Neue Aktien des Jahres: Neuemissionen 2020– Auf was sollte man achten?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 29.09.2020


Wenn Unternehmen an die Börse gehen, kann das für Anleger eine gute Gelegenheit darstellen, Aktien vergleichsweise günstig zu erwerben. Der Ausgabepreis liegt oft ein wenig unter dem Eröffnungskurs beim Handelsbeginn, und bei entsprechender Nachfrage kann der Wert der Unternehmensanteile rasch steigen. Ist der Börsengang bereits im Vorfeld rege diskutiert und erwartet worden, kommt es oft zu einem beträchtlichen Handelsvolumen. Neue Aktien am Markt sind also einen genaueren Blick wert. Allerdings gilt es auch hier von Anfang an, möglichst die Spreu vom Weizen zu trennen. Worauf Anleger bei neuen Aktien achten sollten und welche Neuemissionen 2020 von Interesse sind, darauf wollen wir im folgenden Text eingehen.

  • Neue Aktien sind für Anleger oft günstig zu erwerben
  • Bei hohem Interesse kann der Kurs rasch steigen
  • Informationen zum Unternehmen sollten zuvor zusammengetragen werden
  • Ein IPO-Kalender erleichtert den Überblick über Neuemissionen 2020
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Warum der Börsengang?

Unternehmen, die Aktien ausgeben, beabsichtigen damit Fremdkapital aufzunehmen. Hinter dem Börsengang stehen fast immer strategische Pläne für Entwicklung oder Markterweiterung, die durch die zusätzlichen finanziellen Mittel realisiert werden sollen. Der Gang an die Börse kann auch zur Etablierung von Tochterfirmen, im Zuge einer Nachfolgeregelung oder zur Kapitalerhöhung dienen. Überdies macht die Börsennotierung einen Konzern nicht selten bekannter und attraktiver – unter anderem für Mitarbeiter und potenzielle Führungskräfte.

Kommt ein Börsengang zustande, liegen meist mehrere der aufgeführten Gründe vor. Ein IPO oder „initial public offering“, also eine Erstausgabe, wird nicht leichtfertig unternommen. Das Unternehmen muss eine entsprechende rechtliche Form annehmen, also die einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien bzw. einer Europäischen Gesellschaft. Außerdem wird die sogenannte Börsenreife in einem aufwändigen Prozess geprüft.

Neue Aktien

Regulierter Wertpapierhandel über die Börse

Neue Aktien auszugeben ist ein Vorgang, der immer auf der Grundlage von Standards erfolgt. Dafür gibt es die Börse – der Sinn der Handelsplätze besteht darin, mithilfe von Regulierungen eine sichere Handelsumgebung zu schaffen. In der Praxis bedeutet dies, dass Neuemissionen nicht nach Gutdünken erfolgen können, sondern sowohl das Unternehmen als auch der spätere Erstausgabepreis der Aktien aufgrund des Prüfungsverfahrens der Börsenreife erfolgen.

Bis zur Neuemission ist es allerdings ein langer und kostspieliger Weg – rund ein Jahr dauert das Prüfungsverfahren. Der Test besteht in der Regel aus folgenden einzelnen Schritten:

  • Analyse der Unternehmensdaten und Kennzahlen
  • SWOT-Analyse und weitere Methoden zur Bewertung des Unternehmens
  • Bewertung der Branche, Produktanalyse und Wettbewerbsvergleich
  • Vergleich mit bereits börsennotierten Konzernen aus demselben Umfeld
  • Betrachtung von Trends und Bewertungen im aktuellen Börsenumfeld

Im Verlauf des Reifetests wird neben dem aktuellen Unternehmenswert auch die Höhe der zu erwartenden Kapitalaufnahme eingeschätzt und der Erstpreis der Aktien festgelegt. Schon während des Prozesses wird die Preisspanne für den geschätzten Preis neuer Aktien bekannt gegeben, so dass Anleger bereits frühzeitig Interesse bekunden bzw. Aktien „reservieren“ können, und zwar im Rahmen der sogenannte Zeichnungsfrist.

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Wie sicher ist die Börsenreife?

