Öl Futures kaufen handeln – Erklärungen zum Produkt mit Chancen und Risiken!

Spätestens seit der Hausse des Rohstoffs nach der Jahrtausendwende und den teils spektakulären Kurszuwächsen möchten auch Privatanleger verstärkt Öl Futures handeln. Doch welcher Kontrakt ist der richtige? Welche Besonderheiten gilt es am Rohstoffmarkt zu berücksichtigen? Alle Informationen zu den wichtigsten Terminkontrakten auf Rohöl, den Sicherheitsanforderungen und den besonderen Usancen des Rohstoffmarktes.

Anders als bei Futures auf in ihrer Zusammensetzung standardisierte Basiswerte wie Aktienindizes oder Gold gibt es bei Rohöl keine einheitliche „natürliche“ Basis. Öl wird an verschiedenen Orten der Welt in ganz unterschiedlicher Qualität und Zusammensetzung und mit heterogenen chemischen Eigenschaften gefördert. Nicht jedes geförderte Ölprodukt kann zu jedem beliebigen Zweck eingesetzt werden.

Wer Öl Futures handeln möchte, stößt deshalb unweigerlich auf zwei Kontrakte die sich als Standard durchgesetzt haben: Kontrakte auf die Ölsorte WTI (West Texas Intermediate) und Brent Crude Oil. Bei der Sorte WTI handelt es sich um leichtes US-Öl, das auch als Light Sweet Crude Oil bezeichnet wird. Bei Brent Crude Oil handelt es sich dagegen um eine Nordseesorte.

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Kontraktspezifikationen von Rohöl Futures

An der US Terminbörse Chicago Mercantile Exchange werden insgesamt neun Kontrakte auf Rohöl gehandelt. Die Terminbörse legt auch die Kontraktspezifikationen fest. Der Brent Crude Future bezieht sich je Kontrakt auf 1000 Barrel. Ein Barrel entspricht 159 Liter. Notiert wird der Kontrakt allerdings in US-Dollar und Cents pro Barrel. Die minimale Preisveränderung (Tick Size) beträgt 0,01 $. Die Marginanforderungen werden unter anderem abhängig von der Marktvolatilität laufend neu festgelegt. Üblich sind seitens der Terminbörse Initial Marginsätze im Bereich von 5 %. Auch ein E-Mini Future wird gehandelt: Mit 500 Barrel fällt die Kontraktgröße allerdings nicht wesentlich kleiner aus.

Auch Trader aus Europa können an der Chicago Mercantile Exchange notierte Öl Futures handeln. Dies ist erstens über Broker mit einem Zugang zu den amerikanischen Terminbörsen und zweitens über Differenzkontrakte auf die Futures möglich. Ist letzteres der Fall liegt dem idealerweise ein Marktmodell zugrunde, bei dem Broker auf eigene Rechnung Öl Futures kaufen und zeitgleich einen Differenzkontrakt zwischen sich und dem Kunden erstellen. Der Kunde sollte idealerweise zu den Konditionen der Referenzbörse handeln und den Broker lediglich durch Gebühren vergüten.

Broker mit solchen transparenten Marktmodellen sind im Futures Broker Vergleich in jedem Fall Anbietern vorzuziehen, die als Market Maker auftreten und zumindest prinzipiell auch gegen ihre Kunden handeln können.

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Die Besonderheiten des Rohstoffmarktes

Zu den größten Vorteilen von Differenzkontrakten gegenüber den „echten“ Terminkontrakten zählen die geringeren Marginanforderungen: die meisten CFD Broker stückeln ihre eigenen Kontrakte auf Bruchteile des Originals und passen Sie damit den Budgetanforderungen von Privatanlegern an.

Dass der Futures Handel für Anfänger nur bedingt geeignet ist, gilt am Rohstoffmarkt mehr denn je. Die Rohstoffmärkte weisen einige Besonderheiten auf, die Anlegern, die vorwiegend Terminkontrakte auf Indizes, wie zum Beispiel DAX Futures kaufen, selten geläufig sind. Das zeigt ein Blick auf die Terminpreiskurve, die etwa bei der Chicago Mercantile Exchange (CME) eingesehen werden kann, die die Kurse ihrer Öl Futures Realtime veröffentlicht. Kontrakte mit späterer Fälligkeit notieren zu niedrigeren Preisen als Kontrakte mit vorheriger Fälligkeit. Die Situation verhält sich damit genau umgekehrt zu der bei Finanzfutures und wird im Jargon als Backwardation bezeichnet.

