Warum Öl und Fleisch aktuell im Gespräch sind

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.01.2021


Während der Corona-Krise war Fleisch vor allem deshalb im Gespräch, weil es in einigen Schlachtbetrieben zu starken Ausbrüchen mit dem Virus kam. Jetzt ist Fleisch wieder im Gespräch, dieses Mal aber aus anderen Gründen, denn der Markt für Schweinefleisch steht stark unter Druck. Auch beim Öl sind Anstiege beim Preis zu verzeichnen und es kommt die Frage auf, wie sich das auf die Kosten beim Sprit auswirken wird.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Bauern und Handel geraten in Streit um Schweinepreise

Forexhandel.org Icon KostenStreit um die Preise für das Fleisch gibt es zwischen Handel und Bauern schon länger. Während die Bauern dem Handel vorwerfen, zu wenig zu zahlen, sieht der Handel in erster Linie den Wunsch der Kunden nach günstigem Fleisch. Jetzt erreicht dieser Streit wieder einen Höhepunkt. Dieses Mal geht es um das Schweinefleisch. Die Preise für das Schweinefleisch sind in der letzten Zeit gesunken und nun gehen die Bauern auf die Barrikaden. Die aktuellen Informationen lauten, dass der derzeitige Preis für 1 kg Schweinefleisch eine Höhe von 1,19 Euro erreicht hat. Im Vergleich zu den Preisen, die zu Beginn des Jahres gezahlt wurden, ist das eine Senkung von 40 %.

Ein großes Problem dabei ist nicht nur, dass die Preise für die Bauern kaum noch tragbar sind. Die Verluste, die durch die Bauern gemacht werden, nehmen immer mehr zu. Allerdings informieren die Bauern auch darüber, dass sie die Preise vom Fleisch im Handel beobachten. Hier ist, im Vergleich zum Jahresbeginn, keine Preissenkung von 40 % zu erkennen. Für die Bauern ist dies ein Zeichen dafür, dass der Handel seine Spanne bei den Einnahmen erhöht hat.

Preise für Öl und Fleisch

Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels nimmt Stellung

Die Aussagen der Bauern rufen auch die Verantwortlichen beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels auf den Plan. Diese erklären die Ursachen dafür, warum die Händler einen deutlich niedrigeren Preis zahlen. Unter anderem hängt dies damit zusammen, dass es zu geringeren Nachfragen kam. Die Ursache dafür soll die Afrikanische Schweinepest gewesen sein. Im Rahmen der Informationen zur Pest wurde der Export von Schweinefleisch deutlich verringert, da die Nachfrage aus dem Ausland abgesunken ist. Ebenfalls als Ursache angegeben wird, dass die Gastronomien als wichtiger Aspekt beim Umsatz wegbrechen.

So gibt der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels an, dass der Export bisher einen sehr großen Einfluss auf die Absätze beim Schweinefleisch hatte. Damit werden die geringen Preise begründet. Sollte der Absatz nicht bald zunehmen, dann wird es schwierig, den Bauern wieder höhere Preise zu zahlen.

Auch Händler äußern sich. Sie geben an, dass sie nicht alleine dafür verantwortlich sind, in welcher Form sich die Preise entwickeln und hier eine Zusammenkunft aller Verantwortlichen notwendig ist. Jetzt wird darüber nachgedacht, diese Gespräche zu suchen und zu prüfen, welche Varianten sich als Lösungen umsetzen lassen.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Sicht der Bauern sieht anders aus

Forexhandel.org Icon TippsIn der letzten Zeit sind immer mehr Menschen auf die Straße gegangen. Die Bauern fordern eine bessere Bezahlung. Sie geben an, dass die Afrikanische Schweinepest nur eine Ausrede dafür ist, den Preis weiter zu senken. So verweisen sie darauf, dass viele Supermärkte, wie zum Beispiel auch Carrefour, bei den Kunden inzwischen mit einer hohen Nachhaltigkeit werben, diese aber selbst gar nicht verfolgen. Bisher konnten die Bauern hier noch keine Änderungen für sich selbst erkennen.

