61,8 Prozent. Diese Retracement-Marken geben Auskunft über die Korrekturbewegungen des Kurses.

Retracement kann mit Rückkehr übersetzt werden. Bei einem Level von 38,2 Prozent findet eine minimale Kursbewegung statt, während bei einem Level von 61,8 Prozent das Maximum erreicht ist, bei dem der Kurs wieder auf seinen ursprünglichen Trend zurückkehren wird. Dabei gibt der Wert allein keine Aussage darüber in welche Richtung sich der Trend bewegt. Hiermit wird allein die Höhe der Piks bewertet.

Homepage von Dukascopy

Dukascopy bietet neben Pivot und Fibonacci auch Woodie und Camarilla an

Pivot-Punkte

Bei den Pivot-Punkten handelt es sich um einen Preiszonenansatz, der von Dr. Bruce Gould ermittelt wurde. Die Berechnungen basieren auf den Vortagskursen. Ziel ist es über den mathematischen Weg Widerstände und Unterstützer ausfindig zu machen. Daher wird der errechnete Pivot-Punkt noch für weitere Berechnungen eingesetzt. Der Pivot-Punkt (PP) bestimmt sich jedoch, indem man den Durchschnitt aus der Summe aus den Hoch-, Tief- und Schlusskursen des Vortags bildet.

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Im weiteren Verlauf werden zwei Widerstände und zwei Unterstützungen berechnet. Diese berechnen sich wie folgt:

  • Erster Widerstand = ( 2 x PP) – Tief Vortag
  • Zweiter Widerstand = ( PP + Hoch Vortag – Tief Vortag)
  • Erste Unterstützung = ( 2 x PP) – Hoch Vortag
  • Zweite Unterstützung = ( PP – Hoch Vortag + Tief Vortag)

Damit gibt der Pivot-Punkt auch Auskunft über die Richtung in die der Trend abweicht. Im Allgemeinen wird bei einem Überschreiten der Widerstände das Schließen der Positionen empfohlen. Gegenteiliges beim Unterschreiten der Unterstützungen. Doch auch diese Handelssignale dürfen nicht isoliert betrachtet werden.

Im Forex-Trading haben sich einige Menschen Gedanken darüber gemacht, ob es Gesetzmäßigkeiten gibt, an denen man sich orientieren kann. Unter anderem kamen dabei die Fibonacci-Level heraus, die Auskunft über die Wahrscheinlichkeit einer Trendänderung geben und die Pivot-Punkte, welche ebenfalls Auskunft über Trendabweichungen geben.

5. Und was bringen diese Signale wirklich?

TippsGanz wichtig für Einsteiger, wie Hobby-Trader ist, dass die Marktnachrichten trotzdem beachtet werden müssen. Handelssignale, wie MACD, Bollinger Bands, Fibonacci-Zahlen und Pivot-Punkte können nur als Warnschilder dienen. Ob wirklich ein erhöhtes Risiko besteht, ergibt sich aus den wirtschaftlichen Verhältnissen. Um dies zu erkennen, müssen dann die Wirtschaftsnachrichten zu Rate gezogen werden.

Auch Kennzahlen um die Aussage zu treffen, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist, sollen Auskunft über ein Verhalten geben, welches auf Spekulationen beruht. Sind diese Spekulationen aber nun begründet beziehungsweise, wenn sich durch die Spekulationen weitere Auf-/Abwärtsbewegungen ergeben, wird der gegebene Trend weiter verfolgt und nicht zurückschnellen.

Die meisten Signale geben lediglich Auskunft darüber, dass etwas passiert. Die Interpretation dieser Signale liegt ganz beim Betrachter. Es ist auch schwer allgemeine Handlungsempfehlungen für die einzelnen Signale auszusprechen. Natürlich kann bei Handelssignalen, wie dem MACD oder Bollinger Bands gesagt werden, dass beim Eintreten bestimmter Signale nur zwei Handlungsoptionen gegeben sind, wie Verkaufen oder Halten und Kaufen oder Halten.

Handelssignale, wie das Fibonacci-Level lassen allein betrachtet noch nicht einmal solche Aussagen zu. Hier müssen die Handelssignale mit anderen kombiniert werden um Handelsempfehlungen davon ableiten zu können. Überschreitet das Fibonacci-Level zum Beispiel die 61,8 Prozent und zeitgleich wird ein Schnittpunkt mit der unteren Prozentgrenze der Bollinger Bands erzeugt, ist das ein Zeichen dafür, dass der Kurs einem Abwärtstrend folgen wird.

Homepage von IronFX

IronFX bietet den EA Builder zur Entwicklung eigener Strategien mit Hilfe von Handelssignalen

Die Handelssignale geben Auskunft darüber, dass etwas auf dem Markt passiert. Manche Handelssignale geben die Richtung an, in die sich der Trend verändern könnte, andere geben die Wahrscheinlichkeit einer Änderung an ohne die Richtung zu bestimmen. Somit haben Handelssignale eine Alarmfunktion.

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6. Unser Fazit: Die schönsten Zahlen nutzen alleine nichts

ErfahrungsberichtDie Handelssignale sind wichtig um die zahlreichen Informationen, die auf den Händler tagtäglich einprasseln zu filtern und zu sortieren. Allerdings darf man sich nicht allein auf die Handelssignale verlassen. Je nachdem welche Handelssignale man verwendet, kann lediglich die Information generiert werden, dass etwas passiert. Was genau passiert, muss der Händler dann anhand der Marktnachrichten und in Kombination mit anderen Handelssignalen herausfinden.

Genauso sieht es auch mit Handelssignalen aus, die Informationen darüber liefern WAS passiert. Hier bleibt offen, ob die Entwicklung nur ein kurzer Ausreißer oder einen dauerhaften Wechsel ankündigt. Auch hier ist es von Nöten mehr Informationen einzuholen. Daher sind die ausgeklügelten Algorithmen nur so viel Wert, wie der Trader sie auch anzuwenden weiß. Gerade zu Beginn sollte man den Umgang mit den Signalen zunächst auf einem Demokonto üben.

 

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