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Rohöl ist ein politischer Markt

Trader, die häufiger Gold Futures handeln wissen es bereits: Rohstoffe und Edelmetalle reagieren auf bestimmte Ereignisse und Meldungen deutlich stärker als andere Märkte. Sowohl Gold als auch Rohöl gelten als sensitiv für aufkeimende Krisen und stärker wahrgenommene Risiken. In der Regel kommt es bei einer Zunahme von politischer Instabilität in ölreichen Regionen der Welt zu deutlich steigenden Preisen, selbst wenn sich dies auch mittelfristig nicht in einer sinkenden Produktion abzuzeichnen scheint. Das ist vergleichbar mit der Eigenschaft von Gold als Krisenwährung.

Die für den deutschen Markt wichtigste Terminbörse EUREX bietet keine eigenen Öl Futures an. Es gibt aber dennoch Möglichkeiten, über die EUREX in Terminkontrakte auf Öl zu investieren. Erstens gibt es einen Terminkontrakt auf einen börsengehandelten Indexfonds, der wiederum in Rohöl Futures investiert bzw. diese abbildet. Es handelt sich um einen sogenannten ETC. ETCs sind rechtlich betrachtet Sondervermögen, die ausschließlich Öl Futures kaufen (bzw. einen einzigen anderen Rohstoff) und den Ölpreis damit vergleichbar eines Indexzertifikats abbilden, ohne aber mit dem bei Inhaberschuldverschreibungen latenten Ausfallrisiko verbunden zu sein.

Zweitens stehen Erdgasfutures zur Verfügung, die in mancherlei Hinsicht ähnliche Eigenschaften aufweisen, auch wenn ihre Präsenz in der medialen Berichterstattung ungleich geringer ist als die von Rohöl.

Viele Trader sind von bestimmten Kursentwicklungen an den Rohstoffmärkten überzeugt, handeln jedoch ausschließlich Rohöl und Gold, da dies die beiden präsentieren und bei Brokern am stärksten verfügbaren Anlagen sind.

Dabei gibt es breiter gefasste Alternativen für den Rohstoffmarkt: Es gibt Indizes auf Agrarrohstoffe, Energierohstoffe und Edelmetalle, wobei die einzelnen Gruppen jeweils separat als auch mit unterschiedlicher Gewichtung gemeinsam einen Index einfließen können. Die EUREX bietet Futures auf diverse Rohstoffindizes an, wobei die international bekannten und untereinander stark differierenden Bloomberg Indizes im Mittelpunkt stehen.

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Kontraktspezifikationen zum Brent Crude Future bei der CME

http://www.cmegroup.com/trading/energy/crude-oil/brent-crude-oil_contract_specifications.html

Kurse CME:

http://www.cmegroup.com/trading/energy/crude-oil/emini-crude-oil.html

Auswahlmenü zu Öl Futures bei der CME:

http://www.cmegroup.com/trading/energy/crude-oil/light-sweet-crude_performance_bonds.html

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Investition in Rohöl: Aktien oder Aktien CFDs als weitere Möglichkeiten

Anleger, die eine Investition in Rohöl in Betracht ziehen, haben dafür noch weitere Möglichkeiten. Neben Öl Futures können Investoren zum Beispiel über Aktien und CFDs ganz klassisch in Unternehmen investieren, die sich auf die Förderung und den Vertrieb von Erdöl konzentrieren.

Investition in Öl Aktien

Der Rohstoff-Aktien-Markt hält zahlreiche Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger bereit. Dazu zählen unter anderem Öl und Gas Aktien. Eine Öl Aktie zu kaufen, kann sich mitunter aber schwierig gestalten. Trotz zunehmender Nutzung erneuerbarer Energien wächst die Nachfrage nach Gas und Öl kontinuierlich. Viele Länder sind von Öl und den Nebenprodukten stark abhängig. Auf der anderen Seite unterliegen die Ölpreise einer hohen Volatilität. Gerade in Krisenzeiten kann es zu starken Schwankungen kommen. Anleger müssen deshalb das Risiko kennen, wenn sie Öl Aktien kaufen. Sie benötigen auf jeden Fall ein ausgewogenes Investment-Portfolio.