Die derzeitige Landwirtschaftsministerin Julika Klöckner betrachtet die Entwicklungen auch mit Sorge und hat sich nun dafür entschieden, einen Gesetzesentwurf anzufertigen. Wenn diesem durch das Parlament zugestimmt wird, könnte das eine deutliche Verbesserung für die Bauern mit sich bringen.

Öl und Fleisch

Probleme gibt es auch mit dem Binnenmarkt

Nicht nur in Deutschland selbst werden die geringen Preise für das Schweinefleisch mit Misstrauen betrachtet. Während die Bauern ihr Fleisch günstig verkaufen müssen, damit sie einen Teil ihrer Kosten decken können, ärgern sich die Mitgliedsstaaten der europäischen Union darüber, dass die Preise aus Deutschland immer günstiger werden. Dies wirkt sich auch auf die Betriebe im Ausland aus. Generell ist der Preis für viele Teile der Schweine in der EU deutlich geringer, als er noch im Vorjahr gewesen ist. Hier wird von Veränderungen in Höhe von 25 % gesprochen.

Inwieweit sich dies auf Anleger auswirken kann, ist davon abhängig, wie in die Lebensmittelindustrie investiert wird. Gerade in Bezug auf die frischen Waren zeigen sich durch die Schließungen der Gastronomien ein schwerer Einschlag und das trifft auch große Ketten. Wer hier mit seinen Anlagen aktiv ist, der dürfte mit mehr Aufmerksamkeit die Nachrichten lesen und abwarten, wie sich nun das Weihnachtsgeschäft entwickelt.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Auch die Preise beim Öl sind in Bewegung

Forexhandel.org Icon Stopp LossBevor es zur Krise auf dem Ölmarkt kam, lag der Preis recht hoch. Jetzt zeigt sich, dass der aktuelle Preis wieder in diese Richtung geht und damit auch die Sprit-Käufer wieder aufmerksam werden. Ist hier mit einer Steigerung der Kosten für den Sprit zu rechnen? Bisher zeigt sich dieser noch nicht. Bereits seit einigen Wochen steigen die Preise an. Das zeigt sich unter anderem daran, dass die Kosten für Heizöl ebenfalls deutlich angestiegen sind. Wer im Sommer nicht gekauft hat, der steht heute vor deutlich höheren Preisen.

Auch die Öl-Industrie hat unter der Krise gelitten. Die starken Einschränkungen in den Ländern haben dazu geführt, dass es zu einer deutlich geringeren Nachfrage nach Öl gekommen ist. Das hat beim Markt eine Wunde geöffnet, die schon lange geschwelt hat. So haben die Förderländer untereinander bereits seit längeren Zeiten schwere Konflikte, die nun durch den Kampf um die Preise noch einmal unterstützt wurden. Anleger dürften daher den Markt und die Kursentwicklungen schon länger im Blick haben.

Öl und Fleisch preise

Die Geduld der Anleger zeigt, dass die Hoffnung auf einen stetigen Anstieg der Preise beim Öl durchaus erwartet wird. Spätestens mit dem Ende der Krise und der Einschränkungen wird davon ausgegangen, dass sich hier der Kurs wieder nach oben bewegt.

Ein Anschwung wurde nun dadurch gegeben, dass immer mehr über Corona-Impfstoffe gesprochen wird. Die Aussicht darauf, dass es bald zu einer Impfung kommen kann, erhöht auch die Kurse beim Öl. Die Menschen gehen davon aus, dass die Wirtschaft sich recht schnell erholen wird, wenn die Impfungen erst einmal verteilt werden. Damit ist auch zu vermuten, dass die Ölpreise wieder ansteigen werden.