Die Kriterien, die inzwischen angelegt werden, um einem Unternehmen die Börsenreife zu bescheinigen, sind inzwischen strikter geworden. Man hat gelernt von aus den Fehlern des Neuen Marktes, als IPOs ohne wesentliche Substanz und Performance möglich waren. Anleger mussten erleben, dass ihre Investition regelrecht verpuffte. Dieses Risiko soll nun deutlich geringer ausfallen. Dem gegenüber stehen Börsengänge bekannter und bereits profitabler Unternehmen, die auf ein bewährtes Geschäftsmodell und eine ansehnliche Marktkapitalisierung hinweisen können, bevor sie im Zuge eines IPO neue Aktien emittieren.

Anleger finden auf der Suche nach Neuemissionen die ganze Bandbreite zwischen den Luftnummern und den aussichtsreichen Kandidaten vor. Dabei ist natürlich immer zu bedenken, dass gerade bei Startups wesentlich höhere Gewinnchancen locken als bei etablierten Konzernen.

In allen Fällen geht es bei der Prüfung der Börsenreife, aber auch aus der Sicht der Anleger unter anderem darum, welche Gründe hinter dem Börsengang stehen – und warum er zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden soll. Die Strategien, die mit dem neu aufgenommenen Kapital realisiert werden sollen, bedürfen in jedem Fall einer eingehenden Prüfung.

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Neue Aktien am Markt: Wie entwickelt sich der Wert?

Auch bei Aktien Neuemissionen 2020 greifen die üblichen Marktmechanismen an der Börse. Denn die Handelsplätze sind regulierte Marktplätze, an denen Angebot und Nachfrage zusammen gebracht werden. Die Preisbildung bei neuen Aktien wird also schon sehr bald durch die Nachfrage geregelt. Zwar legt die Börse den Ausgabepreis für den Börsengang fest, doch der weitere Verlauf hängt vom Verhalten der Anleger ab.

Einfluss darauf hat nicht nur der reale Marktwert des Unternehmens, sondern auch die Erwartungen, die Aktienkäufer mit dessen zukünftigen Potenzialen verbinden. Die Stimmung an den Märkten entscheidet darüber, ob Neuemissionen über- oder unterbewertet werden. Für Anleger liegen die größten Chancen natürlich im Erwerb von Unternehmensanteilen, die noch unterbewertet sind, zugleich aber Aussichten auf gute zukünftige Geschäftsentwicklungen bieten. Doch auch bei einem IPO eines etablierten Unternehmens mit bewiesenem geschäftlichem Erfolg und Wachstumspotenzial kann es sich lohnen, zuzugreifen.

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Aktien Neuemissionen 2020: Nicht ohne Risiken

Der Reiz und die Chance bei neuen Aktien – 2020 und in den folgenden Jahren – liegt natürlich darin, dass man nicht genau wissen kann, wie sich die Börsenkurse entwickeln. Selbst erfolgreiche Unternehmen müssen bisweilen hinnehmen, dass Aktien nach dem IPO für längere Zeit vor sich hin dümpeln. Manche Werte erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen nie. Anders als bei bekannten börsennotierten Konzernen können private Anleger noch nicht wissen, was sie da kaufen.

Mit einem Börsengang ist immer auch eine Öffentlichkeits- und Marketingkampagne verbunden, die dazu beiträgt, am Erstverkaufstag das Interesse und den Kurs so hoch wie möglich zu treiben. Während der anschließenden „Roadshow“ bemühen sich die Banken, die den Börsengang betreuen und begleiten, die Unternehmensanteile an die angestrebten Zielgruppen heranzutragen und schon im Vorfeld die Nachfrage zu schüren. So wird die Zeichnungsphase vorbereitet, während derer Interessenten zu maximalen Preisen eine gewünschte Anzahl der neuen Aktien gewissermaßen vorbestellen können.

Über die spätere Performance sagt das noch nichts aus. Einsteiger, die noch keinerlei Erfahrungen mit der Aktieninvestition haben, sollten sich deshalb zunächst auf bekannte Werte konzentrieren. Neue Aktien sind eher etwas für Anleger, die bereits einige Erfahrung mit der Beobachtung der Märkte gesammelt haben und sich ein eigenes Urteil hinsichtlich der Bewertung neuer Aktien am Markt zutrauen.