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Die Vorteile einer Investition in Rohöl Aktien

  1. Hohe Diversifikation: Eine Investition in Öl Aktien eignet sich zur Diversifizierung gegen die allgemeine Entwicklung der Wirtschaft. Durch das Ansteigen von Gas und Öl kann sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen. Dies führt wiederum zu Verlusten bei Wertpapieren. Um die Auswirkungen auszugleichen, die diese Verlangsamung nach sich zieht, könnten Anleger ein Investment in Gas und Öl Aktien in Betracht ziehen. Diese können zudem ein Gegenpol zu Inflation und Marktfluktuationen sein.
  2. Return On Investment (ROI): Öl und Gas Aktien versprechen lukrative Renditen und ziehen damit große Investitionen an, wobei die Verluste nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Aktien Öl steigen immer dann deutlich, wenn neue Ölfelder erschlossen wurden. Diese bringen bereits im ersten Jahr Gewinne ein und können meist über Jahre ausgebeutet werden. Daher können die besten Öl Aktien für relativ stabile Erträge sorgen, stets unter der Berücksichtigung temporärer Verluste.
  3. Steuervorteile: Investitionen in Wertpapiere aus dem Energiebereich bieten verschiedentliche Steuervorteile. Ein Großteil der Erträge aus Öl Aktien ist vor Steuern geschützt.
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Die Risiken von Öl Aktien

Der Ölpreis verändert sich bereits bei der kleinsten Veränderung von Angebot und Nachfrage. Privatanleger, die eine Öl Preis Aktie in ihr Portfolio aufnehmen wollen, sollten deshalb die folgenden Risiken beachten.

  1. Preisschwankungen: Die Preise von Öl Aktien unterliegen einer hohen Volatilität, was es für Anleger riskant macht, einen großen Teil ihres Geldes in die Wertpapiere zu investieren, ohne sich über Öl Aktien News entsprechend informiert zu haben. Die Preisvolatilität von Aktien Öl hängt von diversen ökonomischen, geographischen und politischen Faktoren ab.

Wer eine Investition in Rohöl Aktien in Betracht zieht, sollte zum entsprechenden Unternehmen und seinen Tätigkeiten fundierte Recherchen vornehmen. Diese geben dem Anleger eine Vorstellung davon, was er künftig von dem Unternehmen zu erwarten hat.

  1. Instabilität des Ölpreises: Erdgas- und Ölkonzerne werden stark von der Politik reguliert. Sind diese Unternehmen in instabilen Ländern aktiv, steigt das unternehmerische Risiko, und somit auch das Risiko für den Anleger. Die Firmen achten in der Regel darauf, in politisch stabilen Ländern zu investieren. Allerdings sind auch sie daran gebunden, wo es Erdöl gibt. Politische Veränderungen von Staaten wirken sich zumeist stark auf die Ölförderung aus

Vor einer Investition in eine Öl Aktie sollten Anleger also sicherstellen, dass die jeweilige Firma nicht in einem Land tätig ist, das eine Historie plötzlicher Verstaatlichung aufweist oder in dem es eine instabile Diktatur gibt. Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, ob Energiefirmen Kooperationen mit weiteren internationalen Ölbehörden und -unternehmen eingegangen sind.

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  1. Feuer- und Ölkatastrophen: Feuerkatastrophen auf Bohrinseln und havarierte Öltanker können dafür sorgen, dass Öl Aktien an Wert verlieren. Im Jahr 2010 kam es beispielsweise zu einer bis dato schlimmsten Ölkatastrophe der Geschichte. Damals verloren im Golf von Mexiko, auf der Bohrinsel Deepwater Horizon, elf Mitarbeiter ihr Leben. Rund fünf Milliarden Barrel Öl gelangten ins Meer. Daraufhin stürzte die Aktie von BP als Leasingnehmer der Bohrinsel, deutlich ab, was den Investoren große Verluste einbrachte.

Neben den genannten spielen bei Investitionen in Öl auch geologische Risiken eine Rolle. Durch unwegsames Terrain wird die Extraktion von Gas und Öl erschwert. Häufig kommt es dazu, dass Prognosen zu etwaigen Ölreserven nicht stimmen. In der Ölbranche nutzen Geologen die Begriffe „möglich“, „wahrscheinlich“ und „bewiesen“, um den Erfolg einer Ölbohrung einzuschätzen.