Bisher sind diese Steigerungen beim Sprit selbst noch nicht zu sehen. Derzeit ist der Preis teilweise sogar noch am Sinken. Im Vergleich zu den Preisen, die vor der Corona-Krise aufgerufen wurden, sind die aktuellen Kosten noch deutlich geringer. Es ist durchaus üblich, dass die Spritpreise noch etwas Zeit brauchen, um sich auch an die Steigerung des Ölpreises anzupassen. Das ist auch in der Vergangenheit schon gewesen.

Wer einen Blick auf die Entwicklung zum Beginn der Krise wirft, der dürfte erkennen, dass die Preise hier nicht so schnell gefallen sind, wie der Preis beim Öl selbst. Das ist möglicherweise einer der Gründe dafür, dass bisher noch kein starker Anstieg zu verzeichnen ist. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Sprit weiterhin noch nicht auf dem klassischen Niveau. Für die Tankstellen ist es an dieser Stelle schwer, über eine Erhöhung der Preise nachzudenken, wenn sie um jeden Kunden kämpfen muss.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Erhöhungen werden zum Jahreswechsel erwartet

Für die Käufer von Sprit und auch für die Anleger ist die Einschätzung der Experten von Interesse. Diese gehen davon aus, dass der Preis sowohl für Super als auch für E10 spätestens mit dem Jahreswechsel in eine andere Richtung gehen wird. Einen nicht unerheblichen Einfluss darauf hat die Mehrwertsteuer. Zum Jahreswechsel hin wird die Mehrwertsteuer wieder erhöht. Das wird sich auch auf den Spritpreis auswirken. Wie hoch der neue Preis liegen wird, kann nur abgeschätzt werden. Hier gehen Experten jedoch davon aus, dass Anstiege um die 10 Cent keine Seltenheit sein werden.

Ob es sich für Anleger jetzt noch lohnt, in den Markt einzusteigen und nach Wertpapieren zu schauen, die durch einen Anstieg profitieren können, muss selbst abgeschätzt werden. Es ist durchaus empfehlenswert, in der Strategie die aktuellen Entwicklungen beim Ölpreis zu berücksichtigen und diese mit in die Planung zu integrieren.

Öl und Fleischpreise Deutschland

Kursentwicklungen mit CFDs mitnehmen

Forexhandel.org Icon OptionsscheineKursentwicklungen in verschiedenen Bereichen lassen sich nicht nur durch eine Investition in Wertpapiere für die eigenen Zwecke nutzen. Viele Anleger haben inzwischen erkannt, dass es noch Alternativen gibt wie den Handel mit CFDs. Über einen Broker ist es möglich, auf die Kursverläufe zu setzen und so mit dem Kapital auch kurzfristig zu arbeiten.

Die Corona-Krise hat vielen Anlegern gezeigt, dass Strategien sich nur auf Eventualitäten aufbauen lassen. Unerwartete Veränderungen, die einen starken Einfluss auf die Wirtschaft haben, können auch starke und gefestigte Unternehmen schnell in einen Bereich treiben, in dem von Verlust gesprochen wird. Das zeigt unter anderem die Reisebranche. Wenn die Möglichkeiten für die Menschen, frei zu entscheiden, wohin sie reisen, nicht mehr gegeben sind, kann es im Portfolio schnell zu Veränderungen kommen.

Mit CFDs können die Kursänderungen auch kurzfristig zu Gewinnen führen. Anders als bei Wertpapieren ist es bei CFDs möglich, die Einschätzungen in beide Richtungen abzugeben. Wenn ein Trader durch die Signale und die Tools eine Strategie entwickelt und feststellt, dass es demnächst zu Kursveränderungen nach unten kommen wird, dann kann er diesen Tipp ebenfalls abgegeben. So ist es möglich auch dann zu profitieren, wenn die Kurse der Unternehmen fallen und nicht nur steigen.

Das Risiko beim Trading mit CFDs ist dennoch nicht zu unterschätzen. Hier sind hohe Verluste möglich.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com