Die Informationen, die zu diesem Zweck vor dem IPO zusammengetragen werden, finden sich im sogenannten Börsenprospekt. Während der Prüfung der Börsenreife werden die Angaben validiert, der gesamte Prospekt muss von der Finanzaufsichtsbehörde abgesegnet werden, bevor er in die Hände interessierter Investoren gelangen kann.

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Neue Aktien 2020in Deutschland

In Deutschland hat sich die Zahl der IPOs in den vergangenen Jahren auf durchschnittlich zehn pro Jahr eingependelt – wesentlich weniger als zu den Bestzeiten gegen Ende der neunziger Jahre, als teilweise weit über hundert neue Unternehmen an die Börse drängten. Die Neuemissionen 2020  gestalten sich auch aufgrund der weltweiten Krise durch das Corona-Virus eher zurückhaltend. So ging Exasol, ein Anbieter von Datenbankanalysen, im Mai mit einer Erstnotierung von 9,50 Euro an die Börse und konnte schon während des ersten Handelstages eine Kurssteigerung auf 12,74 Euro verbuchen. Der Erfolg des IPO trotz Corona liegt wohl unter anderem daran, dass sich Exasol auf digitale Technologien für die Roadshow in Vorbereitung des Börsengangs verlegte – dank der regen Nutzung von Zoom-Konferenzen wurde die IPO nicht verschoben.

Im Juni fand der Börsengang der PharmaSGP, eines Unternehmens, das auf rezeptfreie Arzneimittel und Kosmetika spezialisiert ist. Die Aktie startete mit einem Ausgabepreis bei 31,50 Euro und konnte schon am ersten Tag drei Euro zulegen.

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Tops und Flops auch bei den Erwartungen

Mit Spannung erwartet wird der Börsengang von CureVac. Das Tübinger Biotech-Unternehmen forscht an einem Impfstoff gegen Corona, der sich derzeit bereits in der Testphase befindet. Zu den Investoren, die CureVac schon gewinnen konnte, zählen Glaxo Smith Kline und der qatarische Staatsfonds. Das Unternehmen plant seine IPO an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ, stattfinden wird das wohl noch in diesem Jahr. Zweifellos gehört CureVac zu den interessantesten neuen Aktien am Markt 2020, ob der Erstausgabepreis jedoch für private Anleger erschwinglich ist, bleibt abzuwarten.

Geplant im dritten Quartal sind IPOs sowohl bei Brockhaus Capital Management (BCM), bei Wintershall Dea und bei der seit April selbstständigen Siemens Tochter Siemens Energy. Abgesagt wurden hingegen Neuemissionen für die Aufzugssparte von Thyssenkrupp, von der sich der Konzern nun trennen will, und bei dem Automobilzulieferer Vitesco.

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Internationale Aktien Neuemissionen 2020

Trotz der wirtschaftlichen Einbrüche durch das Corona-Virus haben sich auch international Unternehmen auf das Börsen-Parkett gewagt. Führend dabei die IPO der Warner Music Group, die Anfang Juni ihr Comeback hinlegte, und zwar mit einem Ausgabepreis, der pro Aktie 25 US Dollar betrug. Warner konnte sich über das Interesse der Anleger nicht beklagen, um die Nachfrage bedienen zu können, hatte man im Vorfeld bereits entschieden, 7 Millionen mehr als die ursprünglich geplanten 70 Millionen Aktien auszugeben.

Erfolgreich verlief auch der Börsengang von ZoomInfo, einem Datenbank-Anbieter, der geschäftliche Informationen aufbereitet und verkauft. Die mehr als 44 Millionen Unternehmensanteile konnten schon während des ersten Handelstages ein Kursplus von 62% verzeichnen. Noch erfolgreicher war der IPO der Gebrauchtwagen-Plattform Vroom, hier vollzog sich das IPO mit einem initialen Kurszugewinn von 118%.