Anleger sollten sich vor einer Investition in Aktien mit den Untersuchungs- und Forschungsberichten von Geologen beschäftigen, welche sich auf aktive Ölbohrungen beziehen.
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Tipps für eine Investition in Öl Aktien

Es ist möglich, auf verschiedenen Wegen in Öl zu investieren:

  • Futures-Kontrakte auf Erdgas und Öl Aktien können riskante Investments sein, weil die Möglichkeit besteht, dass sie keine Gewinne abwerfen.
  • Aktien von Firmen mit hoher Marktkapitalisierung bieten eine hohe Stabilität und sind gegenüber Marktfluktuationen weniger empfindlich. Dazu zählen Wertpapiere der Ölkonzerne China Petroleum & Chemical Corporation, British Petroleum (BP) sowie Royal Dutch Shell. Jedes dieser Unternehmen ist in den Segmenten Erdgas, Schieferöl und Öl tätig.
  • Investmentfonds und ETFs bieten gute Diversifikationsmöglichkeiten, ohne dass der Anleger dem direkten Risiko von Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten ausgesetzt ist. Ferner muss er dabei nicht sein Kapital auf ein einziges Unternehmen setzen. Heute steht eine große Anzahl an Gas und Öl ETFs zur Verfügung.

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Die Wichtigkeit der Marktanalyse für Öl-Investitionen

Bevor Privatanleger in Produkte investieren, die mit Rohöl in Verbindung stehen, sollten sie sich mit den Eigenschaften der Finanzinstrumente beschäftigen. Politikwechsel und Regulierungen spielen hierbei eine große Rolle. Es ist wichtig, die politische Weltlage im Auge zu behalten, um großen Verlusten entgegenzuwirken.

Die Preise von Öl Aktien schwanken stark und sind von diversen Faktoren abhängig. Die Nachfrage nach Öl bleibt hoch, trotz politischer Bestrebung, erneuerbare Energien durchzusetzen. Obgleich eine Investition in Öl Aktien mit Risiken verbunden ist, versprechen die Wertpapiere ein hohes Potenzial für lukrative Renditen. Darüber hinaus stellen sie eine gute Möglichkeit dar, das eigene Portfolio zu diversifizieren. Dabei ist es wichtig, stets auf ein gutes Risikomanagement zu achten.

Für Einsteiger empfiehlt es sich, den Handel mit Öl Aktien zunächst in einem Demokonto zu testen. Dieses wird von zahlreichen Online Brokern kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Öl ETFs als weitere Investitionsmöglichkeit

Wer sein Kapital nicht in einzelne Aktien investieren möchte, findet mit Öl ETFs eine weitere Möglichkeit, an den Schwankungen des Ölkurses zu partizipieren. In einem ETF bzw. Exchange Traded Fund sind mehrere Wertpapiere gebündelt. Es ist möglich, in ETFs zu investieren oder sie selbst zu traden. Der größte Vorteil einer solchen Investition besteht darin, dass der Anleger nicht nur in ein einziges Unternehmen investiert, sondern in ein ganzes Marktsegment. Das eingesetzte Risiko lässt sich somit reduzieren.

Möchte ein Anleger beispielsweise in Biotech Aktien investieren, sich aber die mühsame Suche nach einzelnen vielversprechenden Unternehmen ersparen, kann er nach einem geeigneten Exchange Traded Fund suchen, der den Biotech-Markt abbildet. Die Suche funktioniert wie auf Rohstoffmärkten, wie zum Beispiel dem Öl. Anlegern stehen verschiedene Öl ETFs zur Auswahl, in denen Öl Futures und Erdölfirmen gebündelt sind.

Ein ETF Investment gestaltet sich ebenso einfach wie eine Investition in Einzelaktien. Der Investor kauft zu einem bestimmten Kurs in der Hoffnung, dass dieser steigt, um anschließend mit Gewinn wieder verkaufen zu können. Neben dem klassischen ETF Investment gibt es die Möglichkeit, ETFs über CFDs (Differenzkontrakte) zu handeln. Hierbei erhält der Investor die Möglichkeit, von steigenden als auch von fallenden Kursen zu profitieren.

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Rohöl handeln mittels Öl CFDs

Oftmals unterliegt der Kurs von Rohöl starken Schwankungen. Deshalb ist er für viele Trader von großem Interesse. Dies wurde vor allem im April 2020 deutlich: Ein Öl Future von WTI sank im Zuge der Corona-Krise sogar in den negativen Kursbereich. Dieses Phänomen wird als „Contango“ bezeichnet.

Wie können Trader also von einer derart hohen Volatilität profitieren? Können Privatanleger überhaupt Öl handeln? Die Energienachfrage verschob sich in den zurückliegenden 100 Jahren von Kohle zu Öl. Rohöl wird in diversen Produkten verarbeitet, wie zum Beispiel in Medizintechnik, Kunststoff oder Benzin. Hieraus ergibt sich der hohe Wert, dessen Entwicklung weltweit von Tradern nachverfolgt wird.

Trader erhalten aufgrund der hohen Volatilität des Öl-Kurses viele Handelsmöglichkeiten. Rohöl kann darüber hinaus verwendet werden, um das eigene Portfolio zu diversifizieren, von geopolitischen Auseinandersetzungen zu profitieren oder Investition in weitere Basiswerte zu hedgen. Dank leicht zugänglicher Handelssoftware ist es heute sehr einfach, in das Trading mit Rohöl einzusteigen. Möglich ist dies rund um die Uhr, an fünf Tagen in der Woche.
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So funktioniert das Öl CFD Trading

Rohöl setzt sich aus fossilen Brennstoffen und unraffiniertem Petroleum zusammen. Es besteht aus diversen organischen Metallen sowie Kohlenwasserstoffanlagerungen und kann raffiniert werden, um Produkte wie Düngemittel, Petrochemikalien, Medizintechnik, Diesel und Benzin zu gewinnen. Letztendlich handelt es sich bei Öl um einem wichtigen und grundlegenden Bestandteil der Weltwirtschaft. Deshalb beeinflusst der Rohstoff das alltägliche Leben auf der ganzen Welt und  viele Trader, Unternehmen und Wirtschaftswissenschaftler verfolgen die Entwicklung des Ölpreises ganz genau.

Aus diesem Grund ist die Bewegung des Öl-Kurses von so großer Bedeutung. Wird Rohöl teurer, so erhöhen sich die Kosten für den Endverbraucher direkt (durch Diesel und Benzin) und indirekt (durch Produkte, für deren Herstellung Öl verbraucht wird oder die durch Ölbestandteile teurer werden). Das Gegenteil tritt ein, wenn Öl günstiger wird. Hier sinken die Kosten für den Endverbraucher.

Auf lange Sicht betrachtet, sieht dies folgendermaßen aus:

  • Sehr niedrige Rohöl-Preise verringern das Angebot, weil die Produktion von Öl durch ausbleibende Gewinne Einbußen hinnehmen könnte.
  • Niedrige Rohöl-Preise tendieren dazu, Produkte günstiger zu machen, was sich positiv auf das wirtschaftliche Wachstum auswirkt, weil es Anstiege der Zinsraten sowie das Potenzial für Inflation verringert.
  • Hohe Rohöl-Preise tendieren dazu, Produkte zu verteuern, was sich negativ auf das wirtschaftliche Wachstum auswirken kann, weil es höhere Zinsraten und/oder potenziell eine Inflation nach sich ziehen kann.

Der Rohöl-Preis fluktuiert und ändert sich täglich, von Stunde zu Stunde, von Minute zu Minute. Dabei werden die Kurse durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten zählen:

  • Zu- oder Abnahme der Nachfrage durch Ölimporteure und -verbraucher
  • Zu- oder Abnahme des Angebots der Ölhersteller
  • Interne Politik der Ölhersteller
  • Weltweite Politik (Abkommen zwischen verschiedenen Staaten)
  • Ölreserven der Welt
  • Subventionen für Energieunternehmen und ölproduzierende Konzerne
  • Geopolitische Unsicherheiten und Spannungen (die zu höheren Preisen führen können)
  • Konkurrenz von alternativen Energiequellen
  • Öl-Verbrauch die diesbezügliche fundamentale Stimmung

ölpreis

Der ein oder andere wird sich die Frage stellen, wie sich das Angebot und die Nachfrage auf die Entwicklung des Kurses auswirken können. Im Allgemeinen bedeuten eine geringere Nachfrage und ein höheres Angebot eine Senkung des Preises. Dabei gibt es allerdings drei primäre Faktoren, die sich auf Angebot und Nachfrage auswirken.

  1. Die Geopolitik

Insgesamt fünf Länder produzieren die Hälfte des internationalen Öl-Angebots. Dies kann zu erheblichen Schwierigkeiten führen, wenn es in diesen Staaten zu politischen Unruhen oder Spannungen kommt. Konflikte oder Kriege in einem ölherstellenden Land würden Raffinerien, Lagerung und Produktion gefährden, was wiederum zu einer Erhöhung des Rohöl-Preises führen könnte. Trader sollten daher stets die geopolitische Situation in den ölproduzierenden Regionen im Auge behalten.