In Europa konnte sich der niederländische Kaffee-Riese Jacobs über einen erfolgreichen Börsengang freuen. Das Unternehmen JDE Peet’s will das eingenommene Kapital in Höhe von 2,3 Milliarden Euro für die Erschließung und Entwicklung neuer Märkte nutzen.

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Noch keine neuen Aktien von Airbnb und anderen bekannten Größen?

Verzögern könnte sich der Börsengang bei Unternehmen, auf deren Aktien Anleger zu Teil bereits mit Spannung warten. Besonders betroffen ist die kalifornische Übernachtungs-Börse Airbnb. Bedingt durch die Corona-Krise musste die Plattform erhebliche Umsatzrückgänge verbuchen, auch der Börsengang ist infolge dessen zunächst aufgeschoben. Stattfinden wird er, zumindest wenn es nach dem Konzerngründer geht, aber unter den Neuemissionen 2020 wird sich Airbnb wohl nicht finden.

Gleiches gilt auch für den No-Cost Broker Robinhood oder den Online-Marktplatz Wish, ebenso wie für die Liefer-Plattformen InstaCart und Deliveroo. Bei all diesen Anbietern müssen sich Anleger zunächst noch gedulden. Auch der im dritten Quartal geplante Börsengang des bei Datenschützern umstrittenen Software-Anbieters Palantir ist noch im Ungewissen. Die Zurückhaltung dürfte unter anderem dadurch motiviert sein, dass im Vorjahr bekannte Marken wie Uber die mit dem IPO verbundenen Erwartungen nicht realisieren konnten.

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Möglicherweise auch lohnend: Internationale Neuemissionen 2020

Für erfahrene Investoren ergeben sich interessante Perspektiven natürlich auch dann, wenn sie über die europäischen und nordamerikanischen Märkte hinaus blicken. Denn an den Börsen der Welt werden alljährlich neue Aktien mit Potenzial emittiert. Die Informationsbeschaffung ist nicht in jedem Fall einfach, außerdem haben ausländische Anleger nicht in allen Fällen Zugriff auf die Neuemissionen, einen näheren Blick sind die Börsen in Asien und im Pazifikraum, aber auch im Nahen Osten allemal wert.

So gilt beispielsweise in der Volksrepublik China, dass dortige Unternehmen erst dann den Börsengang anstreben, wenn sie auf dem heimischen Parkett bereits ein beachtliches Marktsegment erobert haben. Angesichts des riesigen chinesischen Binnenmarktes haben derartige Börsenneulinge nicht selten gute Aussichten, auch nach dem IPO weiter zu wachsen.

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Neue Aktien 2020 kaufen nur nach eingehender Information

Egal wie hochgelobt ein Unternehmen sich an die Börse wagt, mit dem Kauf der neuen Aktien gehen Anleger ein Risiko ein. Der Wertpapierhandel an der Börse ist ein spekulatives Geschäft und gerade deshalb unter Umständen so lukrativ. Den möglichen Gewinnen stehen immer die zumindest theoretisch ebenso möglichen Verluste gegenüber. Denn wer Unternehmensanteile erwirbt, ist eben auch an den Verlusten des Unternehmens beteiligt. Anders als bei der konventionellen Geldanlage über Spar- oder Festgeldkonten gibt es keine Garantien, die das eingesetzte Kapital schützen.

Das macht die Wichtigkeit eingehender Informationen vor dem Kauf von Neuemissionen noch deutlicher. Dabei haben Anleger die Möglichkeit, sich auf die Angaben im Börsenprospekt zu beziehen. Sofern es sich beim IPO um den Börsengang einer bekannten Marke handelt, können weitere Erkenntnisse hinzugezogen werden. Das gilt beispielsweise für Kandidaten wie Siemens Energy – die strategische Neuausrichtung des Konzerns und die bisherige Performance der Siemens Aktien lässt Analysten zu der Erkenntnis gelangen, dass man sich hier beim IPO wohl kaum verspekulieren kann.