  1. Die Weltwirtschaft

Die Nachfrage nach Rohöl steigt, wenn die Weltwirtschaft im Aufschwung ist. Dann kaufen die Endverbraucher mehr Produkte (für deren Produktion Rohöl häufig notwendig ist), Unternehmen transportieren und verschiffen aufgrund der höheren Nachfrage mehr Güter, Firmen investieren mehr Kapital (um für die hohe Nachfrage ausreichend Produktionskapazität zur Verfügung stellen zu können) und Menschen unternehmen mehr Reisen aus privaten oder geschäftlichen Gründen. Dagegen weist eine geschwächte Weltwirtschaft den gegenteiligen Effekt auf und verringert die Rohöl-Nachfrage.

  1. Stand der Ölproduktion

Bei Öl handelt es sich um eine Ressource, die nicht in jedem Land der Welt zu finden ist. Deshalb konzentriert sich die Öl-Produktion auf bestimmte Regionen. Es wird in ungefähr 100 Ländern hergestellt, also etwa der Hälfte der Welt. Dabei sind fünf dieser Staaten für rund 50 Prozent der ganzen Ölherstellung weltweit verantwortlich. Dadurch erhalten diese Staaten und die entsprechenden Öl-Konzerne mehr Einfluss auf das Angebot, und somit indirekt auch auf den Öl-Kurs.

Verringern die Länder ihre Ölherstellung, können sie eine Erhöhung oder ein Absinken der Rohöl-Preise unterstützen bzw. stoppen. Ist der Öl-Preis nach Ansicht der Konzerne angemessen, können sie die Öl-Produktion auch wieder erhöhen, um mehr Rohöl zu verkaufen und mehr Gewinn zu erzielen.

Der Ölpreis zählt zu den wichtigsten Indikatoren für die Lage der Weltwirtschaft. Für Ökonomen lassen sich am Auf und Ab des Rohölpreises Rückschlüsse auf das derzeitige und künftige Wirtschaftswachstum schließen. Die Lagerbestände an Öl in den USA können an den weltweiten Ölmärkten zu großen Kursschwankungen führen. Im Gegensatz zu Silber und Gold gibt es für Rohöl keinen Spotmarkt. Deshalb werden Positionen im Öl über Terminkontrakte getradet. Zu den bekanntesten zählen folgende: Das US Öl West Texas Intermediate (WTI), das an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt wird, oder das an der Intercontinental Exchange (ICE) gehandelte Öl BRENT, das vor allem in der Nordsee vorkommt. Auf beide Werte gibt es auch CFDs.
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Die Vorteile von Öl CFD Trading im Überblick

  1. Vorteil: Diversifikation

Viele Investoren und Trader wollen ihre Anlagen auf verschiedene Basiswerte aufteilen. Das Vermögen beläuft sich in zahlreichen westlichen Ländern wie Australien, Großbritannien oder USA auf Immobilienbesitz, während in anderen Staaten mehr auf Aktienanlagen gesetzt wird. Das Risiko besteht hierbei darin, dass das komplette Portfolio eines Anlegers in Mitleidenschaft gezogen werden kann, wenn ein Markt zusammenbricht. Aus diesem Grund ist es wichtig, die eigenen Investments zu diversifizieren, indem das Vermögen auf mehrere Werte verteilt wird. Dabei kann eine Investition in Rohstoffe, wie zum Beispiel Öl, eine lohnenswerte Alternative zu klassischen Investitionsarten sein.

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  1. Vorteil: Volatilität

Der Handel von WTI CFDs ist mit mehreren Vorteilen verbunden. Vermutlich ist aber die hohe Volatilität der ausschlaggebende Grund, warum Trader von dem Öl-Differenzkontrakt begeistert sind. Der Ölpreis neigt in der Regel zu großen Schwankungen. Von diesen starken Bewegungen können Trader profitieren. Sie können auf einen steigenden oder einen fallenden Kurs setzen.

  1. Vorteil: Fundamentaldaten

Auf Einsteiger wirken viele Märkte oft einschüchternd, da sie häufig mit Methoden der Technischen Analyse gehandelt werden. Allerdings ist Öl nach wie vor stark von fundamentalen Ereignissen (zum Beispiel Geopolitik) abhängig. Wer also ohnehin regelmäßig die News verfolgt, für den können sich durchaus interessante Trading-Möglichkeiten ergeben.

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