Anders sieht es aus, wenn Anleger Interesse an Startups haben, die noch nicht allzu lange bestehen. Ist das Geschäftsmodell interessant und die Strategie der Geschäftsführung überzeugend, lässt dies für die Zukunft gute Renditen erwarten. Eine Investition in derartige Neuemissionen sollte jedoch immer nur einen Teil des Aktienportfolios ausmachen. Denn auch bei der Anlage in Aktien gilt es gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die den Schutz des angelegten Kapitals mit den erwünschten Renditen auf einen Nenner bringen.

Neue Aktien

Neue Aktien mit der gebotenen Sicherheit kaufen

Bei Neuemissionen haben es Anleger meist mit einer noch unsicheren Performance zu tun. Darüber hinaus gelten jedoch alle Vorgaben, die auch beim Kauf bereits etablierter Aktien beachtet werden sollten. Die möglichst eingehende Information ist eine davon. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass sich die Anlage in Aktien meist erst über mehrere Jahre lohnt. Man muss also schon ein wenig Geduld mitbringen, auch wenn es sich um neue Aktien am Markt handelt – wie sich im Fall von Facebook gezeigt hat. Das Kapital, das für ein Aktienportfolio aufgewendet wird, sollte man über einige Jahre entbehren können.

Um auch bei Neuemissionen erfolgreich zu investieren, müssen Aktionäre vielseitig interessiert sein. Die Wertentwicklung einer neuen Aktie wird nicht nur durch Angebot und Nachfrage gesteuert, sondern kann auch durch politische und wirtschaftliche Ereignisse beeinflusst werden. Hinzu kommen unvorhersehbare Entwicklungen, wie sich im Fall der Corona-Krise gezeigt hat. Die Resilienz von Unternehmen lässt sich nur bedingt voraussehen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass bereits bewiesene, erfolgreiche Krisenbewältigung auch für eine zukünftige positive Entwicklung spricht – ein Beispiel für ein solches Krisenmanagement ist die Online-Roadshow von Exasol.

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Nervenstärke mitbringen für den Einstieg bei Börsengängen

Nicht nur die Positionierung und Strategie der Unternehmen ist beim Kauf neuer Aktien wichtig. Auch der Aktionär muss einige Grundvoraussetzungen erfüllen – die Neulinge sind nämlich nichts für Nervöse. Die Kursentwicklung kann sich in den ersten Tagen, Wochen und sogar Monaten ausgesprochen volatil gestalten. Wer sich davon aus der Ruhe bringen lässt, ist besser dran mit Bluechips aus dem DAX.

Private Anleger sollten deshalb nicht nur eine gewisse Erfahrung mit den Aktienmärkten mitbringen, sondern auch die eigene Risikoneigung kennen. Für Investment Anfänger eignen sich eher bereits bekannte Werte. Und auch erfahrene Anleger sollten nur einen Teil des Portfolios mit Neuemissionen bestücken, um die immer gegebenen Risiken überschauen zu können.

Hierzu empfehlen Kenner der Börse, gerade bei den neuen Aktien wirklich nur „Spielgeld“ zu investieren, also Beträge, die man problemlos verschmerzen kann. Egal wie sehr der Börsengang beworben wird, man sollte sich nicht dazu hinreißen lassen, allzu große Summen bei einem IPO zu platzieren, insbesondere, wenn es sich um den Börsengang eines Startups handelt. Entwickeln sich die Kurse nicht wie gewünscht, muss man unter Umständen Verluste beim Verkauf hinnehmen – oder kann schlimmstenfalls die Aktien nicht abstoßen. Die für die Sicherheit ratsame Diversifizierung, also die Streuung der eigenen Anlage über eine möglichst große Bandbreite von Unternehmen, Branchen und Ländern gilt also auch, wenn es darum geht, neuen Aktien nur einen maximalen Prozentsatz im Portfolio zuzuweisen.

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Die Risiken und Nebenwirkungen bei neuen Aktien auf einen Blick

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prüfung der Börsenreife und die eingehende Vorbereitung, die notwendig sind, bevor neue Aktien emittiert werden können, natürlich ein Sicherheitselement darstellen. Dennoch ist die Anlage in Neuemissionen mit Risiken behaftet, denn vor allem bei Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell noch unter Beweis stellen müssen, besteht die Gefahr des Totalverlustes.

Erschwerend wirkt sich für neue Aktien 2020 sicherlich die weltweite Corona-Krise aus. Bestehende Unternehmen mit einer festen Kundenbasis werden dieser Herausforderung unter Umständen besser begegnen können als Startups. Umgekehrt bietet die Pandemie jedoch die Chance, in Unternehmen zu investieren, die gerade aufgrund der Krise zu Höchstform auflaufen, beispielsweise im Segment der Pharmazie, der Medizintechnik und deren Zulieferern.

Die Pandemie hat lediglich unterstrichen, dass spekulative Wertpapiergeschäfte immer auch unvorhersehbare Elemente beinhalten. Umso wichtiger sind Informationen, die Diversifizierung des Portfolios und weitere grundlegende Sicherheitsmaßnahmen.

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Neue Aktien im Portfolio ausbalancieren

Um bei der Anlage in Neuemissionen nicht allzu großen Risiken ausgesetzt zu sein, ist eine Verteilung des investierten Kapitals ratsam. Dazu gehört auch, nicht nur in Aktien, sondern auch in andere Anlageklassen zu investieren. An erster Stelle stehen hier die wenig aufregenden Anleihen, denn ihre Kurse entwickeln sich gegenläufig zu den Aktienkursen. Anleihen sind daher so etwas wie ein automatisches Gegengewicht, das die Aktieninvestition gegen Schieflagen absichert.

Hat man die Möglichkeit, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen, können außerdem auch Fonds hinzugezogen werden. Hier sind Aktienkörbe vorausgewählt, die den Interessen des Anlegers je nach Fonds entgegenkommen und bereits eine Diversifizierung mitbringen. Neben den aktiv gemanagten Fonds erfreuen sich ETFs, börsengehandelte Indexfonds, besonderer Beliebtheit, weil sie eine kostengünstige Investition sind und auch die Einrichtung von Sparplänen erlauben.

Das Hedging von Aktien ist auch über CFDs möglich. Vor allem oft noch volatile neue Aktien sind interessante Basiswerte für Differenzkontrakte, mit denen kurzfristig auf die Wertentwicklung spekuliert werden kann. Da man mit CFDs auch auf fallende Kurse spekulieren und obendrein sogenannte Hebel nutzen kann, lassen sich damit unter Umständen attraktive Renditen erzielen. Wer sich nicht langfristig in Aktien festlegen will, kann statt dessen CFDs auf Neuemissionen in Betracht ziehen.

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Neue Aktien 2020 als Direktinvestition oder über Derivate

Anleger, die sich für die Neuzugänge des laufenden Jahres interessieren, können sich anhand des Börsenprospekts und eigener Nachforschungen vor dem Börsengang mit Informationen versehen und sich eine eigene Meinung zu den neuen Aktien am Markt bilden. Die Entscheidung zum Kauf sollte auf der Grundlage dieser Informationen und der eigenen Risikoneigung erfolgen. Grundsätzlich sind IPOs eine Gelegenheit, frühzeitig zuzugreifen, bevor die Kurse erheblich zulegen. Eine sichere Vorhersage lässt sich jedoch selbst bei bereits profitablen Unternehmen nicht treffen, Verluste können nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Auch eine anfängliche Volatilität ist nicht selten, so dass die Kurse sogar unter den Ausgabepreis fallen können, bevor die Investition in neue Aktien sich letztlich als gelungen erweist.

Geduld und eine langfristige Anlagestrategie sollten also vorhanden sein, damit sich die Investition in neue Aktien am Markt lohnt. Allgemeingültige Erfolgsrezepte und Strategien gibt es für neue Aktien ebenso wenig wie für die Aktieninvestition an sich. Erfahrene Anleger werden Neuemissionen nur einen Teil ihres Kapitals widmen, ihr Portfolio breit aufstellen und zusätzlich in andere Anlageklassen investieren. Wer gänzlich eine langfristige Bindung des eigenen Vermögens in Aktien scheut, kann über Derivate wie CFDs oder über Zertifikate beispielsweise auf BionTech oder CureVac ebenfalls von der Wertentwicklung neuer Aktien 2020 profitieren.

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